Ernst Hebel (* 21. Februar 1852 in Legau im Landkreis Unterallgäu; † 19. Januar 1894 in Dietmannsried im Landkreis Oberallgäu) war ein deutscher Arzt und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Ernst Hebel absolvierte nach dem Abitur am Königlich-bayerischen Gymnasium zu Kempten ein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er der Studentenverbindung Corps Makaria München angehörte. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beendete er das Studium mit Auszeichnung und der Promotion zum Dr. med. und übernahm die väterliche Arztpraxis in Dietmannsried. Er war für den Fränkischen Kurier als Journalist tätig und engagierte sich in der Deutschen Freisinnigen Partei.
1893 erhielt er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde im Wahlbezirk Kempten gewählt. Anlässlich eines Arztbesuchs infizierte er sich mit einem Keim, der zu seinem frühen Tod führte. Er hinterließ seine Ehefrau mit ihren 3 minderjährigen Kindern.
Siegmund Günther folgte ihm im Amt als Landtagsabgeordneter.
Ernst Hebel in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hebel, Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner, Mitglied des Bayerischen Landtags (Freisinnige Partei) |
| GEBURTSDATUM | 21. Februar 1852 |
| GEBURTSORT | Legau |
| STERBEDATUM | 19. Januar 1894 |
| STERBEORT | Dietmannsried |