EyeToy

EyeToy
Plattform PlayStation 2
Hersteller Logitech, Namtai, Chicony Electronics
Auflösung 640×480
Größe (mm) 44 × 53 × 89
Gewicht 173 g
Chip OV519
Sensor OV7648

EyeToy ist eine Kamera, die als Zusatzgerät für die PlayStation 2 erhältlich ist. Hierbei werden die Bewegungen des Spielers durch die Kamera aufgezeichnet und in das Spielgeschehen einbezogen. Das EyeToy wird wie eine Webcam mit der Konsole verbunden und ist zusätzlich mit einem eingebauten Mikrofon ausgerüstet. Erstmals erschien die EyeToy Kamera im Oktober 2003.

Die schwarze Variante stammt entweder aus der Fertigung von Logitech (Modell "SLEH-00030") oder Namtai (Modell "SLEH-00031"). Das neu gestaltete, kleinere silberne Modell ("SCEH-0004") hingegen wurde von Namtai oder Chicony hergestellt. Es wird per USB-Anschluss an die PlayStation 2 von Sony angeschlossen. Das Nachfolgermodell PlayStation Eye ist auch für die PlayStation 3 verfügbar.

Spiele

Die ersten zwei Spiele, die das EyeToy unterstützten waren EyeToy: Play und EyeToy: Groove. Bei EyeToy: Play handelt es sich um eine Sammlung von zwölf kleinen Spielen, bei denen man beispielsweise boxen, tanzen, Teller drehen oder Ninjas wegschlagen kann. Bei Eye Toy: Groove besteht die Hauptaufgabe im Tanzen. Seit einiger Zeit ist auch EyeToy Play 3 erhältlich, das neben einigen überarbeiteten Versionen der schon altbekannten Spiele auch etliche Neuerungen enthält, sowie eine Software, die es ermöglicht, ein Zimmer etc. zu überwachen (Spy Toy).

2005 erschien das Spiel EyeToy: Kinetic. Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Home Trainer. Am Beginn wird ein individueller Trainingsplan erstellt, der dann abgearbeitet wird. Man kann sowohl die Ausdauer, als auch die Muskeln trainieren. Ob es das Fitnesscenter ersetzt, hängt vom Benutzer ab. Bei diesem Spiel war ein Weitwinkelobjektiv beigelegt, damit der ganze Körper auf dem Fernsehgerät erscheint. Am 14. November 2006 erschien die Fortsetzung EyeToy: Kinetic Combat, bei der man zusätzlich einige Grundlagen des Hung Gar erlernt.

Von Sega und dem Sonic Team wurde im Jahre 2004 das Spiel Sega Superstars veröffentlicht, welches ausschließlich mehrere EyeToy-Minispiele enthält, die in den Welten verschiedener Sega-Spieleserien stattfinden.

In diversen weiteren Spielen wird die EyeToy-Kamera optional unterstützt, darunter die SingStar-Reihe.

Versionen

Da es sich bei der EyeToy im Wesentlichen um eine Webcam in einem Gehäuse handelt, das auf die PlayStation 2 abgestimmt ist, und sie das USB-1.1-Protokoll sowie einen USB-Stecker verwendet, lässt sie sich auch auf anderen Systemen zum Laufen bringen. Es wurden Treiber entwickelt, um die Kamera mit vielen Computer-Betriebssystemen kompatibel zu machen, allerdings ist Linux das einzige Betriebssystem, welches die benötigten Treiber von Haus aus mitbringt. Von Logitech, Namtai, Chicony oder Sony wurden nie offiziellen Treiber für Microsoft Windows, macOS oder Linux angeboten. Die Art des erforderlichen Treibers hängt vom Modell der EyeToy-Kamera ab. Es gibt drei verschiedene Modelle:

Die Modell- und Herstellerangaben sind auf Etiketten an der Unterseite der Kamera zu finden.

Bei diesen benutzerdefinierten Treibern dient die rote LED, die normalerweise unzureichende Beleuchtung anzeigt, als Anzeige für die aktive Aufnahme. Die blaue LED leuchtet, wenn die EyeToy an den Computer angeschlossen ist.

Vergleichbare Produkte

Für die Sega Dreamcast erschien, nur in Japan, die Dreameye-Kamera. Damit konnten Fotos erstellt und per Konsole über das Internet verschickt sowie per Zusatzsoftware verändert werden. Zusammen mit dem Dreamcast-Mikrofon konnte man Videochat nutzen. Der Software-Hersteller freeverse bietet – dem gleichen Konzept folgend – eine Spielesammlung namens ToySight an. Benötigt werden dazu ein Macintosh-Computer und eine FireWire-Kamera wie beispielsweise Apples iSight. Mit Kinect entwickelte Microsoft einen optischen Sensor für seine Xbox 360 Konsole.