Fabian Michl (* 1988 in Regensburg) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Verfassungshistoriker und Professor für Öffentliches Recht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Michl studierte von 2007 bis zu seinem Ersten Staatsexamen im Jahr 2012 Rechtswissenschaft an der Universität Regensburg. Nach seinem juristischen Vorbereitungsdienst mit Wahlstation beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof legte er 2014 das Zweite Staatsexamen ab. 2014/15 studierte er Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der Universität Edinburgh.
Von 2016 bis 2017 war Michl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht von Gerrit Manssen an der Universität Regensburg. Dort wurde er 2017 mit einer Arbeit über die Grundrechtecharta der Europäischen Union promoviert. Von 2018 bis 2021 war Michl als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verfassungstheorie von Oliver Lepsius an der Universität Münster tätig.
2021 wurde Michl als Juniorprofessor für Öffentliches Recht und das Recht der Politik an die Universität Leipzig berufen. 2022 veröffentlichte er eine Biografie über die zweite Richterin am Bundesverfassungsgericht Wiltraut Rupp-von Brünneck, die breit rezensiert wurde. 2024 wurde Michl in die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen. Im selben Jahr war er Gastprofessor an der Universität Brescia.
2025 habilitierte sich Michl mit einer Schrift über die Paradigmen des deutschen Wahlrechts an der Universität Münster. Ihm wurde die Lehrbefugnis für Öffentliches Recht, Europarecht, Verfassungsgeschichte und Rechtsphilosophie erteilt. Im selben Jahr erhielt Michl Rufe auf Professuren an den Universitäten Leipzig und Freiburg. Nach Annahme des Rufes an die Universität Freiburg wurde er dort 2026 Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Direktor der Abteilung 6 des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungsrecht, der Verfassungstheorie und der Verfassungsgeschichte mit einem besonderen Augenmerk auf dem Recht der Demokratie.
Zusammen mit dem Politikwissenschaftler Thorsten Faas verfasste Michl für die Friedrich-Ebert-Stiftung 2026 ein Policy Paper über Zielkonflikte und Handlungsoptionen einer Wahlrechtsreform. Zuvor hatte er bereits in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Staatsrechtler Christoph Möllers zu Fragen der Wahlrechtsreform Stellung genommen.
(Quelle: )
| Personendaten | |
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| NAME | Michl, Fabian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler, Verfassungshistoriker und Professor |
| GEBURTSDATUM | 1988 |
| GEBURTSORT | Regensburg |