Erika Rothstein (* 20. Oktober 1935 in Haan; † 12. Juni 2015 in Solingen) war eine deutsche Politikerin der SPD. Sie war Mitglied des Landtages Nordrhein-Westfalen und Bürgermeisterin von Solingen. Die Erika-Rothstein-Schule in Solingen ist nach ihr benannt.
Erika Rothstein erhielt 1951 ihren Volksschulabschluss. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau und arbeitete als kaufmännische Angestellte. 1961 kam ihr Sohn zur Welt, den sie alleinerziehend aufzog. Seit 1973 war sie im Betriebsrat engagiert.
Rothstein war seit 1952 Mitglied der DAG und seit 1976 Mitglied der SPD. Sie wurde 1979 Mitglied des Rates der Stadt Solingen. Als Bürgermeisterin der Stadt Solingen fungierte sie von 1984 bis 1994. Von 1995 bis 2003 war sie auch im Bezirksvorstand der AWO Niederrhein aktiv.
Vom 31. Mai 1990 bis zum 1. Juni 2000 war sie direkt gewähltes Mitglied des 11. und 12. Landtags von Nordrhein-Westfalen für den Wahlkreis 039 Solingen II.
Rothstein hatte schon früh in der Nachbarschaft Sprachkurse für Türkinnen organisiert und engagierte sich auch in ihren Ämtern für das Thema Integration und Familie. Nach dem Brandanschlag 1993 auf das Haus der Familie Genç setzte sie sich dafür ein, dass das Landeszentrum für Zuwanderung in Ohligs gegründet wurde und blieb der Familie in den folgenden Jahren freundschaftlich verbunden. Sie engagierte sich im Vorstand der Solinger Vereine Die Familie (DiFa) und Frauen helfen Frauen. Im DiFa war sie von 1992 bis 2014 Vorstandsmitglied und wurde 2014 zur Ehrenpräsidentin ernannt.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rothstein, Erika |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 20. Oktober 1935 |
| GEBURTSORT | Haan, Rheinland |
| STERBEDATUM | 12. Juni 2015 |
| STERBEORT | Solingen |