Eusebius Schmidt

Eusebius Schmidt (* 26. November 1810 in Woldenberg, Neumark; † 26. Juni 1883 in Landsberg an der Warthe) war ein deutscher Pädagoge.

Leben

Durch Verschuldung seines Vaters, des alkoholkranken Woldenberger Predigers gleichen Namens, wurden die Kinder getrennt. Eusebius kam im Alter von zehn Jahren in das Waisenhaus des Klosters Neuzelle und konnte das diesem angeschlossene Lehrerseminar besuchen. Er heiratete die gleichfalls aus Woldenberg stammende Auguste Meyer, ging 1840 nach Berlin und wurde aufgrund seiner guten Zeugnisse bald darauf vom Französischen Konsistorium, dem Vorstand der hugenottischen Gemeinde in Berlin, als Erster Lehrer der Französischen Domschule, einer jeweils sechsklassigen Knaben- und einer Mädchenschule, angestellt. Deren Schulräume befanden sich, wie auch die drei Jahre darauf der Familie gestellte Dienstwohnung, im Französischen Dom am Gendarmenmarkt. Eusebius Schmidt wurde Leiter der Mädchenschule, die im zur Jägerstraße hin gelegenen Teil des Französischen Doms untergebracht war, verfasste mehrere bis heute viel beachtete pädagogische Schriften, freundete sich mit dem Berliner Stadtschulrat Heinrich Walter Bertram (46. Ehrenbürger Berlins) an und beriet diesen bei der Reform des Bildungswesens, insbesondere der Realschule.

Eusebius Schmidt war der Vater des Basler reformierten Theologen Professor Paul Wilhelm Schmidt und des Berliner Gymnasialprofessors Johannes Eusebius Samuel Schmidt (1841–1925) sowie Großvater des Bildhauers Professor Erich Schmidt-Kestner und des Schriftstellers Hans Schmidt-Kestner.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Karl Kehr: Geschichte der methodik des deutschen volksschulunterrichts, Bände 1-3, Seite 4, Ausgabe 2, E. F. Thienemann, 1889
Personendaten
NAME Schmidt, Eusebius
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pädagoge
GEBURTSDATUM 26. November 1810
GEBURTSORT Woldenberg, Neumark
STERBEDATUM 26. Juni 1883
STERBEORT Landsberg an der Warthe