FC Judenburg

FC Judenburg
Basisdaten
Name Fußballclub Judenburg
Sitz Judenburg, Österreich
Gründung 12. März 1901
Farben rot-blau
Website fc-judenburg.at
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Sportstadion Judenburg-Murdorf
Plätze 1 Naturrasen / 1 Kunstrasen
Liga Oberliga Nord
2025/26 11. Platz (Oberliga Nord)
Heim
Auswärts

Der FC Judenburg ist ein österreichischer Fußballverein aus der obersteirischen Bezirkshauptstadt Judenburg. Die Vereinsfarben sind rot-blau. Die Heimspiele werden im Stadion Murdorf ausgetragen, einer seit 1970 in Betrieb stehenden Sportanlage. Im Oktober 2008 wurde ein Kunstrasenplatz der neuesten Generation fertiggestellt. Der FC Judenburg spielt in der Saison 2026/27 in der zweithöchsten Leistungsklasse des steirischen Fußballverbandes, der Oberliga Nord.

Die Gründung des FC Judenburg erfolgte im Juni 1990, als die beiden bisherigen Judenburger Fußballvereine, der Werkssportverein (WSV) Judenburg und die Blaue Elf (BE) Judenburg, fusionierten. Zuerst als WSV/BE Judenburg spielberechtigt, wurden dem Vereinsgesetz entsprechend ab der Frühjahressaison 1995 der nunmehrige offizielle Vereinsname FC Judenburg bei der Vereinsbehörde angemeldet und genehmigt.

Geschichte

Werkssportverein Judenburg

Der Werkssportverein (WSV) Judenburg, der als Judenburger Sportverein am 12. März 1901 gegründet wurde, spielte ab 22. Dezember 1910 als Schwarze Elf Judenburg (Gründungsverein des steirischen Fußballverbandes im Jahr 1911), ab 1. August 1920 als AAC (Arbeiter-Athletik-Club) Judenburg, ab 1934 unter dem Vereinsnamen SV (Sportverein) Judenburg, ab 1945 als SC (Sportclub) Judenburg und ab 1956 als WSV (Werkssportverein) Judenburg, benannt nach dem großen Werk für Edel- und Gußstahlverarbeitung, dem weitaus größten Arbeitgeber in Judenburg in dieser Zeit. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg spielte man stets in der zweithöchsten Liga der Steiermark, welche in diesen Jahren mehrmals umbenannt wurde, weil sich immer mehr Vereine zum Meisterschaftsbetrieb meldeten und dadurch mehr Ligen und Spielklassen notwendig wurden, die nach der Anzahl der regionalen Teilnehmer eingeteilt und neu installiert wurden.

Wunderteam-Spieler trainiert Judenburg

Der 2-fache österreichische Teamspieler (ein Einsatz im Wunderteam im Juli 1931) Josef Chloupek (1908–1974) kam im Juli 1949 nach Judenburg und fand im Gussstahlwerk Judenburg eine Anstellung in seinem erlernten Beruf als Schlosser. Im Sommer 1950 übernahm er als Trainer den SC Judenburg und führte diesen in den folgenden Saisonen kontinuierlich nach oben. Nach Rang 10 in Spieljahr 1950/51 folgten die Plätze 5, 4, 4 und drei in der Saison 1954/55. Nun wurde das große Ziel Aufstieg in die Landesliga, damals dritthöchste Spielklasse Österreichs, ins Visier genommen. Nach schlechtem Start in die Meisterschaft erfing sich die Mannschaft und sicherte sich den Herbstmeistertitel. Im Frühjahr 1956 legte man eine Siegesserie hin und blieb acht Spiele in Folge siegreich. Dies bedeutete den Meistertitel für die Chloupek-Elf und nach erfolgreichen Aufstiegsspielen stieg man in die Landesliga auf. Der erfolgreiche Trainer Chloupek beendete seine Trainertätigkeit und verließ Judenburg im Jahr 1957 und übersiedelte nach Graz.

