Fabian Barcata

Maurizio Emmanuele Barcata (1919)

Fabian Barcata OFM (* 29. März 1868 in Valfloriana als Maurizio Emmanuele Barcata; † 25. November 1954 in Schwaz) war Franziskaner, Künstler, Militärkaplan und Missionar.

Biografie

Familienfoto

Maurizio Emmanuele Barcata wurde als Sohn von Antonio und Catterina Genetin geboren und in der Pfarre San Floriano di Valfloriana im Fleimstal am 31. März 1868 getauft. 1885 trat er in den Franziskanerorden ein und erhielt den Ordensnamen Fabian. Am 3. Mai 1891 wurde er im Dom zu Brixen zum Priester geweiht. Im November 1893 übernahm er die Klerikerausbildung von Albanern in Maria Lankowitz und später wirkte er als Hochschullehrer in Graz.

Von 1895 bis 1897 wirkte er als Kurat in Albanien. 1897 kehrte er nach Österreich zurück, zuerst nach Innichen (1898) und später nach Graz (1899). 1899 ging er als Missionar nach Albanien, wo er bis 1907 blieb. Nachdem er an Malaria erkrankte, beschloss er in die Heimatprovinz zurückzukehren.

1915 bis 1919 wurde er Militärkaplan und bekam den Auftrag, den österreichisch-ungarischen Friedhof in Bondo (Trentino) zu gestalten, wofür er sehr bekannt wurde. 1917 wurde der monumentale Brunnen, der Francesco Giuseppe in Vezzano gewidmet ist, von ihm selber eingeweiht.

Ab 1922 lebte P. Fabian im Kloster in Schwaz (Tirol), wo er auch ein Kriegerdenkmal für den Friedhof der nahegelegenen Gemeinde St. Margarethen schuf. Von 1925 bis 1929 baute er einen Hochaltar und vier Seitenaltäre für die St.-Joseph's-Minor-Kapelle in Callicoon (Bundesstaat New York, USA). Alle diese Werke sind aber heute nicht mehr erhalten.

Werke

Veröffentlichungen

1. Lule, Vätersatzung und Väterbrauch in Albanien, eine wahre Geschichte aus Albaniens jüngster Vergangenheit; München : Pfeifer, 1924

2. Lula, ein Erlebnis aus Albaniens jüngster Vergangenheit, Roman; Innsbruck: Tyrolia, 1921 (der Roman erschien u. a. auch in Fortsetzungen in: Kathol. Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln 1930, Warnsdorfer Blätter, Reichspost (Wien) und wahrscheinlich noch anderen Zeitungen)

3. Lula, Román; Prag : Tiskárny, 1931 (tschechische oder slowakische Übersetzung von Oberleutnant Eugen Pitha; im Provinzarchiv Schwaz)

4. Lule, Nji histori e verete …; Tirane : Shtypshkroje „Nikaj“, 1930 (albanische Übersetzung, im Provinzarchiv Schwaz; neueste Auflage: Lule, një histori e vërtetë prej kohës së kalueme të Shqinisë; Tiranë : Mirdita, 2001)

5. Christo geschenkt, eine Novelle aus Albaniens Bergen, in: Glöckleins-Kalender für das Jahr 1925; Innsbruck : Tyrolia, 1925, S. 49–78 (erschien auch in Fortsetzungen in der Zeitschrift „Antoniusbote“ 38 (1931))

6. Die sterbende Glocke, in: Glöckleins-Kalender für das Jahr 1926; Innsbruck : Tyrolia, 1926, S. 53–96

7. Aus meinem albanischen Tagebuch (1905–1906), in: St. Franziszi-Glöcklein 49 (1926-27) 68–73, 93–97, 154–160, 183–187, 214–218, 257–260, 293–297, 341–346

8. Das Gelöbnis, eine Geschichte aus dem Weltkrieg, in: St. Franziszi-Glöckleins-Kalender für das Jahr 1929; Hall i. T. : Franiskaner-Missionsverein, 1929, S. 36–77

9. Bericht über seine Tätigkeit als Feldkurat im Weltkrieg, in: V. Lipusch, Österreich-Ungarns katholische Militärseelsorge im Weltkrieg, Wien, 1938, S. 281–284

10. Eine Weihnachtsmesse im winterlichen Hochgebirge, in: V. Lipusch, Österreich-Ungarns katholische Militärseelsorge im Weltkrieg, Wien, 1938, S. 336–339

11. Ein schwerer Gang, in: V. Lipusch, Österreich-Ungarns katholische Militärseelsorge im Weltkrieg, Wien, 1938, S. 368–374 (S. 576/577 Bild des P. Fabian)

Bibliografie

Commons: Fabiano Barcatta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Personendaten
NAME Barcata, Fabian
ALTERNATIVNAMEN Barcata, Maurizio Emmanuele (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG Franziskaner, Künstler, Militärkaplan und Missionar
GEBURTSDATUM 29. März 1868
GEBURTSORT Valfloriana
STERBEDATUM 25. November 1954
STERBEORT Schwaz