FC Gohfeld

FC Gohfeld
Logo
Basisdaten
Name Fußball-Club Gohfeld e. V.
Sitz Löhne-Gohfeld,
Nordrhein-Westfalen
Gründung 1954
Auflösung 1992
Farben grün-weiß
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Stadion am Mittelbach
Höchste Liga Oberliga Westfalen
Erfolge Meister der
Verbandsliga Westfalen 1983
Heim
Auswärts

Der FC Gohfeld (vollständiger Name: Fußball-Club Gohfeld e. V.) war ein Fußballverein aus dem Löhner Stadtteil Gohfeld. Die erste Mannschaft spielte zwischen 1983 und 1985 in der damals drittklassigen Oberliga Westfalen und nahm zweimal am DFB-Pokal teil.

Geschichte

Liga

Im Jahre 1954 wurde der FC Gohfeld von Mitgliedern der Fußballabteilung des TuS Gohfeld gegründet. Als TuS Gohfeld spielte die Mannschaft von 1950 bis 1954 in der Bezirksklasse. Seinen Aufstieg in die höheren westfälischen Amateurligen verdankte der Verein dem Möbelhändler Paul Witte und dem Zigarrenhändler Manfred Meyer. Im Jahre 1969 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse, ehe fünf Jahre später der Aufstieg in die Landesliga gelang, wo die Mannschaft mit drei Punkten Vorsprung auf die Spvg Steinhagen auf Anhieb Meister wurde und den direkten Durchmarsch in die Verbandsliga schaffte. Nach einem dritten Platz in der Saison 1976/77 folgte ein Jahr später der Abstieg in die Landesliga. Erst im Jahre 1980 gelang der Wiederaufstieg.

Die Saison 1982/83 brachte dem FC Gohfeld die Meisterschaft in der Nordstaffel der Verbandsliga mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Recklinghausen. In dieser Saison nahm der vertragslose Profi-Torwart Wolfgang Kneib, der vorher in der Bundesliga für Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach spielte, am Training des FC Gohfeld teil. In der Oberliga schaffte die Mannschaft knapp den Klassenerhalt. Ein Jahr später startete die Mannschaft zwar mit einem 4:0-Sieg gegen den FC Gütersloh in die Saison, allerdings mussten die Gohfelder als Tabellenletzter mit gerade mal 7:61 Punkten und 115 Gegentoren wieder absteigen.

Anschließend wurde man auch in der Verbandsliga durchgereicht und musste damit ab 1986 wieder in der Landesliga antreten. Als Gönner Paul Witte 1988 starb, fehlte dem Verein der wichtigste Sponsor. Trotzdem hielt sich der Verein in den folgenden Jahren mit einem jungen Team in der Landesliga und erreichte in der Saison 1989/90 die Vizemeisterschaft hinter der SpVgg Fichte Bielefeld. Nachdem es zu Unstimmigkeiten in der Vorstandsriege gekommen war, fehlte dem FC Gohfeld eine aktionsfähige Führung und die erste Mannschaft wurde während der Saison 1991/92 vom Spielbetrieb abgemeldet. Anschließend wurde der mit 120.000 Mark verschuldete Verein im Februar 1992 aufgelöst.

DFB-Pokal

Der FC Gohfeld nahm zweimal am DFB-Pokal teil. In der Saison 1981/82 nahm der FC Gohfeld erstmals am DFB-Pokal teil. Durch einen 2:1-Sieg über die FVgg. Kastel 06 gelang der Einzug in die zweite Runde. Ulrich Schäffer erzielte vor 700 Zuschauern beide Tore für die Gohfelder. In der zweiten Runde musste die Mannschaft nach einer 0:2-Niederlage beim FSV Frankfurt ausschied. Die zweite Teilnahme folgte in der Saison 1983/84. Dort musste die Mannschaft in der ersten Runde zu den Amateuren des 1. FC Köln reisen, die vom späteren DFB-Trainer Erich Rutemöller trainiert wurden. Klaus Wunder brachte die Gohfelder nach sieben Minuten in Führung, bevor die Kölner noch mit 2:1 gewannen.

Erfolge

Stadion

Spielstätte des FC Gohfeld und dem FC Löhne-Gohfeld ist das Stadion am Mittelbach an der Nordbahnstraße. Es bietet Platz für 3000 Zuschauer und wurde im Jahre 1973 errichtet. Gespielt wird auf Naturrasen. Die Spielfläche ist von einer Aschelaufbahn für Leichtathletik umgeben. Es sind sechs Flutlichtmasten vorhanden.

Persönlichkeiten

Nachfolgeverein FC Löhne-Gohfeld

Logo des FC Löhne-Gohfeld
FC Löhne-Gohfeld
Name FC Löhne-Gohfeld
Spielstätte Stadion am Mittelbach
Plätze 3000
Cheftrainer Nino Bens
Liga Kreisliga B Herford
2025/26 16. Platz   (Kreisliga A)
Website fclg.de

Am 18. Januar 1992 wurde der FC Löhne-Gohfeld gegründet, der sich laut der Vereinssatzung als sportlicher, aber nicht als juristischer Nachfolgeverein sieht. Der Name der Stadt Löhne wurde im Vereinsnamen aufgenommen, weil der neue Club seine Verbindung zu Löhne deutlich machen wollte.

Der neue Verein musste in der untersten Spielklasse beginnen, schaffte aber gleich in der ersten Saison mit einer Mannschaft aus ehemaligen Gohfelder Jugendspielern den Aufstieg in die Kreisliga B. Zwischen 2006 und 2008 spielte der FC Löhne-Gohfeld in der Herforder Kreisliga A und trat seitdem in der Kreisliga B an. Im Jahre 2024 gelang schließlich der Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Dort reichte es in der folgenden Saison nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem VfL Klosterbauerschaft zum Klassenerhalt. Noch vor Beginn der Saison 2025/26 zog der Verein seine Mannschaft zurück und stieg in die Kreisliga B ab.

Einzelnachweise

  1. ↑ TuS Gohfeld. Tabellenarchiv, abgerufen am 1. Februar 2019.
  2. 1 2 Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 208.
  3. ↑ Weltpokalsieger auf dem Wunschzettel. Neue Westfälische, archiviert vom Original am 2. Februar 2019; abgerufen am 2. Februar 2018.
  4. ↑ FC Gohfeld. Tabellenarchiv, archiviert vom Original am 11. Mai 2021; abgerufen am 1. Februar 2019.
  5. ↑ Hans Milberg: Hauptstadt-Chef am Mittelbach. Neue Westfälische, archiviert vom Original am 15. Juni 2024; abgerufen am 15. Juni 2024.
  6. 1 2 3 Jürgen Springer: Chronik. FC Löhne-Gohfeld, abgerufen am 2. August 2026.
  7. ↑ Hans Milberg: FC Gohfeld lässt es im Pokal krachen. Neue Westfälische, archiviert vom Original am 15. Juni 2024; abgerufen am 15. Juni 2024.
  8. 1 2 Stadion am Mittelbach. FC Löhne-Gohfeld, abgerufen am 9. August 2026.
  9. ↑ FC Löhne-Gohfeld. Tabellenarchiv, archiviert vom Original am 14. April 2021; abgerufen am 1. Februar 2019.

Koordinaten: 52° 10′ 45,8″ N, 8° 40′ 41,4″ O