Die Schönulmen (Euptelea) sind die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Schönulmengewächse (Eupteleaceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Es gibt nur zwei Arten, die in Asien vorkommen.
Schönulmen-Arten sind sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Rinde der Zweige ist glatt.
Die spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind fiedernervig und am Rand spitzig gesägt. Nebenblätter sind keine vorhanden.
Generative Merkmale
Die unscheinbaren Blüten werden im Frühjahr vor dem Laubaustrieb zu sechst bis zwölft in Blütenständen gebildet. Die Blüten sind zwittrig und reduziert (windbestäubt). Es sind keine Blütenhüllblätter vorhanden. In jeder Blüte gibt es 6 bis 19 Staubblätter mit langen, bespitzten Antheren und 8 bis 31 freie, kurze, oberständige und gestielte Fruchtblätter mit sitzenden Narben.
In einem Fruchtstand stehen einzelne oder meist einige gestielte, ein- bis mehrsamige Flügelnüsse (Samara) in einer Sammelfrucht zusammen. Es ist reichlich ölhaltiges Endosperm vorhanden. Der Embryo ist relativ klein.
Die Gattung Euptelea wurde 1840 durch Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini in Flora Japonica, Sectio Prima, Seite 133–134 aufgestellt. Typusart ist Euptelea polyandraSiebold & Zucc.
Die Familie Eupteleaceae wurde 1910 durch Karl Wilhelm in Samenpflanzen, Seite 17 aufgestellt. Die Familie Eupteleaceae K.Wilh. nom. cons. gehört zur Ordnung Ranunculales.
Es gibt nur zwei Arten in der Gattung Schönulmen (Euptelea):
Franchets Schönulme (Euptelea pleiospermaHook.f. & Thomson, Syn.: Euptelea davidianaBaillon, Euptelea delavayiTieghem, Euptelea franchetiiTieghem, Euptelea minorChing): Es gibt Fundortangaben für das nordöstliche Indien, Assam, Bhutan, südöstliche Tibet und die den chinesischen Provinzen südliches Anhui, südliches Gansu, Guizhou, südwestliches Hebei, westliches Henan, Hubei, Hunan, östliches Jiangxi, südliches Shaanxi, südliches Shanxi, Sichuan, nördliches und östliches Yunnan sowie nordwestliches Zhejiang. Das Zentrum der Verbreitung sind Gebiete die an die Ostgrenze des Qinghai-Tibetischen Plateau und Hengduan-Berge grenzen und südwärts bis zum Sichuan Basin sowie Yungui Plateau reichen. Es gibt isolierte Fundorte im zentralen sowie östlichen China und im nordöstlichen Indien und Assam. Sie gedeiht in Höhenlagen von 700 bis 3600 Metern.
Die Vielmännige Schönulme (Euptelea polyandra) hat viele Staubblätter (Name!). Dieser Baum erreicht 6 bis 8 Meter Wuchshöhe. Er hat frischgrüne Blätter, manchmal rosa überhaucht an der Blattspitze; sie färben sich schön gelb und rot im Herbst. Eine besonders gute Wirkung als Ziergehölz hat diese Art als Solitärpflanze.
Die Blätter werden in China mit Öl und Salz gegessen.
Ya-Nan Cao, Hans Peter Comes, Shota Sakaguchi, Lu-Yao Chen, Ying-Xiong Qiu: Evolution of East Asia’s Arcto-Tertiary relict Euptelea (Eupteleaceae) shaped by Late Neogene vicariance and Quaternary climate change. In: BMC Evolutionary Biology, Band 16, Artikelnummer 66, 2016. doi:10.1186/s12862-016-0636-x
Hideaki Ōba: Eupteleaceae. S. 256. In: Kunio Iwatsuki, David E Boufford, Hideaki Ōba (Hrsg.): Flora of Japan, Volume IIb, Tokyo: Kodansha, 2001.
Einzelnachweise
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Ya-Nan Cao, Hans Peter Comes, Shota Sakaguchi, Lu-Yao Chen, Ying-Xiong Qiu: Evolution of East Asia’s Arcto-Tertiary relict Euptelea (Eupteleaceae) shaped by Late Neogene vicariance and Quaternary climate change. In: BMC Evolutionary Biology, Band 16, Artikelnummer 66, März 2016. doi:10.1186/s12862-016-0636-x