| FHWien der WKW | |
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| Motto | Die Praxis studieren. |
| Gründung | 1994 |
| Trägerschaft | Wiener Wirtschaft Holding GmbH und Fonds der Wiener Kaufmannschaft |
| Ort | Wien |
| Land | |
| Geschäftsführer | Stephan Gasser |
| Studierende | 2.917 ordentliche Studierende und 222 Studierende in Weiterbildungs-Lehrgängen WS 2025/26 |
| Mitarbeiter | 188 hauptberufliche Mitarbeiter, davon 84 in Lehre und Forschung; 973 nebenberufliche Lehrende |
| Website | www.fh-wien.ac.at |
Die FHWien der WKW ist eine Fachhochschule für Management und Kommunikation in Wien. Träger sind zu 75,25 % die Wiener Wirtschaft Holding GmbH (eine Tochtergesellschaft der Wirtschaftskammer Wien) und zu 24,75 % der Fonds der Wiener Kaufmannschaft. Das Studienangebot umfasst Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungsprogramme. Bis 2025 hatten rund 16.800 Personen ein Diplom-Studium oder einen Bachelor- oder Master-Studiengang an der Fachhochschule abgeschlossen.
1994 startete die FHWien der WKW mit dem Diplom-Studiengang Tourismus-Management. Das Studienangebot wurde schrittweise ausgeweitet. Bis 2007 wurden die FH-Studien als Diplom-Studien mit dem akademischen Abschluss Mag. (FH) angeboten. Im Zuge des Bologna-Prozesses erfolgte im Studienjahr 2007/08 der Umstieg auf Bachelor- und Master-Studiengänge. mit den akademischen Abschlüssen Bachelor of Arts in Business bzw. Bachelor of Arts in Social Sciences oder Master of Arts in Business bzw. Master of Arts in Social Sciences. Der Abschluss eines Master-Studiums an der FHWien der WKW berechtigt zu einem weiterführenden Doktorats- bzw. PhD-Studium.
Im Jänner 2023 übernahm die FHWien der WKW das Hernstein Institut für Management und Leadership.
Auf dem Gelände des heutigen WKO campus wien, Währinger Gürtel 97, befand sich von 1873 bis 1943 das Spital der Israelitischen Kultusgemeinde (Rothschild-Spital). In der Nachkriegszeit diente das Gebäude als Lager für jüdische Displaced Persons sowie später für jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa. 1960 wurde das Spitalsgebäude abgerissen.
Nach Plänen von Karl Schwanzer wurde ab 1960 auf dem Gelände des ehemaligen Spitals das Wirtschaftsförderungsinstitut der Kammer der gewerblichen Wirtschaft (WIFI) gebaut. Die Eröffnung fand am 14. März 1963 statt.
Nach einem 18-monatigen Umbau zogen 2007 alle Studienbereiche (früher: Institute) der Fachhochschule in den WKO campus wien.
Am 16. September 2010 enthüllten das WIFI Wien und das Währinger Bezirksmuseum im Haus am Währinger Gürtel 97 eine Gedenktafel zur Erinnerung an den früheren Standort des Krankenhauses.
2023 wurde nach zwei Jahren Umbauzeit der WKO campus wien wiedereröffnet. Insgesamt wurden 24.600 Quadratmeter umgebaut, das entspricht 53 Prozent der gesamten Fläche des Bildungscampus.
Die FHWien der WKW bietet Bachelor- und Master-Studiengänge an. Die Bachelor-Studiengänge können großteils berufsbegleitend oder in Vollzeit absolviert werden. Die Master-Studiengänge werden ausschließlich berufsbegleitend angeboten. Die Lehre findet überwiegend auf Deutsch statt, zwei Studiengänge werden auf Englisch unterrichtet.
Die FHWien der WKW bietet Studiengänge in neun Bereichen an:
Die FHWien der WKW arbeitet mit über 160 Partnerhochschulen weltweit zusammen, an denen Studierende Auslandssemester absolvieren können. Je nach Studiengang variiert die Auswahl.
Unter dem Namen Hernstein Management Academy werden akademische Weiterbildungsprogramme für Berufstätige angeboten. Die Programme lassen sich den Themenbereichen Digitale Transformation, Kommunikation und Marketing, Management und Nachhaltigkeit zuordnen. Die Abschlüsse reichen je nach Programm von Zertifikaten bis zu akademischen Graden wie EMBA, BA (CE), BPr oder MA (CE).
Die Forschung an der FHWien der WKW wird von einem Forschungsinstitut sowie thematisch gestreut in den jeweiligen Studienbereichen durchgeführt. Dabei wird versucht, auf Schwerpunkte wie Verantwortung und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und digitale Transformation sowie Strategisches Management zu verfolgen.
Institute for Digital Transformation and Strategy
Das 2021 gegründete „Institute for Digital Transformation and Strategy (IDS)“ beschäftigt sich mit angewandter Forschung, Entwicklung und Innovation in zwei Arbeitsfeldern: Einsatz digitaler Technologie sowie Strategisches Management im Kontext der digitalen Transformation. Es werden dabei Projekte mit Unternehmen und drittmittelgeförderte Projekte umgesetzt. Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht.
Im Herbst 2022 wurde eine Studie zur Lieferkettenverantwortung in Österreich präsentiert, die vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) in Auftrag gegeben wurde. Die Studie analysiert die Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechts- und Umweltthemen entlang ihrer Lieferketten.