1. Meistertitel in der Vereinsgeschichte

In der Spielsaison 1955/56 gelang der Meistertitel in der „1. Klasse Nord-West“ und in drei Aufstiegsspielen gegen den Meister der „1. Klasse Nord-Ost“, Hönigsberg, wurde der Aufsteiger in die seinerzeit dritthöchste österreichische Spielklasse ermittelt. Das 1. Spiel fand in Hönigsberg statt und der WSV Judenburg konnte einen 5:1 (3:0)-Auswärtssieg feiern und war schon fast am Ziel seiner Träume. Aber beim Heimspiel eine Woche später wurde der WSV Judenburg wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Eine unerwartete, klare 0:4 (0:3)-Niederlage gegen einen Gegner, den man vor einer Woche noch dominiert hatte. So musste ein drittes, alles entscheidendes Spiel auf neutralem Platz über den Aufstieg entscheiden, welches am Sonntag, 15. Juli 1956 in Kapfenberg ausgetragen wurde. Vor 3000 Zusehern begannen beide Meister sehr defensiv, um nicht in Rückstand zu geraten. Nach guten Möglichkeiten auf beiden Seiten gelang es Alfred Suttnig, einer der besten Stürmer der Obersteiermark in dieser Zeit, in der 33. Minute das 1:0 für den WSV Judenburg zu erzielen. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Pause und die Zuseher sahen in der 2. Halbzeit ein flottes Spiel ohne besondere Höhepunkte. Hönigsberg kam nie mehr gefährlich vor das Judenburger Tor und das Spiel endete mit 1:0, damit stieg der WSV Judenburg in die höchste steirische Liga, die Landesliga, auf. Hönigsberg wurde auch im nächsten Spieljahr Meister der „1. Klasse Nord-Ost“, gewann im Sommer 1957 die Aufstiegsspiele und folgte dem WSV Judenburg ein Jahr später in die Landesliga nach. 18 Jahre, bis zur Spielsaison 1973/74, war der WSV Judenburg stets in der steirischen Landesliga vertreten und konnte als größte Erfolge den Vizemeistertitel in den Spielsaisonen 1963/1964 bzw. 1964/65 erringen. Dieser zweite Tabellenplatz berechtigte zur Teilnahme am österreichischen Fußball-Cup, wo im August 1965 auch einer der traditionsreichsten österreichischen Fußballvereine, FK Austria Wien, in Judenburg zu Gast war. Der WSV Judenburg (Vereinsfarben rot-weiß) trug seine Heimspiele am Sportplatz Bahnhofstraße aus, eine im Werksgelände der Judenburger Gußstahlwerke AG gelegenen Spielstätte. Dieser Platz hatte das für damalige Verhältnisse charakteristische Aussehen, eine – westseitig – gelegene Naturtribüne sowie Holzbaracken als Umkleideräume für die beiden Mannschaften und dem Schiedsrichtertrio. Die zahlreichen Zuseher waren direkt am Spielfeldrand nur durch eine einfache Holzabsperrung maximal 2 Meter von der Outline entfernt und trugen damit auch wesentlich zum gefürchteten Heimvorteil bei. Zu dieser Zeit wurde dort auch noch Feldhandball gespielt.

Ewige Tabelle des Werkssportvereines Judenburg (1945/1946 bis 1989/1990)

Anmerkung: Der Berechnung ist die 3-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden).

SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
1945/462. Klasse Obersteier1492352:1834293.
1946/472. Klasse Nord1453635:46−11184.Klassenumbenennung
1947/481. Klasse22751044:58−14268.Klassenumbenennung
1948/491. Klasse22641235:53−182210.
1949/501. Klasse22831133:43−10278.
1950/511. Klasse22731230:54−242410.
1951/521. Klasse Nord2286837:325305.Klassenumbenennung
1952/531. Klasse Nord22133664:3232424.
1953/541. Klasse Nord22105769:3732354.
1954/551. Klasse Nord-West20114563:4122373.Klassenumbenennung
1955/561. Klasse Nord-West18142258:2731441.Meister
1956/57Landesliga2294965:587317.
1957/58Landesliga261151056:4610386.
1958/59Landesliga26107949:463375.
1959/60Landesliga22841050:54−4289.
1960/61Landesliga22104849:454344.
1961/62Landesliga26951250:55−5329.
1962/63Landesliga261131255:56−13610.
1963/64Landesliga26136761:4120452.Teilnahme am ÖFB-Cup: Heim-Niederlage gegen Gloggnitz (NÖ) 1:2 (1:1) n. V.
1964/65Landesliga26147558:3523492.Teilnahme am ÖFB-Cup: Heim-Niederlage gegen FK Austria Wien 0:3 (0:0)
1965/66Landesliga26116944:3014395.
1966/67Landesliga261010648:3711405.
1967/68Landesliga26135846:415444.
1968/69Landesliga261061032:48−16368.
1969/70Landesliga2698936:37−1356.
1970/71Landesliga288101052:4111349.
1971/72Landesliga301261258:62−44210.
1972/73Landesliga281141360:573379.
1973/74Landesliga26651539:61−222313.Abstieg
1974/75Unterliga Nord24136543:2221454.
1975/76Unterliga Nord26182644:1727561.Meister
1976/77Landesliga30751837:62−252616.Abstieg
1977/78Unterliga Nord26961151:483339.
1978/79Unterliga Nord26881029:30−1327.
1979/80Unterliga Nord26136752:3022452.
1980/81Unterliga Nord26148437:2017501.Meister
1981/82Landesliga30791424:41−173012.
1982/83Landesliga30571822:61−392215.
1983/84Landesliga30471930:75−451915.
1984/85Landesliga30661833:63−302415.Abstieg
1985/86Unterliga Nord261061037:40−33610.
1986/87Unterliga Nord26341916:78−621314.Abstieg
1987/88Gebietsliga Murtal26129557:3819453.
1988/89Gebietsliga Murtal24391230:54−241813.Abstieg
1989/901. Klasse Oberes Murtal1673636:315245.Fusion mit der Blauen Elf Judenburg zum heutigen FC Judenburg
Summen45 Spielzeiten11064222464382006:2001515123 × Meister, 3 × Zweiter, 3 × Dritter, 5 × Abstieg
SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
Quelle:

Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Aufstieg, Rot unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Abstieg.

Vereinsinterne Bestwerte in den jeweiligen Ligen

Siege

Niederlagen

Punkte

Tore

Blaue Elf Judenburg

Die Blaue Elf Judenburg wurde 1948 von fußballbegeisterten Männern gegründet, die im Zuge der Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat im Süden Europas verlassen mussten und nach Österreich flüchteten. Dabei entstanden die sog. „Lager Liechtenstein“ und „Lager Murdorf“, wo tausende Männer und Frauen, aber auch viele Kinder eine Unterkunft fanden. Aus diesen beiden Lagern entwickelte sich eine Fußballmannschaft, die 1948 beim steirischen Fußballverband als „Blaue Elf Judenburg“ angemeldet wurde. Aber warum wurde der Vereinsname „Blaue Elf“ Judenburg ausgewählt? Die Mannschaft hatte nur einen Dress, einen blauen. Bei jeder Begegnung wurde mit diesem Dress gespielt und überall war bekannt, dass „heute die Judenburger Blauen“ spielen. Darauf folgte der Beschluss des Vereinsvorstandes, den Fußballklub mit dem Namen „Blaue Elf Judenburg“ bei der Vereinsbehörde anzumelden. Auf Grund der Ausländerbeschränkungen, alle diese Personen waren damals nicht Staatsbürger der Republik Österreich, konnte die Blaue Elf Judenburg trotz mehrmaliger Meistertitel nicht aufsteigen und verblieb dadurch stets in der damaligen letzten Spielklasse „Kreis Murtal“ bzw. später umbenannt in „2. Klasse Murtal“ sowie „2. Klasse Nord-West“. In der Spielsaison 1959/60 gelang der erste sportliche und statutenkonforme Aufstieg in die „1. Klasse Murtal“, wobei das erfolgreiche Meisterjahr ungeschlagen beendet werden konnte. 1966/67 konnte der nächste Meistertitel gefeiert werden und die Blaue Elf Judenburg stieg in die damals zweithöchste steirische Spielklasse, der „Unterliga Nord“ auf. Nach zwei Saisonen hieß es wieder Abschied nehmen und im Spieljahr 1974/75 gelang der Wiederaufstieg in die „Unterliga Nord“, wo man bis zur Saison 1979/80 verblieb. Der letzte Meistertitel gelang 1984/85, dem allerdings der sofortige Wiederabstieg in die „Gebietsliga Murtal“ folgte. Auch dort konnte man sich nicht halten und stieg gleich nochmals, diesmal in die „1. Klasse Murtal“ ab.

