



Eugen Napoleon Neureuther (* 13. Januar 1806 in München; † 23. März 1882 ebenda) war ein deutscher Maler, Zeichner und Radierer.
Eugen Neureuther wurde als Sohn des Malers Ludwig Neureuther (1775–1830) geboren. Sein jüngerer Bruder Gottfried Neureuther wurde Architekt. Ludwig Neureuthers direkte Nachfahren sind der Skirennfahrer Christian Neureuther (* 1949) und dessen Kinder Ameli Neureuther (* 1981) und Felix Neureuther (* 1984).
Am 26. August 1834 heiratete er in München Josepha Sophia Cramer, Tochter des Hofmusikers Franz Seraph Cramer und von Sophie Henriette Klotz aus der Künstlerfamilie Matthias Klotz.
Eugen Napoleon Neureuther besuchte ab 1823 die Münchner Akademie, wo er Schüler Wilhelm von Kobells war. 1830 hielt er sich in Paris, 1838 in Rom auf. Peter von Cornelius übertrug ihm Dekorationsarbeiten in der Glyptothek in München. 1848 wurde er Leiter des künstlerischen Teils der königlichen Porzellanmanufaktur Nymphenburg, wo er bis zum Verkauf des Betriebes 1856 blieb. 1868 bis 1877 war er Professor an der königlichen Kunstgewerbeschule.
Eugen Neureuther starb 1882 im Alter von 76 Jahren in München.

Die Grabstätte von Eugen Neureuther befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 25 – Reihe 8 – Platz 35, Standort).
Neureuther war vornehmlich als Illustrator tätig, schuf Arabesken zu Literatur und Dichtungen. Seinen Ruf begründete er durch Randzeichnungen zu Goethes Balladen und Romanzen. Weiter schuf er dekorative Wandmalereien und trat auch als Maler von Tafelwerken in Erscheinung.
nach Erscheinungsjahr geordnet
Ferner illustrierte Neureuther einzelne Gedichte von Goethe, Joseph Christian von Zedlitz’ Waldfräulein und von Nikolaus Becker das Rheinlied.
In der Sammlung Schack in München befinden sich Ölbilder von Neureuther.
Neureuther war weiter umfassend im Bereich des Kunstgewerbes tätig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neureuther, Eugen Napoleon |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Zeichner und Radierer |
| GEBURTSDATUM | 13. Januar 1806 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 23. März 1882 |
| STERBEORT | München |