| Fédération française de judo, jujitsu, kendo et disciplines associées | |
|---|---|
| Sportart | Judo, Jiu Jitsu, Kendo |
| Gründung | 1946 in Paris |
| Verbandssitz | Paris |
| Präsident | Stéphane Nomis |
| Vereine | 5.200 |
| Mitglieder | 530.000 |
| Website | ffjudo.com/ |
France Judo, offiziell Fédération française de judo, jujitsu, kendo et disciplines associées (FFJDA), ist der französische Dachverband für Judo und eine Reihe verwandter Disziplinen. Neben Judo gehören dazu Jujutsu, Kendo, Iaidō, Sport-Chanbara, Jōdō, Naginata, Kyūdō, Sumo und Taiso. Der Verband ist vom französischen Sportministerium beauftragt, die genannten Disziplinen in Frankreich einschließlich der Überseegebiete zu entwickeln und zu regeln. Mit über einer halben Million Lizenzierten gehört France Judo zu den größten olympischen Sportverbänden des Landes.
Die Föderation wurde am 5. Dezember 1946 unter dem Namen Fédération française de judo et de jiu-jitsu (FFJJJ) gegründet. Zu den maßgeblichen Gründungsfiguren zählten Paul Bonét-Maury, der bis 1956 als erster Präsident amtierte, sowie der japanische Judolehrer Mikinosuke Kawaishi. Bei ihrer Gründung zählte die FFJJJ rund 5.700 Mitglieder, die vorwiegend in der Region Île-de-France ansässig waren.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Verband stetig: Bereits 25 Jahre später überschritt die Mitgliederzahl die Marke von 230.000. Diese Zahl stieg bis 2024 auf 530.000. Damit liegt France Judo an vierter Stelle unter den französischen olympischen Sportverbänden nach Gesamtmitgliedern und an zweiter Stelle bei den unter Zwölfjährigen.
Am 2. August 1991 wurde die FFJDA als gemeinnützig und von öffentlichem Interesse (utilité publique) anerkannt. In diesem Zuge nahm sie weitere Sportarten in ihren Namen auf, die bereits zuvor unter dem Dach des Verbandes organisiert worden waren.
| Präsident | Zeitraum |
|---|---|
| Paul Bonet-Maury | 1946–1956 |
| Paul de Rocca-Serra | 1956 |
| Jean Pimentel | 1956–1961 |
| Claude Collard | 1961–1966 |
| Georges Pfeifer | 1966–1972 |
| René Audran | 1973–1980 |
| Georges Pfeifer | 1980–1986 |
| Daniel Berthelot | 1986–1992 |
| Michel Vial | 1992–2005 |
| Jean-Luc Rougé | 2005–2020 |
| Stéphane Nomis | 2020–heute |