Ernst Diestel

Ernst Gottlieb Gustav Diestel (* 3. März 1859 in Hamburg; † 31. Oktober 1936 in Berlin) war ein deutscher Pfarrer und Schriftsteller.

Leben

Diestel wurde als Sohn des Kaufmanns und Konsuls in Valparaíso Georg Ludwig Friedrich Diestel (1817–1907) und dessen Frau Marie Sophie Stresow (1828–1916) geboren. Sein Bruder war Arnold Diestel, Bürgermeister von Hamburg. Er studierte ab dem Sommersemester 1880 in Tübingen evangelische Theologie und wurde dort 1880 Mitglied der schwarzen Verbindung Derendingia (seit 1897 Tübinger Burschenschaft Derendingia). Diestel wirkte viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Grunewald und als Gefängnispfarrer in Berlin.

Diestel schrieb das Lied Alma mater tubingensis im Sommersemester 1881 als Bundeslied der Derendingia. Das Lied fand Eingang in das Allgemeine Deutsche Kommersbuch, erfreute sich auch bei den anderen Tübingen Korporationen großer Beliebtheit und wurde zum bekanntesten Tübinger Studentenlied und zur gerne gesungenen Hymne auf die Universitätsstadt Tübingen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Diestel in einem Aufsatz über die Hamburgische Kirchengeschichte, S. 114.
  2. ↑ Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 85.
  3. ↑ Mitglieder-Verzeichnis der Burschenschaft Derendingia zu Tübingen. 1967, Stammrollen-Nr. 60.
  4. ↑ Herbert Raisch und Rainer Obermüller: Derendingerhaus 1905–2005. Tübingen 2005, S. 19–21.
Personendaten
NAME Diestel, Ernst
ALTERNATIVNAMEN Diestel, Ernst Gottlieb Gustav (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pfarrer und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 3. März 1859
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 31. Oktober 1936
STERBEORT Berlin