Im Zeitraum 2021–2023 setzte die FHWien der WKW als Projektkoordinator gemeinsam mit Fraunhofer Austria Research das Projekt „DigiPharmaLogNet“ um. Das Ziel dabei war die Logistik in der Pharmabranche zu automatisieren, die Lieferkette zu optimieren und Verpackungsmaterial einzusparen. Pharmazeutika erfordern unter anderem die nachweisliche Einhaltung spezifischer Umgebungsbedingungen bei hohen Lieferfrequenzen an viele Lieferorten. Die komplexen Logistikanforderungen bedingen Lösungen, die Automatisierung begünstigen.
Zwischen 2022 und 2025 wurde das von der Stadt Wien geförderte Projekt umgesetzt. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojektes stand das Gelingen des digitalen Wandels in etablierten KMU. Diese sind gezwungen, alte „Pfade“ zu verlassen und digitale Innovationen in ihren Organisationen zu integrieren.
2025 wurde in Kooperation zwischen WienTourismus und der Stiftungsprofessur für Nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung der FHWien der WKW unter dem Namen „The Places To Be“ ein Praxishandbuch erstellt. Es fasst zwölf Leitprinzipien zusammen, die aus internationalen sowie Wiener Projekten abgeleitet wurden. Mit dem Playbook möchte die Stadt Wien auf drei zentrale Herausforderungen reagieren: rasches Wachstum der Stadt, die Notwendigkeit intensiver Zusammenarbeit zwischen Stadtplanung, Tourismus und anderen Stakeholdern sowie den sensiblen Umgang mit dem historischen Gefüge der Stadt.
Der Studienbereich Journalismus & Medienmanagement betreibt einen eigenen Ausbildungs-Radiosender mit dem Namen Radio Radieschen.
Das 24-Stunden-Vollprogramm wird im Zuge der Ausbildung teilweise von Studierenden gestaltet und richtet sich an die Zielgruppe der 18- bis 50-Jährigen. Mit einem Wortanteil von 20 Prozent soll journalistisch über aktuelle Geschehnisse informiert werden. Ein Fokus wird auf Studiogespräche, Nachrichten sowie auf redaktionelle Berichte und Beiträge aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gelegt. Das Musikprogramm besteht aus einer Mischung verschiedener Genres und entspricht am ehesten einem Urban-Adult-Contemporary-Format.
Der Ausbildungssender der FHWien der WKW steht Studierenden des Studienbereichs Journalism & Media Management zur Verfügung. Die Studierenden sollen mit diesem Sender das Radiomachen in Theorie und Praxis im Lehrbetrieb erlernen.
Radio Radieschen 91.3 sendet auf der Frequenz 91,3 MHz in Wien sowie über DAB+ in Wien, Niederösterreich und Burgenland. Zusätzlich zum On-Air-Betrieb gibt es auf der Radio-Radieschen-Website einen Online-Stream. Einzelne Sendungen sind als Podcasts auch unter Soundcloud, Spotify sowie großen Podcastanbietern abrufbar.
Die KommAustria erteilte im Mai 2011 die Frequenz für den damaligen Sendernamen StudiFM. Im August 2011 startete der Sender das Programm als „njoy radio 97,5“. Das Studentenprojekt arbeitete damals noch mit dem bereits in der Steiermark existierenden Ausbildungsradio njoy 88,2 zusammen. Die Frequenz wurde im Mai 2013 auf 91,3 MHz gewechselt. Seit dieser Zeit sendet das Ausbildungsradio auf dieser Frequenz. Die FHWien der WKW hat im Mai 2015 selbst um die Zulassung angesucht. Ein zusätzlicher Betrieb auf DAB+ wurde im Mai 2020 aufgenommen. 2025 erteilte die KommAustria für die Dauer von 10 Jahren eine Zulassung zur Verbreitung des UKW-Hörfunkprogramms.
Das Aufnahmeverfahren für die 20 Bachelor- und Masterstudiengänge verläuft online. Im Studienjahr 2026/2027 konnten sich Interessierte um einen der rund 1100 Studienplätze bewerben. Wenn die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium erfüllt sind, können sich die Bewerberinnen und Bewerber einen Termin für den IT-gestützten Aufnahmetest wählen. Wenn dieser positiv absolviert wurde, folgen je nach gewähltem Studiengang weitere Schritte, wie ein Aufnahmegespräch, ein Assessment-Center oder eine Präsentation.
Im Juni 2024 kam es zu einer technischen Panne, bei der irrtümlich 480 Zusagen zu Studienplätzen versendet wurden, die tatsächlich nicht verfügbar waren.
Die Betroffenen erhielten nach kurzer Zeit eine E-Mail mit dem Hinweis, dass die Zusage fehlerhaft war und blieben auf der Warteliste. Die Österreichische Hochschüler:innenschaft (ÖH) kritisierte den Vorfall als inakzeptabel und forderte Entschädigungen sowie Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene, insbesondere für jene, die aufgrund der Zusage andere Studienangebote abgelehnt hatten. Von Seiten der Fachhochschule wurde der Fehler bedauert, eine verbindliche Lösung für alle Betroffenen konnte jedoch nicht angeboten werden.
Ein vergleichbarer Fehler war bereits im Juli 2014 aufgetreten, als infolge einer Softwareumstellung fehlerhafte Aufnahmeentscheidungen an Studienwerber versendet wurden. Damals erhielten 35 Bewerber nachträglich eine Absage und weitere 59 die Information, doch nur auf der Warteliste zu stehen.
Koordinaten: 48° 13′ 37″ N, 16° 20′ 55″ O