Facilitymanagement

Facilitymanagement ([fəˈsɪlɪtɪ ˌmænədʒmənt], gebräuchliche Abkürzung: FM; alternative Schreibweise Facility Management oder Facility-Management), auch Liegenschaftsverwaltung oder Gebäudemanagement, bezeichnet die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie deren technische Anlagen und Einrichtungen (englisch facilities). In Großbritannien, Australien und Kanada ist die Bezeichnung facility management üblich, in den USA ursprünglich facilities management. In Deutschland wurde dieser Anglizismus im April 2019 in der DIN EN ISO 41011 genormt.

Facilitymanagement ist eine eigene Wissenschaftsdisziplin und wird als Studiengang an 22 Hochschulen angeboten. Gebäude, Liegenschaften und betriebliche Abläufe werden im FM ganzheitlich betrachtet. Ziel der koordinierten Abwicklung von Prozessen ist dabei der rechtssichere Betrieb von Anlagen und Gebäuden, die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten dauerhaft zu senken, Fixkosten zu flexibilisieren, die technische Verfügbarkeit der Anlagen zu sichern sowie den Wert von Gebäuden und Anlagen langfristig zu erhalten oder gar zu steigern.

Begriff

Die DIN EN ISO 41011 definiert Facility (Einrichtung) als „Ansammlung von Assets (3.2.1), die gebaut, installiert oder errichtet wurden, um den Erfordernissen (3.1.4) einer Einheit (3.7.11) zu dienen“. Der Begriff Facility Management wird in dieser Norm gleichgesetzt mit Facilities Management, FM und Gebäudemanagement. Definiert wird er als „organisatorische Funktion, die Personen, Ort und Prozess (3.5.1) innerhalb der bebauten Umgebung (3.2.3) zu dem Zweck integriert, die Qualität (3.7.1) des Lebens von Personen und die Produktivität des Kerngeschäfts (3.1.7) zu verbessern“ Somit ist in dieser Norm u. a. die Spezifizierung durch innerhalb der bebauten Umgebung aufgenommen worden.

Ergänzend ist die DIN EN ISO 41011 Teil der internationalen Normenreihe ISO 41000, welche Anforderungen und Begriffe für ein standardisiertes Facility Management definiert. Neben der ISO 41011 (Begriffe) sind insbesondere die ISO 41001 (Managementsysteme für Facility Management) sowie die ISO 41012 (Leitlinien für strategisches Facility Management) relevant.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in der gültigen deutschen Normung das Facility Management als strukturiertes Leistungsverhältnis zwischen Kerngeschäft (Organisation) und den Unterstützungsprozessen (Provider) verstanden wird. Es geht also nicht nur um Bewirtschaftungskosten von Gebäuden und Anlagen, sondern um die Art und Weise der Bereitstellung von Sekundärleistungen für das eigentliche Kerngeschäft. In Abgrenzung dazu sind aber die im Facilitymanagement-Markt agierenden Dienstleister sowohl immobilienbezogen als auch in nicht-immobilienbezogenen Dienstleistungen wizue zum Beispiel Catering, Bereitstellung von Fahrdiensten oder Fuhrpark u. ä. aktiv. Diese Tätigkeiten werden in der Gesamtheit durch die DIN EN ISO 41011 als Facility Services beschrieben.

Umgangssprachlich wird manchmal auch der Begriff Objektbetreuung mit Facility Management gleichgesetzt. Dies ist in Hinblick auf die durch die HOAI als Leistungsumfang für Planer beschriebenen Prozesse in der Leistungsphase 9: Objektbetreuung falsch. Auch in den einschlägigen, deutschsprachigen Normen und Richtlinien (vgl. Abschnitt unten) gibt es keinen Hinweis, dass eine Gleichsetzung dieser beiden Begriffe vorgesehen ist.

Während die Objektbetreuung überwiegend operative Leistungen wie Wartungen, Instandhaltungen, Kontrolle und Betreuung einzelner Gebäude umfasst, bezeichnet Facility Management eine ganzheitliche Managementdisziplin, die strategische, taktische und operative Aufgaben integriert auf die Unterstützung der Kernprozesse einer Organisation ausgerichtet ist.

Die Abgrenzung der im englischen Sprachgebrauch verbreiteten Begriffe Corporate-Real-Estate-Management (CREM) oder auch Corporate Real Estate Asset Management (CREAM) bzw. betriebliches Immobilienmanagement von Facility Management ist in der Literatur umstritten. Aus Sicht der CREM-Fachleute, werden unter CREM alle immobilienbezogenen Tätigkeiten eines Unternehmens verstanden, dessen Kerngeschäft nicht in der Immobilie liegt. CREM befasst sich mit der wirtschaftlichen Beschaffung, Bewirtschaftung und Verwertung der Liegenschaften von Fertigungs-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Die Liegenschaften dienen hierbei der Durchführung und Betreuung der Kernaktivitäten. Nach dieser Definition ist FM also Teil von CREM, aber CREM umfasst zusätzlich das Property Management, Asset Management und die Immobilienstrategie. Aus Sicht der FM-Fachleute sind zumindest Anteile aus dem betriebswirtschaftlichen, auf Vermögenswerte ausgerichteten Bereich vom CREM auch Teil des Strategischen Facility Management und eine Trennung der Begriffe ist nicht notwendig. Tatsache ist, dass CREM als Begrifflichkeit später geprägt wurde als FM. Im Jahr 1983 ergab eine Studie von Zeckhauser und Silverman, dass schätzungsweise zwischen 25 und 40 Prozent des Unternehmensvermögens aus Immobilien bestehen. Seitdem hat sich eine große Literatur über die strategische Bedeutung dieses Unternehmensvermögens entwickelt und der Begriff Corporate-Real-Estate-Management wurde eingeführt. Eine Theorie zur Entwicklung der Trennung des strategischen Teils des Arbeitsplatzmanagements vom operativen Teil ist das relativ schlechte Image, mit dem FM konfrontiert war.

