Ernst Krupka

Ernst Krupka (* 15. Oktober 1890 in Ittowen, Ostpreußen; † 25. Februar 1991 in Vellberg) war ein ostpreußischer Evangelist der Deutschen Zeltmission.

Leben

Krupka wuchs als Bauernsohn auf und kam im Alter von 18 Jahren zum christlichen Glauben. Seine Predigerausbildung machte er ab 1909 im Gemeinschaftsbrüderhaus in Preußisch Bahnau (Ostpreußen). Bereits während seiner Ausbildung reiste er predigend im Land umher: „Ich zog, 21 Jahre alt, von Gut zu Gut, ebenso zu einigen Orten, predigte überlaut das Evangelium auf meine Weise und erlebte viele eigenartige Bekehrungen. Betroffen machte es mich besonders, daß mir, dem 21jährigen jungen Mann, auch ältere Männer ihre Sünden, bisweilen ganz grobe, bekannten. Zum Jahresfest im Sommer kamen einige Erntewagen vierspännig nach Bahnau gefahren, vollgepackt mit meinen Leuten.“

Im Mai 1914 folgte er einem Ruf der Gräfin de la Tour und arbeitete als Missionar in Kärnten. Während des Ersten Weltkriegs gründete er den "Christlichen Missionsverein für Österreich". Nach Kriegsende berief ihn die "Landeskirchliche Gemeinschaft Tabor" als Prediger nach Königsberg/Ostpreußen. 1923 begann Krupka seinen Dienst für die Süddeutsche Vereinigung in Württemberg, deren Vereinsblatt "Der Weg zum Ziel" er als Schriftleiter von 1924 bis 1972 betreute. Seit 1925 arbeitete er als Evangelist der Deutschen Zeltmission; von 1946 bis 1956 fungierte er als deren Geschäftsführer. 1941 war er für drei Wochen in einem Gefängnis in Darmstadt in Haft und seit seiner Entlassung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs unter Aufsicht der Gestapo. 1950–1972 war Krupka Schriftleiter der von Pastor Ernst Modersohn zu Beginn des Jahrhunderts gegründeten Wochenschrift "Heilig dem Herrn". Von 1959 bis 1966 unternahm er vier Evangelisationsreisen nach Südamerika; 1960 machte er eine solche nach Kanada. Zu seinem 100. Geburtstag würdigte ihn der württembergische Landesbischof Theo Sorg als einen "Pionier der Evangelisationsarbeit".

Zitat

„Die Frage der Wiederkunft Jesu ist nicht eine Frage der Zeitrechnung, sondern der Heiligung. Nicht rechnen sollen wir – heiligen sollen wir uns lassen.“

– Ernst Krupka

Privates

Krupka heiratete Gertrud Modersohn, Ernst Modersohns älteste Tochter.

Werke

Einzelnachweise

  1. ↑ Heimbucher, Kurt und Traugott Thoma: Diener Jesu Christi: Bekannte Persönlichkeiten berichten aus ihrem Leben. Verlag der Liebenzeller Mission, ISBN 3-88002-232-1, S. 78.
  2. ↑ Maria-Luise Krupka (Hrsg.): Lebensauftrag: Evangelist. Ernst Krupka – Sein Leben und sein Wirken. Verlag der Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell, 1986.
  3. ↑ Zeitschrift der Deutschen Zeltmission e.V. Zeltgruß 2/91. S. 9.
  4. ↑ Zitat (Memento vom 16. Dezember 2011 im Internet Archive), sunntig.ch
Personendaten
NAME Krupka, Ernst
KURZBESCHREIBUNG deutscher Evangelist der Deutschen Zeltmission
GEBURTSDATUM 15. Oktober 1890
GEBURTSORT Ittowen, Ostpreußen
STERBEDATUM 25. Februar 1991
STERBEORT Vellberg