FC Zürich Frauen

FC Zürich Frauen
Clublogo
Basisdaten
Name FC Zürich Frauen
Sitz Zürich
Gründung 24. April 1970
Farben Blau-Weiss
Präsident Ancillo Canepa
Website www.fcz.ch
Erste Fussballmannschaft
Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg
Spielstätte Heerenschürli
Plätze 1120
Liga Women’s Super League
2025/26 Halbfinal
Heim
Auswärts
Das Sportzentrum Heerenschürli ist das «Home of FCZ». Im kleinen Stadion (rechts) tragen die FCZ Frauen die meisten ihrer nationalen Heimspiele aus.

Der FC Zürich Frauen ist seit 2008 die Frauenfussball-Abteilung des FC Zürich. Zuvor hatte die 1970 gegründete Abteilung bis 2005 jahrzehntelang dem SV Seebach angehört und machte sich danach nur für kurze Zeit eigenständig. Die erste Mannschaft spielt seit Bestehen der Schweizer Frauenfussball-Meisterschaft ununterbrochen in der höchsten Liga und gewann bisher (Stand 2025) 24 Mal die Meisterschaft und 16 Mal den Schweizer Cup.

Geschichte

Am 24. April 1970 entstand im 1916 gegründeten Zürcher Quartierverein SV Seebach eine Frauenfussball-Mannschaft. Die Herrenmannschaft des SV Seebach spielte Anfang der 1930er Jahre in der zweithöchsten Schweizer Liga. Aus ihren Reihen ging mit Fredy Bickel eines der grössten Schweizer Fussballidole aller Zeiten hervor. Die Frauen gewannen 1980 den ersten Meistertitel und konnten nur ein Jahr später das erste Double feiern. Bis zum Jahre 2005 holte man insgesamt 12 Meistertitel und 7 Cupsiege.

1978 und 1981 nahm der SV Seebach am «Women’s World Invitation Tournament» in der Republik China (Taiwan) teil. Einige Spiele beim 1981er Turnier werden von der FIFA als Länderspiele der Schweizer Fussballnationalmannschaft der Frauen gezählt.

2005 gründete die Frauenabteilung des SV Seebach unter dem Namen FFC Zürich Seebach einen eigenen Verein. Zwischen 2005 und 2008 gewann man den 13. Meistertitel und den 8. Cuptitel.

Im Sommer 2008 wurde die Zeit der Unabhängigkeit wieder beendet. Die Frauenmannschaften schlossen sich nun dem FC Zürich an. Der Name FFC Zürich Seebach wurde in FC Zürich Frauen umgewandelt. Die E- und D-Juniorinnen wurden in den FC Zürich zu den FCZ LetziKids integriert. Damit schloss sich nach 40 Jahren ein Kreis: das beste Zürcher Frauenteam kehrte wieder zu dem Verein zurück, bei dem der am 21. Februar 1968 gegründete erste Frauenfussballclub der Schweiz, der später aufgelöste DFC Zürich, angegliedert war. Der FC Zürich Frauen ist Rekordmeister im Schweizer Frauenfussball und hinter dem FFC Bern der zweiterfolgreichste Club in der ewigen Rangliste. Nach genau zehn Jahren ohne Meistertitel holte der FC Zürich Frauen den Titel 2008 wieder nach Zürich und konnte diesen in den Jahren 2009 und 2010 erfolgreich verteidigen. Von 2012 bis 2016 holten sich die FC Zürich Frauen unter dem Trainer Dorjee Tsawa 5 Meistertitel in Serie. In der Saison 2016/17 verloren sie beide Titel an den FC Neunkirch, sie holten sich in der darauffolgenden Saison, nach dem aus finanziellen Gründen erfolgten Rückzug des Titelverteidigers, das Double jedoch zurück. Trainer in dieser Saison war Luca Fiorina. Auch in der Saison 2018/19 unter dem neuen Trainer André Ladner gewannen sie das Double. In der Saison 2019/20 erwuchs dem Stadtclub in einem neu aufgestellten, durch zahlreiche Routinières verstärkten Servette FC Chênois Féminin ein mindestens ebenbürtiger Gegner. Als die Saison aufgrund der Covid-19-Pandemie abgebrochen wurde, lag der FCZ nur auf Rang 2 der Tabelle. Auch zu Beginn der folgenden Saison lief es nicht nach Wunsch, die Zürcherinnen lagen zeitweise nur auf Tabellenrang 4 und drohten den Anschluss zu verlieren. Auch in der Champions League schied man früh aus. Auf Beginn der Rückrunde Anfang Februar 2021 wurde der Trainer Ivan Dal Santo durch die ehemalige Spitzenspielerin Inka Grings ersetzt. Der FCZ absolvierte daraufhin in der Rückrunde in Meisterschaft und Cup 18 Spiele ohne Niederlage in Folge. Man verringerte den Rückstand auf den Schweizer Meister Servette und qualifizierte sich für den Cupfinal, der jedoch gegen den FC Luzern Frauen 0:2 verloren ging. In der Saison 2021/22 holte der FCZ mit derselben Trainerin das Double. Der Verein lag nach der Qualifikation auf dem zweiten Platz hinter Servette Chênois, gewann dann aber den Playoff-Final gegen das gleiche Team nach Penaltyschiessen. Bereits zuvor konnte der Cupfinal gegen Grasshopper Zürich gewonnen werden. In der Saison 2022/2023 qualifizierte sich das Team zum ersten Mal für die erst kürzlich geschaffene Gruppenphase der UEFA Women’s Champions League. Gegen die starken Teams von Arsenal, Lyon und Juventus konnte keines der sechs Spiele gewonnen werden. In der Winterpause ersetzte Jacqueline Dünker als Trainerin Inka Grings, die Schweizer Nationaltrainerin wurde. Dünker übernahm zugleich das Amt der Sportchefin. Der FCZ beendete die Qualifikation auf dem 2. Rang, gewann anschliessend jedoch den Playoff-Final gegen Servette FC Chênois Féminin mit 3:0 und kürte sich so wie im Vorjahr zum Schweizer Meister. Die Saison 2023/24 beendete der FCZ auf dem 2. Platz der Qualifikation; man qualifizierte sich wie in den beiden Vorjahren für den Playoff-Final gegen Servette, der diesmal jedoch mit 1:3 verloren ging. Dünker trat danach von ihrem Amt zurück. Als Nachfolger wurde Renato Gligoroski verpflichtet. Mit einem im Vergleich zum Vorjahr stark verjüngten Team erreichte der FCZ in der Saison 2024/25 den 5. Platz in der Qualifikation und schied danach im Playoff-Halbfinal gegen den späteren Meister BSC Young Boys aus. Erfolgreicher war das Team in dieser Saison im Cup: Mit einem Finalsieg gegen den FC Basel feierte das Team den sechzehnten Cuptitel der Vereinsgeschichte. Auch in der Saison 2025/26 schloss der Club die Qualifikation auf dem 5. Rang ab. Sowohl in den Meisterschafts-Playoffs wie im Cup schied der FCZ im Halbfinal aus, beide Mal gegen Servette FC Chênois. Turbulent startete die Saison 2026/27: Drei Tage vor Beginn der Meisterschaft trennte sich der Verein von Trainer Gligoroski aufgrund «unterschiedliche[r] Auffassungen hinsichtlich der sportlichen Weiterentwicklung des Teams» und setzte interimistisch Alessandro Mangiarratti als Übungsleiter ein. Am 1. Oktober 2026 übernahm Martina Voss-Tecklenburg als Cheftrainerin.

