Euthenics (im Deutschen auch selten Euthenik genannt) bezeichnet die Lehre von der Weiterentwicklung der Menschheit durch Verbesserungen der Umwelt. Im Rahmen der Euthenics-Forschung beachtete Umweltbedingungen sind vor allem Bildung, Ernährung, Wohnbedingungen und Seuchenprävention. Das Wort kam im 19. Jahrhundert auf und leitet sich ab vom altgriechischen euthenein „florieren“. Eine der ersten Wissenschaftlerinnen, die das Wort benutzten, war 1905 die amerikanische Ökologin Ellen Richards in ihrem Werk Cost of Shelter.

Die Bezeichnung „Euthenics“ wurde im 19. Jahrhundert vom griechischen Verb eutheneo, εὐθηνέω (eu, die Wurzel τίθημι tithemi, verursachen) und („prosperieren“ – Demosthenes. „Vigilant sein“ – Herodotus) abgeleitet.
Auch das griechische Wort Euthenia, Εὐθηνία. („guter Zustand des Körpers / Überfluss“) kommt als Wurzel in Frage.
Als Beispiele für Euthenics gelten der Flynn-Effekt (Zunahme der gemessenen Intelligenz) und die stetige Zunahme der Körpergröße in den Industrieländern seit Anfang des 20. Jahrhunderts.