SC Kriens

SC Kriens
Logo des SC Kriens
Basisdaten
Name Sportclub Kriens
Sitz Kriens, Kanton Luzern
Gründung 1. Juli 1944
Farben Grün/Weiss
Präsident Werner Baumgartner
Website sckriens.ch
Erste Fussballmannschaft
Cheftrainer Michael Winsauer
Spielstätte Sportzentrum Kleinfeld
Plätze 3'500
Liga Challenge League
2025/26 1. Rang   (Promotion League)
Heim
Auswärts

Der Sportclub Kriens ist ein Schweizer Fussballverein aus Kriens in der Agglomeration Luzern. Der Club wurde im Jahre 1944 gegründet. Er spielt nach einem erneuten Aufstieg aus der Promotion League 2025/26 ab der Saison 2026/27 wieder in der Challenge League.

Acht Juniorenmannschaften gehören beim SC Kriens zum Bereich Spitzenfussball, die FE13, FE14, U15 und U16 bilden mit den Nachwuchsteams des FC Luzern und des FC Zug 94 das Team Innerschweiz. Die Clubfarben sind Grün/Weiss.

Geschichte

Im Jahr 1920 wurde von einigen Fussballfreunden der erste Versuch unternommen, einen Fussballverein zu gründen. Mehr als sein sechsjähriges Bestehen konnte der Verein allerdings nicht feiern. Aufgrund eines Bauvorhabens wurde das Spielfeld enteignet und der Club aufgelöst.

1931 wurde der Rasensportklub Kriens ins Leben gerufen. Allerdings stand das Unterfangen wiederum unter einem schlechten Stern, da mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges das Spielfeld fortan als Kartoffelfeld dienen musste und der Sportklub zum zweiten Mal aufgelöst wurde. Ein dritter Anlauf kurz vor Ende des Krieges im Jahre 1944, die Gründung des Sportclubs Kriens, hatte dann mehr Erfolg.

Ehemaliges Logo

Die ersten Erfolge feierte der Verein allerdings erst rund 15 Jahre später mit dem Aufstieg in die 2. Liga. Dort verblieb man jahrelang, bis in der Saison 1971/1972 der Aufstieg in die 1. Liga gelang. Bereits zwei Saisons später schaffte der SC Kriens erstmals den Sprung in die zweithöchste Spielklasse der Schweiz – die NLB. In der Saison 1980/81 kam dann ein Rückschlag mit dem Abstieg in die 1. Liga. Dort blieb man dann die nächsten neun Jahre mit Ausnahme der Saison 1986/87 (NLB). 1990 kam die Rückkehr in die NLB, und am 12. Juni 1993 schaffte der Verein dann gar den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die NLA. Es folgt der sofortige Wiederabstieg in die NLB. Dort verblieb man für die nächsten drei Jahre, ehe ein zweiter Aufstieg in die höchste Schweizer Liga gelang.

Die Saison 1997/98 begann mit Siegen gegen die Grasshoppers aus Zürich und andere Spitzenteams zwar erfolgreich, doch folgte in der zweiten Saisonhälfte der Einbruch. Auch dieser Höhenflug endete mit dem sofortigen Wiederabstieg. Bis zur Saison 2007/08 spielte der Verein in der Challenge League, stieg dann aber in die 1. Liga ab. In der Saison 2009/10 spielte der SC Kriens wieder in der Challenge League, nachdem das Team in der Aufstiegsrunde alle Spiele für sich hatte entscheiden können. Nach Rang 15 in der Saison 2011/12 musste der SC Kriens erneut absteigen, diesmal in die neu gegründete 1. Liga Promotion. Nach dem Abstieg aus der nun Promotion League genannten drittklassigen 2013/14 in die 1. Liga gelang dem SC Kriens ein Jahr später, am Ende der Saison 2014/15, der sofortige Wiederaufstieg zurück in die Promotion League. Am vorletzten Spieltag der Saison 2017/18 sicherte sich der SC Kriens den Wiederaufstieg in die Challenge League nach sechsjähriger Abwesenheit. Bereits neun Spieltage vor dem Ende der Saison 2021/22, am 19. März 2022, stand der erneute Abstieg des Vereins in die Promotion League fest. Trotz einem 0:0 gegen den FC Schaffhausen und somit dem ersten Punkt nach zuvor 14 Niederlagen betrug der Rückstand auf Platz neun bereits 28 Punkte, somit stieg Kriens nach vier Jahren in der Challenge League wieder ab. Nach dem Abstieg kam es zu einem grossen Umbruch in der Mannschaft und beim Staff.

Von der Saison 2022/23 bis zur Saison 2025/26 verblieb der Club in der Promotion League. Der neue Trainer ab 1. Juli 2025 Michael Winsauer schaffte auf Anhieb den erneuten Aufstieg. Somit spielt der SC Kriens ab der Saison 2026/27 wieder in der Challenge League.

Grösste Erfolge

Als grösste Erfolge können die beiden Aufstiege in die oberste Spielklasse (Saisons 92/93 und 96/97) angesehen werden. Im Rahmen des SRS-Turniers in Kriens, heute Autorama-Cup genannt, besiegte der SC den deutschen Rekordmeister FC Bayern München.

Ein neuerlicher Grosserfolg für den ambitionierten Sport-Club Kriens war der erstmalige Vorstoss in die Halbfinals des Schweizer Fussball-Cups (des sogenannten Swisscom-Cup). Dort gab es am 5. April 2010 gegen den «Goliath» des Schweizer Fussballs, dem FC Basel, eine knappe 0:1-Niederlage.

