| Gefleckter Wasserdost | ||||||||||||
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Gefleckter Wasserdost (Eutrochium maculatum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Eutrochium maculatum | ||||||||||||
| (L.) E.E.Lamont |
Der Gefleckte Wasserdost (Eutrochium maculatum, Syn.: Eupatorium maculatum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wasserdost (Eutrochium) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er kommt in den kalten bis gemäßigten Regionen Nordamerikas vor und wird gelegentlich als Zierpflanze verwendet.




Der Gefleckte Wasserdost ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 200 Zentimetern erreicht. Ihr faseriges Wurzelsystem ist rhizomartig und bildet häufig kleine, klonale Kolonien aus. Die straff aufrechten, massiven Stängel sind meist violett gefleckt, selten blaugrün und manchmal einheitlich violett. Sie sind im unteren Bereich kahl bis dicht kurz behaart, im oberen Bereich drüsig behaart und stark verzweigt.
An den Knoten sind 4 bis 5 (selten 6) Laubblätter quirlig angeordnet. Die kurzen Blattstiele sind kahl oder kurz behaart. Die 8 bis 23 (selten bis 30) Zentimeter lange und 2 bis 7 (selten bis 9) Zentimeter breite, lanzettliche oder bis eiförmige Blattspreite ist fiedernervig. Ihre Basis ist abrupt oder allmählich verschmälert, ihr Rand ist scharf und ungleich gesägt oder doppelt gesägt. Die Blattunterseite ist drüsig punktiert und dicht behaart bis fast kahl. Die Oberseite ist spärlich behaart oder kahl.
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der flache Gesamtblütenstand setzt sich aus schirmförmigen, rispigen Teilblütenständen zusammen. Die bis zu 9 Millimeter langen und bis zu 7 Millimeter breiten Hüllblätter sind meist violett. Die Blütenkörbchen enthalten 9 bis 30 Röhrenblüten mit purpurfarbenen bis blass-violetten, bis zu 7,5 Millimeter langen Kronblättern. Jede Röhrenblüte besitzt einen deutlich geteilten, weißen Griffel. Die fünfrippigen, 3 bis 5 Millimeter langen Achänen besitzen graubraune Pappusborsten und werden vom Wind verbreitet.
Die Chromosomengrundzahl ist x = 10; es liegt Diploidie vor mit der Chromosomenzahl 2n = 20.
Der Gefleckte Wasserdost ist in den kalten bis gemäßigten Regionen Nordamerikas verbreitet. Er kommt in den kanadischen Provinzen British Columbia bis Québec und Neufundland, in den Rocky Mountains sowie in den nördlichen und zentralen US-Bundesstaaten vor. Die Südgrenze seines Verbreitungsgebiets verläuft von Arizona und New Mexico über Kansas bis North Carolina. Darüber hinaus gibt es neophytische Vorkommen im Westsibirischen Tiefland.
Besiedelt werden vollsonnige bis halbschattige, feuchte Fluss- und Kanalufer, Feuchtwiesen, Sickerwasserstellen, Moore sowie die Ränder von Sümpfen und Auwäldern auf nährstoff- und kalkreichen Böden bis in Höhenlagen von 2500 Metern.
Die Erstveröffentlichung unter dem Namen Eupatorium maculatum L. erfolgte im Jahr 1755 durch Carl von Linné in Centuria Plantarum, Band 1, S. 27. Im Jahr 2004 wurde die Art durch Eric E. Lamont unter dem Namen Eutrochium maculatum (L.) E.E.Lamont neu in die biologische Systematik eingeordnet. Das Artepitheton maculatum bedeutet „befleckt“ oder „gefleckt“ und bezieht sich hier auf die purpurn gefleckten Stängel der Pflanze. Synonyme von Eutrochium maculatum (L.) E.E.Lamont sind Eupatorium maculatum L., Eupatoriadelphus maculatus (L.) R.M.King & H.Rob., Eupatorium purpureum subsp. maculatum (L.) Á.Löve & D.Löve und Eupatorium purpureum var. maculatum (L.) Voss.
Der Gefleckte Wasserdost weist die größte geografische Verbreitung und die größte morphologische Variabilität unter den Arten der Gattung Eutrochium auf. Die drei folgenden, anerkannten Varietäten zeigen morphologische Übergänge, wo sich ihre Verbreitungsgebiete überschneiden:
Der Gefleckte Wasserdost wird gelegentlich als Zierpflanze verwendet und eignet sich besonders für Naturgärten und Teichränder. Er kann als dekorative Wildstaude im Uferröhricht oder in frischen bis feuchten, sonnigen Staudenrabatten zusammen mit anderen Hochstauden gepflanzt werden. Auch als Solitärstaude in Verbindung mit architektonischen Elementen und Formschnitten oder in repräsentativen, weitläufigen Staudenanlagen und Bauerngärten lässt er sich wirkungsvoll einsetzen.
Bevorzugt wird ein vollsonniger Standort auf dauerhaft feuchtem, humos-lehmigen, kalkhaltigen Boden. Der Gefleckte Wasserdost gilt als robust und sehr winterhart bis −34 °C (Zone 4). Im Handel wird er meist noch unter seinem alten Namen Eupatorium maculatum angeboten. Neben der Wildart sind einige Sorten erhältlich. Die oft als Gefleckter Wasserdost angebotene Sorte ‘Atropurpureum’ ist allerdings eher dem Röhrigen Wasserdost zuzuordnen.