Altes Logo

Erfolge

Mannschaften

Aktuelles Kader

Kader der 1. Mannschaft

Stand: 1. August 2026

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
1  Faith Hutchins
12  Yasmine Ammar
21  Riana Gmür
2  Briana Eads
3  Claire O’Riordan
4  Luana Bühler *
5  Naomi Mégroz
6  Luana Bürge
18  Zoe Dönni
29  Luisa Blumenthal
8  Amelie Schuster
16  Shanae Tsawa
17  Derin Degirmenler
28  Nevia Stoob
30  Marlene Wild
7  Janina Egli
9  Chiara Bücher
10  Amelie Roduner
11  Wasiima Mohammed *
14  Nina Kajzba *
15  Rahel Hinder
20  Martina Cavar *
24  Kim Dubs
26  Sanja Kovačević

* = Nationalspielerin

Ehemalige Spielerinnen (Auswahl)

Commons: FC Zürich Frauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Geschichte. FC Zürich Frauen.
  2. ↑ Website des SV Seebach.
  3. ↑ Alfred Bickel im Munzinger-Archiv.
  4. ↑ Women’s World Invitation Tournament – Overview. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation.
  5. ↑ FCZ Frauen schlagen LUwin.ch mit 6:0 und sind Schweizer Meister (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive). FC Zürich, 16. Mai 2009.
  6. ↑ FCZ Frauen: Meischter, Schwiizer Meischter!!! (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive). FC Zürich, 16. Mai 2010.
  7. ↑ Switzerland – List of Women Champions. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation.
  8. ↑ Die FCZ Frauen sind Schweizer Meister! (Memento vom 27. Mai 2014 im Internet Archive). FC Zürich, 25. Mai 2014.
  9. ↑ Dünker beerbt Grings. FCZ Frauen holen die nächste deutsche Trainerin. In: SRF Sport. 29. Dezember 2022, abgerufen am 12. April 2023.
  10. ↑ Jacqueline Dünker verlässt den FC Zürich. FC Zürich, 31. Mai 2024, abgerufen am 31. Mai 2024.
  11. ↑ Schweizer Fussball-News. Neuer Trainer für FCZ-Frauen – Decarli unterschreibt bei GC. In: SRF Sport. 12. Juni 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.
  12. ↑ Die FCZ Frauen scheiden im Halbfinal des AXA Women’s Cup aus, FC Zürich, 22. Februar 2026, abgerufen am 17. Mai 2026.
  13. ↑ WSL: Playoff-Halbfinal – Servette Chênois löst das Finalticket, SRF Sport, 15. Mai 2026, abgerufen am 17. Mai 2026.
  14. ↑ 3 Tage vor Saisonstart – FCZ Frauen trennen sich von Trainer Gligoroski, SRF Sport, 4. August 2026, abgerufen am 3. Oktober 2026.
  15. ↑ Neue Trainerin in Zürich - Voss-Tecklenburg kommt mit klaren Zielen und «viel Lust» zum FCZ, SRF Sport, 1. Oktober 2026, abgerufen am 3. Oktober 2026.
  16. ↑ Frauen. Team / Kader. FC Zürich, abgerufen am 1. August 2026.