FHONDA-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q15.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen des Auges
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das FHONDA-Syndrom, Akronym für Fovea-Hypoplasie, Optic Nerve Decussation (Sehnervenkreuzung) und Fehlbildung des vorderen Augensegmentes, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den namensgebenden Hauptmerkmalen.

Synonym: englisch Foveal hypoplasia-optic nerve decussation defect-anterior segment dysgenesis syndrome

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 2004 durch die britischen Ärzte B. Pal, M. D. Keen und Mitarbeiter.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im SLC38A8-Gen auf Chromosom 16 Genort q23.3 zugrunde, welches für einen SLC-Transporter kodiert.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Hinzu können Mikrophthalmie und Colobom treten.

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus der klinisch-augenärztlichen Untersuchung zusammen mit der medizinischen Bildgebung durch Magnetresonanztomographie.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag zu Foveahypoplasie-Sehnervenkreuzung-Dysgenesie des vorderen Augensegmentes-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 8. August 2024.
  2. ↑ B. Pal, M. D. Mohamed, T. J. Keen, G. A. Williams, J. A. Bradbury, E. Sheridan, C. F. Inglehearn: A new phenotype of recessively inherited foveal hypoplasia and anterior segment dysgenesis maps to a locus on chromosome 16q23.2-24.2. In: Journal of Medical Genetics. Band 41, Nummer 10, Oktober 2004, S. 772–777, doi:10.1136/jmg.2004.020040, PMID 15466012, PMC 1735603 (freier Volltext).
  3. ↑ Foveal hypoplasia 2, with or without optic nerve misrouting and/or anterior segment dysgenesis. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  4. ↑ Eintrag zu Axenfeld-Anomalie. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)