Ewige Tabelle der Blauen Elf Judenburg (1950/1951 bis 1989/1990)

Anmerkung: Der Berechnung ist die 3-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden).

SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
1950/51Kreis Murtal1052325:187173.
1951/52Kreis Murtal861127:1215191.Meister (nicht aufstiegsberechtigt)
1952/53Kreis Murtal16121363:2142372.
1953/54Kreis Murtal850321:165152.
1954/552. Klasse Murtal14121155:2233371.Meister (nicht aufstiegsberechtigt)
1955/562. Klasse Murtal1884639:2910285.
1956/572. Klasse Murtal1663734:40−6216.
1957/582. Klasse Murtal1645737:50−13177.
1958/592. Klasse Nord-West841331:229132.Klassenumbenennung
1959/602. Klasse Nord-West1293052:1537301.Meister
1960/611. Klasse Murtal1281343:2716252.
1961/621. Klasse Murtal1454525:32−7195.
1962/631. Klasse Murtal1652928:32−4178.
1963/641. Klasse Murtal18341121:47−261310.
1964/651. Klasse Murtal18531033:49−16188.
1965/661. Klasse Murtal18105364:2539352.
1966/671. Klasse Murtal18142267:2344441.Meister
1967/68Unterliga Nord22641244:61−172211.
1968/69Unterliga Nord22112019:91−72412.Abstieg
1969/701. Klasse Murtal2286842:402308.
1970/711. Klasse Murtal20621234:42−8208.
1971/721. Klasse Murtal22821235:41−62610.
1972/731. Klasse Murtal22105741:365355.
1973/74Gebietsliga Mur/Ennstal2093833:294305.Klassenumbenennung
1974/75Gebietsliga Mur/Ennstal22133649:2722421.Meister
1975/76Unterliga Nord26951239:51−12329.
1976/77Unterliga Nord26961138:46−8338.
1977/78Unterliga Nord26661434:49−152412.
1978/79Unterliga Nord261051136:44−8356.
1979/80Unterliga Nord26551631:49−182014.Abstieg
1980/81Gebietsliga Mur/Ennstal2289544:440334.
1981/82Gebietsliga Mur/Ennstal24731425:51−262411.
1982/83Gebietsliga Mur/Ennstal26661432:59−272413.
1983/84Gebietsliga Murtal26910739:363375.Klassenumbenennung
1984/85Gebietsliga Murtal24137448:2127461.Meister
1985/86Unterliga Nord26671332:52−202513.Abstieg
1986/87Gebietsliga Murtal26361729:74−451514.Abstieg
1987/881. Klasse Murtal24251714:54−401112.
1988/891. Klasse Oberes Murtal1684431:1516283.Klassenumbenennung
1989/901. Klasse Oberes Murtal1645718:28−10176.Fusion mit dem Werkssportverein Judenburg zum heutigen FC Judenburg
Summen40 Spielzeiten7722871573281452:1520−6810186 × Meister, 5 × Zweiter, 2 × Dritter, 4 × Abstieg
SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
Quelle:

Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Aufstieg, Rot unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Abstieg.

