| Eurobanknoten | |
|---|---|
Zweite Serie der Eurobanknoten | |
| Staat: |
assoziierte Euronutzer: (ohne Ausgabe „passive“ Euronutzer: |
| Unterteilung: | 100 Cent |
| ISO-4217-Code: | EUR |
| Abkürzung: | € / EUR |
| Wechselkurs: (23. Oktober 2026) |
1 EUR = 0,9227 CHF |
Die Eurobanknoten bilden zusammen mit den Euromünzen das Bargeld des Euro. Die Eurobanknoten wurden am ersten Geltungstag, dem 1. Januar 2002, in Umlauf gebracht, während die Euromünzen in „Starterkits“ einige Tage zuvor ausgegeben wurden. Die Währung selbst wurde am 1. Januar 1999 zunächst nur als Buchgeld eingeführt. Von den Eurobanknoten gibt es bisher zwei Serien. Bei der ersten Serie gibt es sieben Nennwerte, bei der zweiten nur sechs. Diese zweite Serie wurde von 2013 bis 2019 in Umlauf gebracht. Eine dritte, erstmals von Grund auf neu gestaltete Serie, ist seit 2024 in Vorbereitung.

Die Präsidenten der Zentralbanken in der Europäischen Gemeinschaft richteten im Mai 1992 eine Arbeitsgruppe für den Druck und die Ausgabe einer europäischen Banknote ein, um die damit verbundenen technischen und logistischen Probleme zu untersuchen und zu lösen.
Am 15. November 1994 legte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung der neuen Banknoten fest: 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 ECU. Erst über ein Jahr später wurde in Madrid der Name „Euro“ für die neue Währung vom Europäischen Rat festgelegt.
Der Gestaltungswettbewerb, an dem die von den nationalen Zentralbanken nominierten Grafiker und Designer-Teams teilnahmen, lief vom 12. Februar bis zum 13. September 1996. Die Dänische Nationalbank beteiligte sich nicht am Wettbewerb.
In den Jahren 1995/1996 wurden die Vorgaben für den Wettbewerb erarbeitet. So wurden unter anderem die beiden Themen „Zeitalter und Stile in Europa“ und „abstraktes/modernes Design“ festgelegt. Des Weiteren sollten die Währungsbezeichnung und die Abkürzungen der ausgebenden Stelle die einzigen Wörter auf den Banknoten sein. Weitere wichtige Rahmenbedingungen bei der Gestaltung waren, dass die Geldscheine eindeutig „als Europäische Banknoten erkennbar sein sollten und eine kulturelle und politische Aussage enthalten, die alle Europäer anspricht“. Zudem mussten alle Entwürfe „die Gleichstellung von Mann und Frau berücksichtigen und jede Art nationaler Voreingenommenheit vermeiden“. Vorgegeben waren u. a. auch die Größe der einzelnen Banknote und deren Grundfarben, die Epochen für das Thema „Zeitalter und Stile“ und die zwölf Sterne der EU, die auf der Vorderseite abgebildet sein mussten. Auf der Rückseite war die Nutzung der Sterne optional.
Am 26./27. September 1996 wählte ein Expertengremium zu beiden Themen die jeweils fünf besten Entwürfe aus. Es folgte eine Umfrage unter knapp 2000 EU-Bürgern, bevor der Rat des EWI die von Robert Kalina gestalteten Entwürfe als Gewinner bestimmte. Zur Begründung heißt es: „weil sie historische Entwicklungen in den Bereichen Technik, Kunst und Kommunikation in einer harmonischen Darstellung vereinen; sie stehen stellvertretend für den Beginn eines neuen Europa mit einem gemeinsamen kulturellen Erbe und der Vision einer gemeinsamen Zukunft im neuen Jahrtausend“. Die auf der Vorderseite der Banknoten abgebildeten Tore und Fenster symbolisieren „den Geist der Offenheit und der Zusammenarbeit“. Die auf den Rückseiten abgebildeten Brücken symbolisieren die „Verbundenheit zwischen den Völkern Europas und zwischen Europa und der übrigen Welt“.
