Ernst Prinz

Ernst Prinz (* 1. April 1878 in Diekendörn bei Emkendorf; † 26. November 1974 in Felde) war ein deutscher Architekt.

Leben

Wohn- und Geschäftshaus mit Postamt in Kiel-Hassee (1907)
Haus Damperhof in Kiel (1907)
Wohnhaus Buchholtz in Bordesholm (1910–1911)
Volkshaus in Neumünster-Tungendorf (1919–1922)
Vicelinstift in Neumünster (1926)
Nord-Ostseehalle, 1925 (Foto im Stadtmuseum)

Prinz studierte nach einer Zimmerer-Lehre Architektur an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg und der Technischen Hochschule Karlsruhe, u. a. bei Hermann Billing und Carl Schäfer. Ab 1907 arbeitete er als freischaffender Architekt in Kiel und war ein bedeutender Vertreter der Heimatschutzarchitektur in Schleswig-Holstein. Seine Arbeit umfasste ein breites Spektrum an Bauaufgaben, sowohl landwirtschaftliche Bauten für Gutshöfe als auch städtische und öffentliche Bauten sowie Inneneinrichtungen von Dampfern des Norddeutschen Lloyd.

Prinz war vielfach aktiv in reformorientierten und berufsständischen Vereinigungen seiner Zeit. Er war Mitglied im Deutschen Werkbund (DWB) und im Bund für Heimatschutz, er wurde in den Bund Deutscher Architekten (BDA) und in die Preußische Akademie des Bauwesens berufen. Prinz gilt als „Wegbereiter einer eigenwüchsigen, modernen nordelbischen Baukunst in schöpferischer Bindung an heimische Traditionen des spätbarocken Backsteinbaus.“

Bauten (Auswahl)

Schriften

Literatur

Commons: Ernst Prinz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Hans-Günther Andresen: Ernst Prinz. In: Olaf Klose (Red.): Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck. Band 6, Wachholtz, Neumünster 1982, ISBN 3-529-02646-8, S. 225.
  2. ↑ Hartwig Beseler, Klaus Detlefsen, Kurt Gelhaar (Bearb.): Architektur in Schleswig-Holstein 1900–1980. Wachholz, Neumünster 1980, ISBN 3-529-02660-3, o. S.
  3. 1 2 Hans-Günther Andresen: Ernst Prinz. In: Olaf Klose (Red.): Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck. Band 6, Wachholtz, Neumünster 1982, ISBN 3-529-02646-8, S. 224.
  4. 1 2 3 4 5 6 7 Dieter-J. Mehlhorn: Architekturführer Kiel. Dietrich Reimer, Berlin 1997, ISBN 3-496-01165-3, passim.
  5. ↑ Landhaus Buchholtz in Bordesholm. In: Deutsche Bauhütte. Bd. 19 (1915). Nr. 45/46, 4. November 1915, S. 374–376
  6. ↑ Abbildung in: Schleswig-Holsteinischer Kunstkalender, 1912, S XIX (Digitalisat) [hier als Haus Eimicke bezeichnet]
  7. ↑ Ralf Lange: Architekturführer Hamburg. Edition Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 136.
  8. ↑ Hans-Günther Andresen: Ernst Prinz. In: Olaf Klose (Red.): Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck. Band 6, Wachholtz, Neumünster 1982, ISBN 3-529-02646-8, S. 226.
  9. ↑ Abb. In: Schleswig-Holsteinisches Jahrbuch. Bd. 17 (1927), S. 93.
Personendaten
NAME Prinz, Ernst
KURZBESCHREIBUNG deutscher Architekt
GEBURTSDATUM 1. April 1878
GEBURTSORT Diekendörn bei Emkendorf
STERBEDATUM 26. November 1974
STERBEORT Felde