Vereinsinterne Bestwerte in den jeweiligen Ligen

Siege

Niederlagen

Punkte

Tore

Judenburger Stadt-Derby (1975/76–1989/90)

Das Judenburger Stadt-Derby, gleichzeitig auch das Derby in der Bezirkshauptstadt und damit auch das wichtigste Spiel des Bezirkes Judenburg, war im Gegensatz zu vielen anderen nicht von geographischen oder politischen Gegensätzen geprägt, sondern erhielt seine besondere Brisanz dadurch, dass sich beide Vereine das Sport-Stadion „Murdorf“ teilten und bis zum ersten Stadt-Derby der WSV Judenburg seine Meisterschaftsspiele immer mindestens eine Spielklasse höher als die Blaue Elf Judenburg bestritt. So mussten die Fußballfans in der 12.000-Einwohner-Stadt (Stand Mitte 1970er-Jahre) bis in das Jahr 1975 warten, um ein Meisterschaftsspiel zwischen diesen beiden Mannschaften zu sehen, in dem es auch um die Herrschaft im Judenburger Fußball ging. Erstmals konnte sich die Blaue Elf Judenburg in einem Bewerbsspiel mit dem „großen“ Stadtrivalen WSV messen. In den kommenden Jahren gab es – mit Unterbrechungen – immer wieder Saisonen, wo beide Judenburger Vereine in derselben Klasse spielten, trotzdem gingen die sportlichen Leistungen beider Judenburger Vereine (trotz zwischenzeitiger Meistertitel und Aufstiege) nach unten und im Spieljahr 1989/90 spielten beide Mannschaften in der untersten Liga des steirischen Fußballverbandes, der 1. Klasse Oberes Murtal. Eine Fusion war unvermeidbar und somit war das Derby im Frühjahr 1990 das letzte Stadt-Derby in der Geschichte des Judenburger Fußballsportes. Insgesamt 12 Meisterschafts-Derbys gab es zwischen dem Werkssportverein (WSV) Judenburg und der Blauen Elf (BE) Judenburg.

Folgende Tabelle listet in chronologischer Reihenfolge die Begegnungen beider Vereine in der Meisterschaft auf:

Nr. Spielsaison Datum Heim Gast Ergebnis Austragungsort
1Unterliga Nord 1975/1976Sa.6.9.1975Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg0:2 (0:0)Sportstadion Judenburg Murdorf
2Unterliga Nord 1975/1976Mi.14.4.1976Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg5:1 (1:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
3Unterliga Nord 1977/1978Sa.3.9.1977Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg1:4 (1:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
4Unterliga Nord 1977/1978Sa.1.4.1978Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg0:2 (0:2)Sportstadion Judenburg Murdorf
5Unterliga Nord 1978/1979Sa.20.9.1978Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg0:3 (0:2)Sportstadion Judenburg Murdorf
6Unterliga Nord 1978/1979Sa.21.4.1979Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg0:1 (0:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
7Unterliga Nord 1979/1980Sa.1.9.1979Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg2:1 (1:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
8Unterliga Nord 1979/1980Sa.12.4.1980Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg1:3 (0:2)Sportstadion Judenburg Murdorf
9Unterliga Nord 1985/1986Sa.26.10.1985Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg0:1 (0:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
10Unterliga Nord 1985/1986Sa.31.5.1986Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg3:1 (2:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
111. Klasse Oberes Murtal 1989/1990So.1.10.1989Blaue Elf JudenburgWerkssportverein Judenburg2:2 (1:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
121. Klasse Oberes Murtal 1989/1990Sa.19.5.1990Werkssportverein JudenburgBlaue Elf Judenburg2:1 (1:1)Sportstadion Judenburg Murdorf
Nr. Spielsaison Datum Heim Gast Ergebnis Austragungsort

Bilanz

SpielklassenSpieleSiege Werkssportverein JudenburgUnentschiedenSiege Blaue Elf JudenburgTordifferenz
Unterliga Nord bzw. 1. Klasse Oberes Murtal1291227:11
Endstand: 19. Mai 1990 (letztes Meisterschafts-Derby)

Titelvergleich

Werkssportverein JudenburgSpielklasseBlaue Elf Judenburg
-
Kreis Murtal1
1952
-
2. Klasse Murtal1
1955
1
1956
1. Klasse Nord-West-
-
2. Klasse Nord-West1
1960
-
1. Klasse Murtal1
1967
-
Gebietsliga Mur/Ennstal1
1975
2
1976, 1981
Unterliga Nord-
-
Gebietsliga Murtal1
1985

