Eva-Maria Horstick (geboren in Gescher) ist eine deutsche Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Dortmund. Ihr Werk umfasst Fotografie, Skulpturen, Künstliche Intelligenz, Non-Fungible Token, Installation und Performance.
Horstick fotografiert seit ihrem zehnten Lebensjahr. Von 2000 bis 2003 studierte sie Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund und beendete ihr Studium mit einer Diplomarbeit im Kosovo zum Thema Polizei und die Arbeit der UN. Aus diesen Arbeiten wurden drei Werke in einer Wanderausstellung von Terre des Femmes zwischen 2005 und 2016 präsentiert.
Horstick arbeitete vor ihrem Studium als Choreografin und Fotografin sowie Anfang der 1980er Jahre als Model für Modenschauen. Aus dieser Zeit stammte die Idee, Modenschauen als Theater mit Popmusik, Rockmusik sowie Oper und Tanz zu mixen. Ihre Shows wurden von 1986 bis 1997 in Nordrhein-Westfalen mit ihrer damaligen Show- und Modelcompany präsentiert.
Eva-Maria Horstick ist eine deutsche Fotografin und Konzeptkünstlerin, die sich seit über zwei Jahrzehnten mit den unsichtbaren Geschichten des Alltags, gesellschaftlichen Transformationen und der Beziehung zwischen Mensch, Raum und Zeit beschäftigt.
Seit 1999 fotografiert sie Baustellen und urbane Veränderungsprozesse weltweit. Dabei richtet sie ihren Blick nicht auf das Offensichtliche, sondern auf die Zwischenräume: auf Spuren menschlicher Arbeit, temporäre Zustände und Orte des Wandels, die oft unbeachtet bleiben. Ihre Fotografien machen sichtbar, was im Alltag übersehen wird – die Poesie des Vorübergehenden.
Aus ihrer langjährigen Auseinandersetzung mit Mode, Inszenierung und gesellschaftlichen Bildern entwickelte sie eine eigenständige künstlerische Sprache zwischen Fotografie, Performance und Rauminstallation. Nach 13 Jahren Tätigkeit im Bereich Mode und der Organisation eigener Fashion-Shows als Showtheater verlagerte sie ihren Fokus vollständig auf die freie Kunst. Die Verbindung von Körper, Kleidung, Identität und gesellschaftlichen Fragen prägt bis heute ihre Arbeiten.
Ein zentraler Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist u. a. die kritische Auseinandersetzung mit Fast Fashion und dem Konsumverhalten unserer Zeit. In fotografischen Inszenierungen verbindet sie Mode, Architektur und persönliche Identität zu visuellen Erzählungen über Nachhaltigkeit, Vergänglichkeit und Verantwortung.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Beobachtung und konzeptueller Fotografie. Sie versteht Fotografie als ein Medium, das nicht nur abbildet, sondern Fragen stellt: Was bleibt sichtbar? Was verschwindet? Welche Geschichten tragen Orte, Materialien und Menschen in sich?
Internationale Erfahrungen und Reisen – unter anderem nach New York, Israel und verschiedene europäische Länder – erweiterten ihren künstlerischen Blick und vertieften ihr Interesse an kulturellen Räumen, Begegnungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Eva-Maria Horsticks Arbeiten verbinden dokumentarische Präzision mit poetischer Wahrnehmung. Non-Profit-Arbeiten zum Thema Frieden und Toleranz sowie Identität und die Folgen von Kriegen. Ihre erste Ausstellung in der Galerie Am Arkona Platz in Berlin befasste sich mit dem Irak-Krieg, der Verantwortung der UN und der Thematik, dass der Irak-Krieg wie eine Werbekampagne verkauft werde. In Gendermainstreaming 2490 ging es um die Rolle der Frau in Kriegen und dem Vergessen von Opfern. Es folgten weitere Ausstellungen zum Thema häusliche Gewalt, Menschenhandel und Zwangsprostitution. Von 1999 bis 2011 gab es begleitende Projekte wie Familien im Revier, 2005-2017 Photo meets Manga und die Serie Babaismus 2006-2009, die sich mit dem Schönheitswahn der Jetztzeiten auseinandersetzt.
2006 erstellte Horstick eine Installation mit elf Schaufensterpuppen mit dem Kunstverein Dortmund, in dem sie die Macht der FIFA beleuchtete. 2005 und 2006 bot sie jeweils eine Performance auf der Art Fair Köln: Blind Spot und Autovoyeurismus. Bei Blind Spot fotografierte die Künstlerin mit verbundenen Augen die Zuschauer der Messe. Gleichzeitig sahen sich die Zuschauer auf einem Bildschirm, der sich hinter der Künstlerin befand. Im Jahr 2006 wurde sie ins Frauenmuseum in Bonn geladen, um dort mit anderen Künstlern eine Ausstellung zum Thema Menschenhandel durchzuführen. Es folgten weitere Ausstellungen zum Thema Gewalt gegen Frauen. Von 2008 bis 2010 hatte sie eine Wohnung in New York City und in der Zeit fanden eine Ausstellung im Deutschen Haus von Manhattan (Photo meets Manga) und eine im Jüdischen Center von Manhattan (2490 gegen Menschenhandel in Zusammenarbeit mit Brooke Bryant aus NYC) statt. Neben ihren Non-Profit-Arbeiten entstanden zahlreiche Contemporary-Art-Serien.
Weitere eigene Projekte folgten, u. a. Töchter des Reviers 2010-2025ff, Serien in Israel, Friedensprojekte, Projekte im Ruhrgebiet mit Menschen aus dem Revier. Horstick erstellte zwischen 2004 und 2016 die Serie In a Room, die sich mit Identität und ihrem Leben befasst. Seit 2008 fotografiert sie Städte bei Nacht als Serie. Zwischen 1990 und 1997 war sie oft im Arp Museum Bahnhof Rolandseck zu Gast.
Seit 2023 arbeitet Horstick neben ihren Fotoarbeiten an Skulpturen, die 2024 bis 2025 in Jerusalem ausgestellt werden. Seit 2022 arbeitet sie auch unter anderem mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Non-Fungible Token. Sie ist die erste Künstlerin in Deutschland, die ab 8. März 2024 mit KI-Arbeiten in einem Museum (Frauenmuseum Bonn) vertreten ist. Ebenso hat sie ihr Thema Plastik und Fast Fashion aus 1999 wieder aktiviert und daraus eine neue KI-generierte Ausstellung konzipiert, die erstmalig ab 2024 in Amsterdam in der WIHH Galerie präsentiert wird. Ihre neuen Serien beinhalten analoge eigene Fotografien, die sie mit KI erweitert zu einer neuen künstlerischen Sprache in der Bilderwelt.
Insgesamt drei Künstlerstipendien (2020, 2021, 2022) vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
Es folgten 85 weitere Ausstellungen mit Terre des Femmes 2005–2016
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Horstick, Eva-Maria |
| ALTERNATIVNAMEN | Horstick-Schmitt, Eva-Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Gescher |