Die 1. Mannschaft

Kader der Saison 2026/27

Stand: 6. Oktober 2026
Profispieler des SC Kriens, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt.

Nr.Nat.SpielerIm Team seitLetzter Verein
Torhüter
1 NiederlandeRuben Salchli2026BSC Young Boys
18Deutschland Patrick Zajac2025SC Cham
22Tobias Mauch2026FC Aarau
Verteidigung
3DeutschlandKevin Tröndle2026FC Basel
4Manuel Fäh2014SC Cham
5 Mauricio Willimann2016FC Luzern
7Lukas Riedmann ein weißes C in blauem Kreis 12022SC Cham
14 Marvin Akahomen2026FC Basel
15Enea Heiniger2025FC Zürich
16Dario Ulrich2026FC Winterthur
23Julian Hermann2022SC Cham
24Lorin Jetzer2026BSC Young Boys
25 Yuro Bohon Diet2026FC Zürich
29FrankreichDaoud Touré2026SR Delémont
Mittelfeld
8 Alejandro Willimann2023FC Luzern
12FrankreichMartin François2025SR Delémont
13 Leandro Maksutaj2026FC Winterthur
21 Bleron Mulliqi2026FC Brühl St. Gallen
26 ItalienLuca Romano2025FC Winterthur
27Elo Rufener2026BSC Young Boys
Stürmer
9 ÖsterreichLuka Sliskovic 12024FC Schaffhausen
11 SpanienMalek Ishuayed 12026Servette FC
17 Albin Krasniqi2026FC Wacker Innsbruck
19 Rrezart Hoxha2019SC Cham
20Célien Wicht2022SC Cham
28Pascal Utz 22022FC Zürich
30 ItalienNico Siegrist 12022SC Cham
1 
in der Kaderliste des SC Kriens als Mittelfeldspieler aufgeführt (Stand 16. September 2026)
2 
in der Kaderliste des SC Kriens nicht aufgeführt (Stand 16. September 2026)

Vorstand und Trainerstab

Nat.NameFunktion
Werner BaumgartnerPräsident
Markus MeierGeschäftsführer
Yves JöhlSportchef
ÖsterreichMichael WinsauerTrainer
Norbert FischerAssistenztrainer
Philipp StrebelAthletiktrainer
Michael LötscherTorhütertrainer
Burak KizilkayaAnalyst

Ehemalige Spieler

Im Laufe der Jahre schafften zahlreiche Spieler des SC Kriens den Sprung in höhere Spielklassen. Darunter befinden sich Fabio Coltorti (GC), Francisco Neri (YB), Mark Disler (FCS), Michel Renggli (GC), Thomas Häberli (YB), David Sène (heute Assistenztrainer bei Neuchâtel Xamax), Claudio Lustenberger (FCL), Gonzalo Zárate (GC) und Valentin Stocker (FC Basel).

Stadion

Von 1970 bis 2017 spielte der Club im Stadion Kleinfeld, welches ein Fassungsvermögen von rund 5'100 Plätzen besass. Das Stadion wurde 2016 komplett abgerissen. Auf den Wiederaufstieg in die Challenge League wurde 2018 das Sportzentrum Kleinfeld mit 3'200 Plätzen eröffnet.

Nachwuchs

Der Sportclub Kriens ist ein typischer Ausbildungsverein und hat eine der grössten Nachwuchsabteilungen der Schweiz. So wurden bereits einige namhafte Spieler hervorgebracht. Mit Fabio Coltorti, bis 2018 bei RB Leipzig unter Vertrag gewesen und mittlerweile zurückgetreten, und Valentin Stocker (momentan beim FC Basel) schafften es zwei Krienser Eigengewächse in den Kreis der Nationalmannschaft.

Breitensport

Beim SC Kriens spielt der Breitensport ebenfalls eine gewichtige Rolle, wobei die Infrastruktur aus allen Nähten platzt. Dem ganzen Verein stehen neben dem Hauptfeld drei Nebenfelder und ein Allwetterplatz zur Verfügung. Dies bei 37 Mannschaften.

Einzelnachweise

  1. ↑ Der SC Kriens ist in der Challenge League!! In: zentralplus. 19. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018.
  2. ↑ Turi Bucher: SC Kriens: 1. Punkt nach 14 Niederlagen – aber jetzt ist der Abstieg definitiv. In: Luzerner Zeitung. 19. März 2022, abgerufen am 25. März 2022.
  3. ↑ Turi Bucher: Absteiger SC Kriens: Mit «viel Elan» in die neue Liga. In: Luzerner Zeitung. 24. Juni 2022, abgerufen am 29. November 2022.
  4. ↑ Herzlich willkommen im Kleinfeld Michael Winsauer. SC Kriens, 28. Mai 2025, abgerufen am 16. Juni 2026.
  5. ↑ Aufstieg. SC Kriens, 23. Mai 2026, abgerufen am 26. Mai 2026.
  6. ↑ Kaderliste auf der Website der Swiss Football League.
  7. ↑ Kontingentsliste auf der Website der Swiss Football League (PDF; 584 kB).
  8. ↑ Kaderliste auf der Website des SC Kriens.
  9. ↑ SC Kriens – Vereinsprofil. In: transfermarkt.ch. Abgerufen am 14. August 2021.