Exodus Privacy ist ein 2017 gegründeter, französischer Verein, dessen Analyseplattform Android-Apps nach Trackern durchsucht.
Im August 2017 entwickelte eine informelle Gruppe nach einem auf der Website Numerama erschienenen Artikel über den Tracker des Unternehmens Teemo eine Methode zu dessen Erkennung. Am 21. Oktober 2017 wurde Exodus Privacy offiziell als Verein gegründet.
Am 24. November 2017 veröffentlichte Exodus Privacy seine Analyseplattform sowie erste Ergebnisse, die am selben Tag von internationalen Medien aufgegriffen wurden.
Die Entwickler der Anwendung legen Wert auf Anonymität im Internet und verwenden deshalb Pseudonyme.
Exodus Privacy entwickelt eine Plattform namens Exodus, mit der das Vorhandensein oder Fehlen von Trackern in einer Android-Anwendung analysiert werden kann. Internetnutzer können seit November 2017 die Analyse einer Anwendung einreichen. Der Verein veröffentlicht außerdem eine Android-Anwendung, deren Ziel es ist, die Tracker und Berechtigungen der auf dem Telefon des Nutzers installierten Anwendungen aufzulisten.
Die Anwendung zeigte insbesondere, dass Anwendungen öffentlicher Dienste wie Météo-France oder Pronote Tracker enthalten, die zahlreiche Informationen an private Unternehmen weitergeben. 2018 startete Exodus Privacy einen YouTube-Kanal mit Informationsvideos.
Die Anwendung wird immer wieder für Einzelbeispiele verwendet, etwa für Tracker in VPN-Diensten, Digitale Gesundheitsanwendungen oder Kinderspielzeug.
Aufgrund digitaler Rechteverwaltung in Apple-Produkten ist die Exodus im IOS-Betriebssystem verboten und der Einsatz wäre in den USA und Frankreich strafbar.
Exodus Privacy erhielt von Beginn an Medienberichterstattung in Frankreich, sowohl in der Fachpresse als auch in allgemeineren Medien, aber auch in der englischsprachigen Presse.
Der Verein unterhält eine Partnerschaft mit dem Yale Privacy Lab. Am 9. Juli 2018 hielt er einen Vortrag im Rahmen des Tags des wissenschaftlichen Beirats der AFNIC.