Die Scheine zeigen fiktive Motive der europäischen Architektur, jeweils aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen. Es wurde bewusst darauf verzichtet, reale Personen oder Bauwerke darzustellen, um zu vermeiden, dass sich – auch unabsichtlich – einzelne Eurostaaten bevorzugt oder benachteiligt fühlen.
Die erstmalige Präsentation der Entwürfe erfolgte am 13. Dezember 1996 auf Pressekonferenzen in Dublin und Frankfurt. Am 30. August 2001 stellte Wim Duisenberg, der damalige Präsident der EZB, in Frankfurt das endgültige Erscheinungsbild der Eurobanknoten vor.
Schon vor Einführung des Euro gab es Diskussionen um kleinere Nennwerte. Insbesondere Italien hatte sich für einen Ein-Euro-Schein starkgemacht. Im Oktober 2003 kam es zu einem neuerlichen Vorstoß des italienischen Finanzministers Giulio Tremonti, der durch seinen österreichischen Amtskollegen Karl-Heinz Grasser unterstützt wurde. Der Gedanke war, die Menge der umlaufenden Münzen zu verringern und die Inflation zu senken, da viele Menschen den Wert von Gütern als zu gering einschätzen würden, solange sie mit Münzen bezahlen. Die Europäische Zentralbank, die allein über die Stückelung der Banknoten entscheidet, hatte im November 2004 nach Auswertung einer Studie beschlossen, keine Ein-Euro-Banknote auszugeben. Die Forderung nach einer Banknote im Wert von zwei Euro wurde nach dieser Entscheidung nicht weiterverfolgt. Im Mai 2012 wurde erneut ein Vorstoß unternommen, die Einführung durch die Zentralbank prüfen zu lassen. Die Überlegung kam im Rahmen der Diskussion über die Abschaffung von 1- und 2-Cent-Münzen auf.
Am 4. Mai 2016 beschloss der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), bei der zweiten Serie keine 500-Euro-Banknoten mehr herauszugeben und die Ausgabe der 500-Euro-Scheine der ersten Serie zu beenden. Die Ausgabe der 500-Euro-Scheine durch die nationalen Notenbanken endete in Deutschland und Österreich am 26. April 2019, in den anderen Euroländern bereits am 26. Januar 2019. Die noch im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine bleiben aber, wie auch die anderen Scheine der ersten Serie, als Zahlungsmittel weiterhin gültig und sind unbegrenzt umtauschbar.
Im April 2013 wurden Überlegungen um die Abschaffung des größten Euro-Geldscheines, der 500-Euro-Banknote, laut. Der Analyst der Bank of America, Athanasios Vamvakidis, schrieb, dass diese Banknoten oft zum „Matratzen-Geld“ würden. Eine Untersuchung der EZB besagt, dass nur etwa 30 % der umlaufenden 500-Euro-Banknoten für Zahlungen genutzt werden und eine weitere Studie der britischen Regierung geht davon aus, dass 90 % der im Land gehandhabten Scheine dieses Nominalwerts in den Händen des organisierten Verbrechens seien. Der ehemalige EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio bestätigte in Brüssel, dass die Abschaffung sicherlich eine Diskussion wert sei.