Fusion zum FC Judenburg und wichtige Saisonbilanzen bis Sommer 2026

Sportliche und wirtschaftliche Gründe führten dazu, diese beiden Vereine zu einem gemeinsamen Judenburger Fußballverein zusammenzuführen. Dem Fusionsverein WSV/BE Judenburg gelang im Spieljahr 1990/91 der Meistertitel in der 1. Klasse Oberes Murtal, 1992/93 Meister der Gebietsliga Murtal, 1994/95 (bereits als FC Judenburg) wieder Meister der Gebietsliga Murtal, 2000/01 Meister der Unterliga Nord B, 2002/03 Meister der Oberliga Nord und Aufstieg in die steirische Landesliga. Jedoch musste nach nur einer Saison bei Punktegleichheit auf Grund des schlechteren Torverhältnisses der Abstieg hingenommen werden. Im Spieljahr 2014/15 gelang wieder der Aufstieg in die Oberliga Nord, hier wurden von 26 Spielen 23 gewonnen. In der Saison 2019/20 wurde der FC Judenburg Herbstmeister der Oberliga Nord und war auf bestem Weg, wieder in die steirische Landesliga zurückzukehren. Aufgrund der außerordentlichen Situation rund um die Verbreitung des Corona-Virus (COVID-19-Pandemie) wurde die Saison 2019/20 mit Entscheidung des Präsidiums des ÖFB vom 15. April 2020 abgebrochen und wird nicht gewertet. Nachdem die Herbstsaison des Spieljahres 2020/21 aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht vollständig ausgetragen werden konnte, wurde auch diese Saison mit Beschluss des StFV vom 3. Mai 2021 abgebrochen und wird nicht gewertet. Als Tabellenzweiter zum Zeitpunkt des Abbruches hatte der FC Judenburg auch in diesem Spieljahr beste Aufstiegschancen. Aber im Spieljahr 2021/22 konnte der FC Judenburg den Meistertitel erreichen und somit spielte 2022/23 zum 25. Mal eine Judenburger Fußballmannschaft (23 Spielzeiten WSV Judenburg, zuletzt 1984/85 und eine Saison FC Judenburg 2003/04) im steirischen Oberhaus, der Landesliga. Aber nach nur einer Saison musste man wieder absteigen und spielt in der Saison 2023/24 in der Oberliga Nord. Diese Saison wurde als Tabellendritter beendet (nur 2 Punkte hinter dem Meister) und verbleibt somit auch 2024/25 in der Oberliga Nord, wo der 5. Platz erreicht wurde. In der Folgesaison 2025/26 wurde nur der enttäuschende 11. Platz (von 14) erreicht und spielt somit auch in der Saison 2026/27 wieder in der Oberliga Nord.

Liste der Meistertitel des FC Judenburg

SpielklasseTitelSpielsaison
1. Klasse Oberes Murtal 1 1991
Gebietsliga Murtal 2 1993, 1995
Unterliga Nord B 2 2001, 2015
Oberliga Nord 2 2003, 2022


Saisonstatistiken des FC Judenburg

Anmerkung: Der Berechnung ist die 3-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden).

SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
1990/911. Klasse Oberes Murtal14131070:1159401.Meister
1991/92Gebietsliga Murtal24156363:2934512.
1992/93Gebietsliga Murtal24185177:2948591.Meister
1993/94Oberliga Nord281141340:51−11375.Abstieg (Play-off im Frühjahr, nur die drei besten Mannschaften verbleiben in der Oberliga Nord)
1994/95Gebietsliga Murtal26203396:3363631.Meister
1995/96Oberliga Nord28911847:434385.
1996/97Oberliga Nord26911633:258385.
1997/98Oberliga Nord26251921:64−431114.Abstieg
1998/99Gebietsliga Murtal22103952:439337.
1999/00Unterliga Nord B22161557:2928492.Klassenumbenennung
2000/01Unterliga Nord B22183188:1969571.Meister
2001/02Oberliga Nord26185375:3243592.
2002/03Oberliga Nord26194365:2342611.Meister
2003/04Landesliga30741931:65−342515.Abstieg
2004/05Oberliga Nord26032317:79−62314.Abstieg
2005/06Unterliga Nord B22441435:64−291611.
2006/07Unterliga Nord B22641239:46−72211.
2007/08Unterliga Nord B26551633:59−262013.
2008/09Unterliga Nord B26148470:3733502.
2009/10Unterliga Nord B26145769:3831475.
2010/11Unterliga Nord B26155662:3527503.
2011/12Unterliga Nord B2699834:2311369.
2012/13Unterliga Nord B261311261:538405.
2013/14Unterliga Nord B261141156:58−2377.
2014/15Unterliga Nord B26231283:2063701.Meister
2015/16Oberliga Nord2699837:370366.
2016/17Oberliga Nord26107961:538377.
2017/18Oberliga Nord26126855:3916424.
2018/19Oberliga Nord26135851:3516443.
2019/20Oberliga Nord00000000COVID-19-Pandemie, Meisterschaft abgebrochen, Platz 1 zum Zeitpunkt des Abbruches
2020/21Oberliga Nord00000000COVID-19-Pandemie, Meisterschaft abgebrochen, Platz 2 zum Zeitpunkt des Abbruches
2021/22Oberliga Nord26192589:3554591.Meister
2022/23Landesliga30732036:69−332415.Abstieg
2023/24Oberliga Nord24162662:3725503.
2024/25Oberliga Nord261231157:525395.
2025/26Oberliga Nord26941348:53-53111.
2026/27Oberliga Nord
Summen36 Saisonen (einschl. 2025/26)8584061562961870:141845213747 × Meister, 4 × Zweiter, 3 × Dritter, 5 × Abstieg
SaisonSpielklasseSpieleSUNTorverhältnisTordifferenzPunktePlatzAnmerkungen
Quelle:

Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Aufstieg, Rot unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Abstieg.

Vereinsinterne Bestwerte in den jeweiligen Ligen

Siege

Niederlagen

Punkte

Tore

Sportliche Erfolge

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Steiermärkisches Landesarchiv: Urkunde der k.k. Statthalterei Steiermark in Graz, Depart II, Nr. 8058.
  2. ↑ Schidrowitz 1951; S. 247.
  3. ↑ Personenkartei des Meldearchives der Stadtgemeinde Judenburg.
  4. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 38/1950 v.23.9.1950, Seite 6.
  5. ↑ Personenkartei des Meldearchives der Stadtgemeinde Judenburg.
  6. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 27/1956 v.7.7.1956, Seite 8.
  7. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 28/1956 v.14.7.1956, Seite 10.
  8. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 29/1956 v.21.7.1956, Seite 9.
  9. 1 2 3 Tabellen-Endstände aus Kronen Zeitung, Kleine Zeitung, Neue Zeit oder Murtaler Zeitung bzw. Tabellen-Archiv des steirischen Fußballverbandes.
  10. ↑ Judenburger Stadtnachrichten Nr. 9/1973, Seite 18 ff.
  11. ↑ Judenburger Stadtnachrichten Nr. 9/1973, Seite 18 ff.
  12. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 37/1975 v.13.9.1975, Seite 10.
  13. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 16/1976 v.17.4.1976, Seiten 1 und 4.
  14. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 37/1977 v.10.9.1977, Seite 8.
  15. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 14/1978 v.8.4.1978, Seite 14.
  16. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 38/1978 v.23.9.1978, Seite 20.
  17. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 17/1979 v.28.4.1979, Seite 3.
  18. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 36/1979 v.8.9.1979, Seite 16.
  19. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 16/1980 v.19.4.1980, Seite 3.
  20. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 44/1985 v.2.11.1985, Seite 30.
  21. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 23/1986 v.7.6.1986, Seite 8.
  22. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 40/1989 v.7.10.1989, Seite 39.
  23. ↑ Murtaler Zeitung Nr. 21/1990 v.26.5.1990, Seite 38.