Erika Schirmer

Erika Schirmer (2015)

Erika Schirmer (* 31. Juli 1926 als Erika Erna Mertke in Rothenburg an der Oder, Landkreis Grünberg i. Schles.) ist eine deutsche Schriftstellerin, ehemalige Kindergärtnerin und Sonderpädagogin. Bekannt wurde sie vor allem durch das von ihr komponierte und getextete Lied Kleine weiße Friedenstaube.

Leben

Erika Schirmer lebte als schlesische Heimatvertriebene in der späteren DDR, zunächst im katholischen Eichsfeld, war dann Kindergärtnerin auf Rügen und arbeitete ab 1948 in Nordhausen. Nachdem sie ihr Lehrerstudium 1956 erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete sie in der Grundschule in Nordhausen-Salza. Ab 1972 war Erika Schirmer dann als Pädagogin für behinderte Kinder und Jugendliche tätig.

Schirmer lebt seit einigen Jahren in einem Seniorenheim in Ilfeld.

Werk

Sowjetische Briefmarke von 1981, die Picasso und seine Friedenstaube aus dem Jahr 1949 darstellt

Sie schuf „Hunderte Gedichte, Lieder, Kinderreime, Kurzgeschichten, Kalender- und Kunstblätter sowie Scherenschnitte“, die oft den Harz und Nordhausen thematisieren. Auf fast 120 Ausstellungen, darunter auch Wanderausstellungen in Polen, wurden diese präsentiert. In der Thüringer Allgemeinen veröffentlichte sie ihre Verse als Harzer Fingerhut. 1948 wurde ihr erstes Kinderlied Der Winter ist gekommen… veröffentlicht. Weithin bekannt wurde das „DDR-Volkslied“ und Lied der Jungen Pioniere Kleine weiße Friedenstaube, das sie im März 1949 komponierte und textete. Es entstand, nachdem sie ein Plakat zum Pariser Weltfriedenskongress von 1949 mit der weltberühmten Zeichnung La Colombe von Pablo Picasso gesehen hatte.

Auszeichnungen

Commons: Erika Schirmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volksstimme.de, Deutsche singen im polnischen Nietkow gemeinsam das Lied von der Friedenstaube, 17. Oktober 2012.
  2. ↑ NNZ-Online.de: Erika Schirmer zu Gast bei Freunden, 20. April 2015.
  3. ↑ Verlag Wittich: Die Mutter der „Kleinen weißen Friedenstaube“, 6. Mai 2013 (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive).
  4. 1 2 3 4 Kyffhaeuser Nachrichten: Ausstellung eröffnet, 10. Dezember 2008 (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)
  5. ↑ Was für eine wunderbare Lehrerin. 31. Juli 2026, abgerufen am 1. August 2026 (deutsch).
  6. 1 2 3 4 Website der Stadt Nordhausen: Bildergalerie: Scherenschnitte und Blütenbilder von Erika Schirmer im Museum „Flohburg“, 18. Januar 2007.
  7. ↑ Kunstsammlung: ARTIFACT. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2019; abgerufen am 14. August 2019.
  8. ↑ NNZ-Online.de: Goldener Roland verliehen, 19. Juni 2011.
  9. ↑ MDR Thüringen: Verfasserin der „Kleinen weißen Friedenstaube“ ausgezeichnet, 5. Oktober 2016 (Memento vom 7. Oktober 2016 im Internet Archive).
  10. ↑ Bericht vom 31. Januar 2018 auf Nordhausen.de, Abruf am 5. Januar 2019
  11. ↑ Thüringer Verdienstorden für Erika Schirmer, Abruf am 28. Juli 2026
Personendaten
NAME Schirmer, Erika
ALTERNATIVNAMEN Mertke, Erika (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin, Kindergärtnerin und Sonderpädagogin
GEBURTSDATUM 31. Juli 1926
GEBURTSORT Polnisch Nettkow, Grünberg in Schlesien