Im Februar 2016 kam die Debatte um die Abschaffung wieder auf. Der Rat der EZB beauftragte den Banknotenausschuss, technische Details für einen möglichen Einzug des 500ers zu klären. EZB-Chef Mario Draghi argumentierte, dass der 500-Euro-Schein zunehmend für kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche verwendet werde. Am 4. Mai 2016 beschloss der aus sechs Direktoriumsmitgliedern und den Notenbankchefs der 19 Euro-Länder bestehende EZB-Rat, gegen die Stimmen von Deutschland, Österreich und Estland die Abschaffung dieser Banknote. Viele Kritiker dieses Vorgehens meinen, dass dadurch die Kriminalität nicht eingeschränkt werden könne und andere Gründe wie die leichtere Einführung von Negativzinsen hinter dieser Entscheidung stünden. Es wird befürchtet, dass dies ein Schritt zur Abschaffung des Bargeldes sei. Seitens der EZB und nationaler Notenbanken wird dies dementiert. So habe sich der EZB-Rat klar für den Erhalt der 100- und 200-Euro-Banknoten ausgesprochen. Draghi äußerte aber im Februar 2016, dass auch die 200-Euro-Noten abgeschafft werden könnte. Im Kontrast hierzu gibt die Schweiz, wo ähnliches diskutiert wurde, weiterhin 1000-Franken-Noten (ca. 1080 €) aus, mit dem Argument, Banknoten mit einem hohen Nominalwert seien kein besonderes Risiko; der Meldestelle für Geldwäscherei seien keine Verdachtsfälle gemeldet worden, bei denen die Verwendung von 1000-Franken Noten relevant gewesen wäre.
Es wurden zwar seit 2014 keine 500-Euro-Noten mehr gedruckt, aber noch bis zum 26. Januar 2019 von den nationalen Zentralbanken des Eurosystems ausgegeben. Im Dezember 2018 gaben sowohl die Deutsche Bundesbank als auch die Oesterreichische Nationalbank bekannt, die Frist zur Ausgabe von 500-Euro-Noten bis zum 26. April 2019 zu verlängern, weil diese beiden Notenbanken die meisten 500-Euro-Scheine in Umlauf bringen. Auch nach Ende der Ausgabe durch die Notenbanken können Geschäftsbanken und andere Bargelddienstleister wie Wechselstuben und Handelspartner bestehende 500-Euro-Banknoten weiterhin wieder in Umlauf bringen.
Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann versicherte, die 500-Euro-Banknote werde „immer und ewig“ gültig bleiben. Die Oesterreichische Nationalbank gab hingegen bekannt, die 500-Euro-Banknote werde ihre Gültigkeit im Zahlungsverkehr – zusammen mit den anderen Banknoten der ersten Serie – an einem von der Europäischen Zentralbank noch festzulegenden Termin verlieren. Bei den Notenbanken könne sie zeitlich unbegrenzt eingetauscht werden.
Nach Angaben der Europäischen Zentralbank waren im Juli 2022 circa 29,1 Mrd. Eurobanknoten mit einem Gesamtwert von 1,601 Billionen Euro im Umlauf. Häufigste Banknote ist die zu 50 Euro; auch wertmäßig entfällt auf sie mit 44,3 % des im Umlauf befindlichen Wertes der größte Anteil. Knapp die Hälfte des Werts des Bargeldumlaufs machen die 100-, die 200- und die 500-Euro-Noten aus, obwohl sie nur 17,9 % der Umlaufmenge ergeben. Seit dem Stop der Wiederausgabe von 500-Euro-Noten im Januar 2019 hat sich die Umlaufmenge um ca. 31 % reduziert und der Anteil am Umlaufwert nahezu halbiert. Zur Kompensation hat sich die Menge der umlaufenden 200-Euro-Noten mehr als verdoppelt und die Menge der 100-Euro-Noten um 27 % erhöht.
| Nennwert | Umlaufmenge in Mio. Stück | Anteil (Anzahl) | Umlaufwert | Anteil (Wert) |
|---|---|---|---|---|
| 5 Euro | 2.064 | 7,1 % | 10,3 Mrd. € | 0,6 % |
| 10 Euro | 2.927 | 10,1 % | 29,3 Mrd. € | 1,8 % |
| 20 Euro | 4.742 | 16,3 % | 94,8 Mrd. € | 5,9 % |
| 50 Euro | 14.170 | 48,7 % | 708,5 Mrd. € | 44,3 % |
| 100 Euro | 3.892 | 13,4 % | 389,2 Mrd. € | 24,3 % |
| 200 Euro | 967 | 3,3 % | 193,4 Mrd. € | 12,1 % |
| 500 Euro | 350 | 1,2 % | 175,2 Mrd. € | 10,9 % |
| Gesamt | 29.114 | 100,0 % | 1600,8 Mrd. € | 100,0 % |
(Stand 31. Juli 2022)
Die Euromünzen machten im Juli 2022 mit 32,096 Mrd. Euro wertmäßig knapp 2,0 % des gesamten Bargeldumlaufs (aus Noten und Münzen) von 1.633 Mrd. Euro aus und umfassten eine Menge von 143,8 Mrd. Münzen, rein statistisch ca. 420 Euro-Münzen pro Einwohner der Eurozone. Davon betrug der Anteil der 1-Cent-Münzen 38,6 Mrd. Stück bzw. 26,8 %.
