Ernst Senn (* 6. September 1884 in Hechingen; † 10. Januar 1962 in Konstanz) war ein südwestdeutscher Arzt und Heimatforscher.
Geboren als Sohn des Justizrats Josef Senn (1853–1934), Rechtsanwalt und Notar in Hechingen, und Anna, geb. Evelt, Tochter des Landgerichtspräsidenten August Evelt, studierte Ernst Senn nach dem Abitur in Rottweil Medizin und promovierte 1911 in Berlin, wo er auch seine Assistenzarztjahre verbrachte. Den Ersten Weltkrieg absolvierte Senn als Stabsarzt in Frankreich. Anschließend ließ er sich in Konstanz als Hals-, Nasen- und Ohrenarzt nieder. Seit den 1930er Jahren veröffentlichte Senn Arbeiten zur Geschichte Hohenzollerns. 1933 übernahm er die Leitung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde in Hohenzollern. Die von ihm veranlasste Umbenennung in Verein für Geschichte, Kultur und Landeskunde Hohenzollerns signalisierte eine Erweiterung der Vereinsziele, die Senn in mehreren Anläufen skizzierte. Der Verein sollte zu einem Landesforschungsinstitut ausgebaut werden; ein Projekt, das er selbst mit Materialsammlungen und quellenkundlichen Publikationen voranzutreiben suchte und über dessen Fortschritte und Hemmnisse er in der Vereinszeitschrift regelmäßig berichtete. Allerdings überforderten die hochgesteckten Ziele sowohl die finanzielle Ausstattung des Vereins wie seine personellen Ressourcen, so dass Senns Pläne am Ende scheiterten. Als Vereinsfunktionär resigniert, konzentrierte sich Senn in den Nachkriegszeit auf private Forschungen und umfangreiche Sammlungen von Zollerana, die er 1954 in Form einer Stiftung der in seiner Geburtsstadt angesiedelten Hohenzollerischen Heimatbücherei vermachte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Senn, Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | südwestdeutscher Arzt und Heimatforscher |
| GEBURTSDATUM | 6. September 1884 |
| GEBURTSORT | Hechingen |
| STERBEDATUM | 10. Januar 1962 |
| STERBEORT | Konstanz |