
Eugen Immanuel Sapper (* 22. März 1858 in Heidenheim an der Brenz; † 12. August 1912 in Badenweiler) war ein deutscher Chemiker.
Eugen Sapper wurde als Sohn von August David Sapper und Rosine Judith Kutter geboren. Er studierte Chemie und trat nach dem Studium in die BASF ein. Sein größter Erfolg war die Entdeckung der katalytischen Oxidation des bei der Teerfarbstoffindustrie in großen Mengen anfallenden Naphthalins mit Oleum unter Zusatz von Quecksilbersulfat zu Phthalsäure. Die so gewonnene Phthalsäure war der Grundstoff für die Herstellung von Indigo über Anthranilsäure. Ab 1897 wurde synthetischer Indigo großtechnisch hergestellt und vermarktet.
Ende der 1880er Jahre leitete Sapper kurzzeitig die „Amsterdamsche Chininefabrick“.
Eugen Sapper war verheiratet mit Luise Euler (1866–1923) verheiratet; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
Er verstarb am 12. August 1912 im Alter von 54 Jahren in Badenweiler. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Garmisch in einem Familiengrab, in dem auch seine Ehefrau sowie sein jüngerer Bruder Karl Sapper mit dessen Ehefrau und weiteren Angehörigen ruhen; das Grab ist bis heute erhalten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sapper, Eugen |
| ALTERNATIVNAMEN | Sapper, Eugen Immanuel (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker |
| GEBURTSDATUM | 22. März 1858 |
| GEBURTSORT | Heidenheim an der Brenz |
| STERBEDATUM | 12. August 1912 |
| STERBEORT | Badenweiler |