Möchte ein Bargeldakteur, also ein Kreditinstitut oder ein Wertdienstleister, Bargeld ohne Beteiligung der zuständigen nationalen Zentralbank (in Deutschland die Deutsche Bundesbank und in Österreich die Oesterreichische Nationalbank) nach einer Einzahlung wieder zurück in den Umlauf geben (Recycling), so ist er dazu verpflichtet, die Umlauffähigkeit und die Echtheit der Noten (siehe Banknotenbearbeitung) und Münzen zu überprüfen.
Die Euro-Banknoten der ersten Serie wurden nach einem EU-weiten Wettbewerb von dem Österreicher Robert Kalina gestaltet. Ihre Motive symbolisieren die europäische Verbindung abstrakt in Form von Bauwerken: Die Vorderseiten zeigen Fenster und Tore, während die Rückseiten Brücken darstellen. Alle Bauwerke sind dabei fiktive Illustrationen verschiedener Epochen der europäischen Kunstgeschichte. Umfangreiche Sicherheitsmerkmale – darunter Spezialpapier, Wasserzeichen, Sicherheitsfäden, Kinegramme und maschinenlesbare Elemente – schützen die Noten vor Fälschungen. Individuelle Seriennummern und Plattencodes ermöglichen eine eindeutige Rückverfolgung.
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Farbe | Baustil(e) Periode |
Format * Gewicht * |
Position des Plattencodes |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 5 Euro | Grau | Klassik (Antike) Vor dem 11. Jahrhundert |
120 mm × 62 mm 0,68 g |
linker Bildrand | ||
| 10 Euro | Rot | Romanik 11.–12. Jahrhundert |
127 mm × 67 mm 0,72 g |
8-Uhr-Stern | ||
| 20 Euro | Blau | Gotik 13.–14. Jahrhundert |
133 mm × 72 mm 0,81 g |
9-Uhr-Stern | ||
| 50 Euro | Orange | Renaissance 15.–16. Jahrhundert |
140 mm × 77 mm 0,92 g |
rechter Bildrand | ||
| 100 Euro | Grün | Barock und Rokoko 17.–18. Jahrhundert |
147 mm × 82 mm 1,02 g |
rechts vom 9-Uhr-Stern | ||
| 200 Euro | Gelblich-braun | Eisen- und Glasarchitektur 19. Jahrhundert |
153 mm × 82 mm 1,07 g |
rechts vom 8-Uhr-Stern | ||
| 500 Euro | Lila | Moderne Architektur 20.–21. Jahrhundert |
160 mm × 82 mm 1,12 g |
9-Uhr-Stern |
Allen Noten gemeinsam sind die europäische Flagge, die Abkürzung der Europäischen Zentralbank in den verschiedenen Arbeitssprachen der EU im Jahr 2002, die Jahreszahl der Erstausgabe (2002), die Unterschrift des amtierenden EZB-Präsidenten, eine Europakarte (inklusive der französischen Überseedépartements) auf der Rückseite, beidseitig der Name „Euro“ in lateinischen („EURO“) und griechischen Buchstaben („ΕΥΡΩ“) der Schriftart Frutiger. Da am 1. November 2003 Wim Duisenberg seinen Präsidentenposten an Jean-Claude Trichet abgab, wechselte auf den nachfolgend gedruckten Scheinen auch die Unterschrift, aber nicht die Jahreszahl 2002. Banknoten mit der Unterschrift von Mario Draghi kamen im März 2012 erstmals in Umlauf. Banknoten mit Unterschrift Christine Lagardes kamen erstmals 2020 in Umlauf.
