
Carsten Meyer alias „Erobique“ (* 11. Juli 1972 in Saerbeck/Westfalen) ist ein deutscher Komponist, Musiker, Entertainer. Er ist vor allem für seine Liveauftritte als improvisierender Discomusiker bekannt, bei denen unter anderem Stücke wie „Urlaub in Italien“ entstehen. Zu seinen weiteren bekannten Titeln gehören „Ravedave“, „Wann strahlst du?“ und „Easy Mobeasy“. Meyer ist auch als Komponist von Filmmusik tätig. Er schrieb unter anderem den Titelsong und die Soundtracks zur deutschen Comedy-Fernsehserie Der Tatortreiniger sowie die Musik zur Studio-Braun-Mockumentary Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte.
Carsten Meyer wurde 1972 in Saerbeck geboren. Im Alter von acht Jahren begann er Klavier zu spielen, nachdem ihm ein Freund das Stück The Pink Panther Theme von Henry Mancini vorgespielt hatte.
Meyer absolvierte sein Abitur in Emsdetten im nördlichen Münsterland. Für die Westfälische Zeitung zeichnete er zunächst als Schüler, später auch als Student Karikaturen von Politikern. Das Studium der Illustration an der Universität Münster brach er nach einigen Semestern ab, um als freier Musiker in Hamburg zu arbeiten, wo er bis heute lebt.
Sein Studio befindet sich am Hamburger Fischmarkt, im selben Gebäude wie das von Sophia Kennedy und den Goldenen Zitronen. Meyer veröffentlicht seine Musik über das Label Asexy Records, das er gemeinsam mit zwei Freunden betreibt. Er gestaltet zudem die Cover seiner Alben und Singles, entwirft Plakate und digitale Grafiken für seine Konzerte.
Meyer tritt zumeist im deutschsprachigen Raum aber auch international auf. Er folgte Konzerteinladungen von Institutionen wie dem Goethe-Institut in Länder wie Brasilien, Argentinien, die Elfenbeinküste, Tunesien, Israel und Taiwan.
Neben seinen Soloauftritten arbeitet Meyer regelmäßig mit anderen Musikerinnen und Musikern zusammen, darunter der Schlagzeuger Lucas Kochbeck, die Sängerin Sophia Kennedy, DJ Paul Speckmann sowie das Bandkollektiv School of Zuversicht, dem auch die Musikerin DJ Patex angehörte.
Meyers Kompositionen sind in verschiedenen deutschen Kinofilmen, z. B. in Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt und Fraktus sowie Fernsehserien wie Der Tatortreiniger zu hören. In Stromberg – Der Film, Stromberg – Wieder alles wie immer und Der Tatortreiniger ist er auch in kleinen Rollen als Schauspieler zu sehen.
Gemeinsam mit Jacques Palminger initiierte Carsten Meyer das Projekt Songs for Joy. Das Vorhaben, das sich dem Prinzip der musikalischen Spontaneität und Freude widmet, startete 2006 am Maxim Gorki Theater in Berlin. Dabei entstanden Stücke wie „Wann strahlst du?“ und „Kathrin und Lars“. Grundlage des Projekts waren eingereichte Texte, die von verschiedenen Musikerinnen, Musikern, Schauspielerinnen und Schauspielern zu Liedern verarbeitet wurden.
Es erschienen die Alben Songs for Joy (2007) und Songs for Joy 2 (2009)
Im Jahr 2024 luden das Deutsche Schauspielhaus Hamburg und das Projekt NEW HAMBURG Palminger und Meyer zu einer Neuauflage des Projekts auf der Veddel ein. Das Musik-Mitmachprojekt wurde in einer Kirche realisiert und bezog Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Stadt ein. Unterstützt wurden Palminger und Meyer von der Produzentin Peta Devlin, dem Gitarristen und Komponisten Christoph Dietermann sowie dem Schlagzeuger Mario Hänni.
