Ernest Overton

Charles Ernest Overton, auch Ernst Overton (* 25. Februar 1865 in Stretton, Cheshire, England; † 27. Januar 1933 in Lund, Schweden) war ein englischer Biologe und Pharmakologe.

Leben

Seine Familie zog 1882 nach Zürich, wo er die Industrieschule besuchte. Ab 1884 studierte er an der Universität Zürich Botanik. 1889 wurde er mit der Dissertation Beitrag zur Kenntniss der Gattung Volvox promoviert. 1890 habilitierte er sich und wurde Privatdozent für Biologie. 1901 wurde er außerordentlicher Professor an der Universität Würzburg. 1907 wurde er als Ordinarius für Pharmakologie an die Universität Lund berufen. Dort war er bis zu seiner Emeritierung 1930 tätig.

Im Jahr 1912 heiratete er Louise Petrén-Overton. Das Paar bekam vier Kinder.

Overton beschäftigte sich wissenschaftlich mit der Permeabilität von Zellmembranen. Nach Untersuchungen mit Anästhetika an Kaulquappen beobachtete er einen Zusammenhang zwischen der Fettlöslichkeit der Substanzen in Olivenöl und ihrer narkotischen Wirksamkeit. Diese Theorie wurde später als Meyer-Overton-Korrelation bekannt, nachdem der seit 1884 als Lehrstuhlinhaber in Marburg tätige Hans Meyer unabhängig ähnliche Beobachtungen veröffentlicht hatte.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Svenskt kvinnobiografiskt lexikon – Hedvig Louise Beata Petrén-Overton (abgerufen am 5. Januar 2023)
Personendaten
NAME Overton, Ernest
ALTERNATIVNAMEN Overton, Charles Ernest (vollständiger Name); Overton, Ernst
KURZBESCHREIBUNG englischer Biologe und Pharmakologe
GEBURTSDATUM 25. Februar 1865
GEBURTSORT Stretton, Cheshire, England
STERBEDATUM 27. Januar 1933
STERBEORT Lund, Schweden