2003 begann die Entwicklung einer zweiten Generation (Kurzbezeichnung ES2) von Eurobanknoten. Zunächst wurden geeignete Sicherheitsmerkmale aus rund 200 auf dem Markt befindlichen Echtheitsbeweisen festgelegt. Am 9. November 2012 gab die Europäische Zentralbank in einer Mitteilung des Präsidenten Draghi bekannt, dass ab dem Jahr 2013 eine neue Banknotenserie, die so genannte „Europa-Serie“ eingeführt werde. Am 10. Januar 2013 wurden die neuen Fünf-Euro-Banknoten präsentiert, sie sind seit dem 2. Mai 2013 in Umlauf. Die neue 10-Euro-Banknote folgte am 13. Januar 2014; in den Zahlungsverkehr gelangte sie am 23. September 2014. Die neue 20-Euro-Banknote wurde am 24. Februar 2015 erstmals gezeigt und am 25. November 2015 eingeführt. Die neue 50-Euro-Banknote wurde am 5. Juli 2016 vorgestellt und am 4. April 2017 eingeführt. Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten wurden beide am 17. September 2018 vorgestellt und am 28. Mai 2019 eingeführt. Die zweite Serie der Eurobanknoten sollte ursprünglich, auch einen 500 €-Schein umfassen. Da jedoch am 4. Mai 2016 die Abschaffung der 500-Euro-Banknote beschlossen wurde, entfiel dessen Neugestaltung. Bei der zweiten Serie wurde versucht, ein paar Schwächen der ersten auszugleichen. Die Scheine wurden farbiger gemacht, damit sie freundlicher wirken, die Stahlstichelemente haben mehr Tiefe, die Guillochen sind nun dominanter zu erkennen. Außerdem wurden neue und verbesserte Sicherheitsmerkmale eingeführt. Seit dem Beitritt Bulgariens zur EU wird die Währungsbezeichnung EURO neben der bisherigen Benennung in lateinischen und griechischen Buchstaben (ΕΥΡΩ) nun auch in der kyrillischen Schreibweise „ЕВРО“ aufgeführt; das kyrillische „В“ entspricht dem lateinischen V oder W, das „Р“ dem R.
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Farbe | Baustil(e) Periode |
Format Gewicht |
öffentliche Vorstellung | Erstausgabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5 Euro | Grau | Klassik (Antike) Vor dem 11. Jahrhundert |
120 mm × 62 mm 0,71 g |
10. Januar 2013 | 2. Mai 2013 | ||
| 10 Euro | Rot | Romanik 11.–12. Jahrhundert |
127 mm × 67 mm | 13. Januar 2014 | 23. September 2014 | ||
| 20 Euro | Blau | Gotik 13.–14. Jahrhundert |
133 mm × 72 mm | 24. Februar 2015 | 25. November 2015 | ||
| 50 Euro | Orange | Renaissance 15.–16. Jahrhundert |
140 mm × 77 mm | 5. Juli 2016 | 4. April 2017 | ||
| 100 Euro | Grün | Barock und Rokoko 17.–18. Jahrhundert |
147 mm × 77 mm | 17. September 2018 | 28. Mai 2019 | ||
| 200 Euro | Gelblich-braun | Eisen- und Glasarchitektur 19. Jahrhundert |
153 mm × 77 mm | 17. September 2018 | 28. Mai 2019 |
