Erwin Rehling verbrachte seine Kindheit und Jugend in der ländlichen Umgebung Oberbayerns. Er besuchte das Gymnasium in Wasserburg am Inn und studierte Bayerische Geschichte an der Universität Regensburg.
Seit etwa 1975 ist Rehling als Künstler präsent. Seine Medien sind Theater, Film, Literatur, Mundart, Performance und Musik. Er spielte experimentelles Straßentheater mit Kontakten zu Jerzy Grotowskis Schule, und er arbeitete jahrzehntelang in der Freien Bayerischen Theaterszene.
Seine Musik macht Rehling mit Schlaginstrumenten, u.a. Trommeln, Marimba, Stein- und Glockenspiel. Mit Rhythmus und Klang vertont er Literatur, Theater und Film, auch live und improvisiert. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde er mit dem Trio Die Interpreten zu einem Wegbereiter der Neuen Volksmusik.
Anfang der 2000er-Jahre formierte er das Duo Hammerling mit dem Alphornspieler Fritz Moßhammer, das für einige Jahre zum Trio erweitert als die.hammerling auftrat (mit Michaela Dietl am Akkordeon).
Rehling und Kollegen lieferten die Musik zu Bertram Verhaags Filmen Aus Liebe zum Überleben (DE 2019) und Wurzeln des Überlebens (DE 2021).
Als Autor schreibt Rehling Lyrik und kurze Prosa in bairischem Dialekt. Als Schlagwerker ist er Bühnenpartner von befreundeten Autoren, u.a. von Bodo Hell 2021 am Irrsee und 2023 in Amerang.