| Etlingera | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Etlingera | ||||||||||||
| Giseke |
Etlingera ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Alpinioideae innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae), die zu den Einkeimblättrigen Pflanzen gehört. Die etwa 144 Arten sind vom subtropischen sowie tropischen Asien bis zu Inseln des südlichen Pazifik verbreitet. Viele Arten werden als Nahrungs-, Gewürz- und Heilpflanzen oder als Zierpflanzen vom Menschen genutzt.




Etlingera-Arten sind große, ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 8 Metern erreichen. Sie bilden kriechende, dicke Rhizome als Überdauerungsorgane. Es werden meist robuste „Pseudostämme“ aus meist vielen Laubblättern gebildet.
Im unteren Bereiche des „Pseudostammes“ befinden sich relativ lange Blattscheiden. Die Blatthäutchen (Ligulae) sind einfach oder zweilappig. Die großen Laubblätter gliedern sich in Blattstiele und lanzettliche Blattspreiten.
Direkt aus dem Rhizom entwickelt sich ein kurzer bis sehr langer Blütenstandsschaft. Über vielen, oft auffälligen, Hüllblättern stehen in einem endständigen, ährigen oder kopfigen Blütenstand auf einem flachen Blütenstandsboden in drei bis vier konzentrischen Kreisen über jeweils einem Tragblatt ein lang röhriges Deckblatt mit jeweils einer Blüte.
Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig mit doppelten Perianth. Die Blütenfarben reichen von gelb bis rot. Die drei häutigen Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die drei Kronblätter sind röhrig verwachsen mit Kronlappen, die viel kürzer sind als die Kronröhre. Die Krone ist mindestens so lang wie der Kelch. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen kurzen, sehr breiten Staubfaden und ist insgesamt kürzer als das Labellum. Der nach vorne gebeugte Staubbeutel besitzt keine Anhängsel. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgebildet und mindestens eines oder drei fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises und das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlen. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Das zungenförmige Labellum besitzt drei Lappen, die viel länger sind als die Kronlappen. Der mittlere Labellumlappen ist auffällig gefärbt und die beiden seitlichen sind an ihrer Basis über dem fertilen Staubblatt gefaltet. Die Basis des Labellum ist mit dem Staubfaden röhrig verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen mit vielen Samenanlagen in jeder Fruchtknotenkammer.
Die Früchte stehen in einer kugeligen oder länglichen Sammelfrucht (Synkarp) zusammen. Die kugeligen bis eiförmigen, fleischigen Kapselfrüchte besitzen eine glatte Oberfläche, mit longitudinalen Rillen oder Reihen von stumpfen Warzen und enthalten viele Samen in jedem der drei Fruchtfächer. Die Samen besitzen einen Arillus.
Die Chromosomenzahlen betragen 2n = 48.
Die Gattung Etlingera gehört zur Tribus Alpinieae in der Unterfamilie der Alpinioideae innerhalb der Familie der Zingiberaceae.
Die Gattung Etlingera wurde 1792 durch Paul Dietrich Giseke in Praelectiones in ordines naturales plantarum ad, 202, 209 erstveröffentlicht. Der Gattungsname Etlingera ehrt den Botaniker Andreas Ernst Etlinger (1756–1785). Typusart ist Etlingera littoralis (J.König) Giseke. Synonyme für Etlingera Giseke sind: Achasma Griff., Bojeria Raf., Diracodes Blume nom. rej., Geanthus Reinw. nom. illeg., Nicolaia Horan., Phaeomeria Lindl. ex K.Schum.
Das Hauptverbreitungsgebiet ist Indonesien. Etlingera-Arten kommen vom Himalaja über Indien, China und Thailand bis Indonesien, Malaysia und das nördliche Australien (Queensland) vor. Auf Borneo gibt es etwa 42 Arten.
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Es gibt Arten, aus denen Nahrungsmittel oder Gewürze gewonnen werden. Einige Arten liefern Ausgangsstoffe für die pharmazeutische Industrie. Viele Etlingera-Arten werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Viele Arten und deren Sorten werden als Zierpflanzen für tropische Parks, Gärten und als Schnittblume verwendet.