Der Plattencode befindet sich auf allen Euro-Banknoten rechts am oberen Bildrand. Eine Oberflächenbeschichtung der 5- und 10-Euro-Noten soll die Haltbarkeit der neuen Scheine gegenüber den alten erhöhen; dies führt zu einem leicht erhöhten Gewicht und geringfügig gestiegenen Produktionskosten. Seit dem Jahr 2021, von manchen Druckereien probeweise schon seit 2020, werden auch die 20-Euro-Noten mit Lack oberflächenbeschichtet. Wie im Oktober 2014 bekannt wurde, lassen sich auf dieser neu eingeführten Lackierung mit bisherigen Methoden kaum Fingerabdrücke nachweisen. Die Höhe der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten wurde auf 77 mm verkleinert und entspricht nun jener der 50 Euro-Banknote. Scheine mit der Unterschrift der 2019 zur EZB-Präsidentin gekürten Christine Lagarde sind seit der zweiten Jahreshälfte 2020 im Umlauf, tragen aber weiterhin die Jahreszahl der Erstausgabe. Gegenüber der ersten Euro-Serie wurden die vorhandenen Sicherheitsmerkmale verbessert und weiterentwickelt, jedoch wurde auf das Durchsichtsregister und den Wasserzeichen-Strichcode verzichtet. Im Gegensatz zur Vorgängerserie gibt es auf den Banknoten der Europa-Serie keinen Hinweis mehr auf die auftraggebende Zentralbank, nur noch die Druckerei ist gekennzeichnet.
Am 6. Dezember 2021 kündigte die EZB einen Prozess zur Neugestaltung an, eine Entscheidung wurde für das Jahr 2024 in Aussicht gestellt. Per Umfrage wurde von Dezember 2021 bis März 2022 nach möglichen Themen gesucht. Im Ergebnis der Befragung von rund 365.000 Personen wurden die Themen „Natur“, „Denkmäler und Wahrzeichen“, „Porträts“, „Europäische Werte“, „Wissenschaft und Fortschritt“ sowie „Kunst“ zur engeren Auswahl erklärt. Auf Basis dessen schlug der EZB-Rat wiederum sieben Themen vor: „Vögel: frei, widerstandsfähig, inspirierend“, „Europäische Kultur“, „Europäische Werte im Spiegel der Natur“, „Ihnen gehört die Zukunft“, „Hände: Gemeinsam bauen wir Europa“, „Unser Europa, wir selbst“ und „Flüsse: Wasser des Lebens in Europa“. Im Juli und August 2023 wurden daraus per Online-Umfrage die beliebtesten Themen ermittelt – Vögel, Europäische Kultur und Flüsse. Die EZB beschloss daraufhin im November 2023 die Themen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“ zur Gestaltung im Detail weiter zu bearbeiten. Im Januar 2025 war dieser Schritt abgeschlossen und die möglichen Motive wurden bekannt gegeben: Unter „Europäische Kultur“ soll die Vorderseite berühmte europäische Denker und Kulturschaffende zeigen (Maria Callas, Ludwig van Beethoven, Marie Curie, Miguel de Cervantes, Leonardo da Vinci und Bertha von Suttner). Die Rückseite soll eine dazu passende Illustration von alltäglichen Kulturszenen, wie Straßenfesten, Bibliotheken oder öffentlichen Plätzen enthalten. Unter „Flüsse und Vögel“ würde jeweils eine Vogelart (Mauerläufer, Eisvogel, Bienenfresser, Weißstorch, Säbelschnäbler und Basstölpel) in einem Flussmotiv dargestellt – von Bergquelle aufsteigend bis zur Mündung und dem Ozean. Die Rückseite wäre für die Gebäude der europäischen Institutionen reserviert. Auf Basis dieser Festlegung erfolgte 2025 ein europaweiter Designwettbewerb. Die zehn Vorschläge aus der Endauswahl konnten von Juli bis September 2026 in einer Online-Umfrage der EZB bewertet werden. Voraussichtlich gegen Jahresende wird der EZB-Rat final über die Gestaltung der neuen Serie entscheiden. Die Einführung der neuen Serie ist nach Abschluss der Festlegung der Sicherheitsmerkmale und weiteren Tests geplant.