Im Mai 2024 fanden im Schauspielhaus zwei Galaveranstaltungen mit über 50 Beteiligten statt, darunter Schauspielerinnen wie Angelika Richter, Julia Wieninger und Bettina Stucky sowie Musiker wie Hank Schmidt in der Beek, Albrecht Schrader und die Band Die Feigen Flittchen.
Das Doppelalbum Songs for Joy – Auf der Veddel ist im Mai 2025 erscheinen. Ein Dokumentarfilm über das Projekt hatte 2025 Premiere.
Von 2002 bis 2010 war Meyer als Keyboarder Teil der Funk- und Elektroband International Pony, zusammen mit DJ Koze (Turntables) und Cosmic DJ (Percussion, Gesang). Die Debütsingle „A New Bassline for José“ (2002) erreichte internationale Aufmerksamkeit und erschien auf dem Album „We Love Music“. Es folgten „Bass Is Boss“ (2004) und „Mit Dir sind wir vier“ (2006). Der Titel „Leaving Home“ diente bis 2009 als Erkennungsmelodie der ARTE-Sendung Durch die Nacht mit …. Weitere Stücke wie „Our House“ wurden vielfach neu aufgelegt und remixt.
Als Organist spielt Meyer in der Formation Hamburg Spinners gemeinsam mit Dennis Rux (Gitarre), David Nesselhauf (Bass) und Lucas Kochbeck (Schlagzeug). Die Band veröffentlicht instrumentale Funk-Stücke, die stilistisch an die späten 1960er-Jahre erinnern.
Gelegentlich tritt Meyer auch als Schlagzeuger auf, unter anderem bei der Band Ruhrpott Robots. Das Trio besteht aus Meyer, Josh Kaiser (Bass) und Bernd Wesseling (Gitarre, Gesang). Ursprünglich als Freizeitprojekt gegründet, spielte die Band bald bei kleineren Veranstaltungen. 2025 erscheint das Debütalbum Lass’ Knacken mit Titeln wie „Mathehausaufgaben“, „Tipptopp“ und „Schicht im Schacht“.
Meyer komponiert Musik für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Dazu gehören der Soundtrack der NDR-Serie Der Tatortreiniger (Regie: Arne Feldhusen) sowie die Filmmusik zur Mockumentary Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte (2012).
Für die Verfilmung von Sven Regeners Roman Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2017) schrieb er ebenfalls die Musik. Weitere Arbeiten entstanden für Produktionen wie Die Paten von St. Pauli (2021), Buba (2022, Regie: Arne Feldhusen), Die goldenen Jahre (2022, Regie: Barbara Kulcsar) und Das Manko (2026, Regie: Arne Feldhusen).
Darüber hinaus komponierte er für den Tatort und andere Fernsehformate Klangwelten und Titelmusiken.
Carsten Meyer arbeitete als Komponist und Theatermusiker an zahlreichen Bühnen in Deutschland und der Schweiz, darunter das Schauspielhaus Zürich, das Residenztheater München, das Schauspiel Hannover, das Thalia Theater Hamburg, das Schauspielhaus Hamburg, Kampnagel Hamburg und das Deutsche Theater Berlin. Er arbeitete unter anderem mit Herbert Fritsch, Stefan Pucher und Studio Braun zusammen.
Für das Haus der Kunst in München komponierte Meyer den Audioguide zur Retrospektive des britischen Künstlerduos Gilbert & George. Darüber hinaus schuf er Klanglandschaften für Hörspielproduktionen des WDR und des SWR.
| Chartplatzierungen Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||
| Alben | ||||||||||||||||||||||||
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| Personendaten | |
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| NAME | Meyer, Carsten |
| ALTERNATIVNAMEN | Erobique (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist, Musiker und Entertainer |
| GEBURTSDATUM | 11. Juli 1972 |
| GEBURTSORT | Saerbeck |