Historie

In der Literatur wird häufig beschrieben, dass der Begriff Facility Management erstmals in den 1950er Jahren durch die US-amerikanische Fluggesellschaft Pan-American World Services (PAWS) geprägt wurde. Damals war es das Ziel von FM, die Produktivität bei Betriebsführung und Wartung zu steigern. Die PAWS war Facility-Management-Dienstleister für die US Air Force und gilt als erstes externes Facility-Management-Unternehmen.

Die nächsten Meilensteine in der FM-Entwicklung sind rund 30 Jahre jünger und sprechen für das Corporate Facility Management, wie es sich heute etabliert hat. Im Jahr 1978 veranstaltete einer der weltweit größten Möbelhersteller auf einer Konferenz eine Umfrage, in der die Auswirkungen und der Einfluss gebäudespezifischer Faktoren auf die Produktivität eines Unternehmens untersucht wurden. Das Unternehmen hoffte, die Stagnation beim Verkauf seiner Möbel durch die Schaffung von Arbeitsplätzen aus ergonomischer und arbeitspsychologischer Sicht zu verbessern. Zu dieser Zeit war ein solches Denken zur Erreichung der zentralen Unternehmensziele völlig neu. Auf Grund eines auf dieser Konferenz getroffenen Beschlusses zur Gründung einer Arbeitsgruppe wurde im Jahr 1979 in Ann Arbor, Michigan das Facility Management Institute (FMI) gegründet. In der Folge setzt sich auch die Wissenschaft mit dem Thema auseinander. Kurze Zeit später, im Jahr 1980, gründeten während eines Seminars am Facility Management Institute in Ann Arbor etwa 40 Facility Management-Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen die National Facility Management Association NFMA, die später nach der Aufnahme weiterer Länder zur International Facility Management Association IFMA wurde.

In Europa wurde Facility Management Mitte der 1980er Jahre eingeführt, zunächst in Großbritannien. Aus diesem Grund wurde im Jahr 1985 der Verband der Facility Manager (AFM) gegründet. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Facility Managements war der Aufbau eines europäischen Netzwerks im Jahr 1990 in Glasgow. Außerhalb der USA, Kanadas und Europas hat sich Facility Management auch in Australien und Japan etabliert.

Als Ziele der im Jahr 1989 gegründeten German Facility Management Association, kurz GEFMA, gelten die Aktivitäten des Facility Management in Deutschland zu fördern, um neben den unterschiedlichen Auffassungen aller am Markt Beteiligten einen Ausgleich auch durch Bündelung zu schaffen. Auch das Programm der IFMA Germany e. V. als der im Jahr 1996 gegründeten deutsche Landesgruppe der IFMA ist ähnlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fördern die beiden Landesverbände nun den Aufbau eines Facility Managements in Deutschland durch gezielte Zusammenarbeit. Für das einheitliche Verständnis zu dem Begriff Facility Management in Deutschland war auch die Veröffentlichung der DIN EN 15221-1 und 15221-2 im Jahr 2007 von entscheidender Bedeutung.

Leistungsumfang

Das Facilitymanagement sorgt als Sekundärprozess für einen langfristigen Erhalt oder eine Erhöhung der Vermögenswerte von Unternehmen in Form von Bausubstanz, Anlagen und Einrichtungen. Im deutschen Sprachgebrauch wird FM hauptsächlich auf Gebäude und Liegenschaften bezogen. Dabei wird der Begriff über den Leistungsumfang (Aufgaben) definiert. Die Aufgaben werden in den technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Bereich unterteilt. Als Beispiele können das Überwachen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA), das Organisieren und Beauftragen von Gebäude-Dienstleistungen, das Erstellen von Ausschreibungsunterlagen für Umbau und Instandhaltung sowie das Beschaffungsmanagement für sämtliche Gebrauchsgüter von der Energie bis zum Werbemittel genannt werden.

Facilitymanagement ist ein ganzheitlicher, strategischer und lebenszyklusbezogener Managementansatz, um Facilities, ihre Systeme, Prozesse und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen und marktgerechten Bedürfnisse anzupassen. Es optimiert so den Betrieb, die Wirtschaftlichkeit, die Nutzung, die Vermarktung und die Werterhaltung der gesamten Liegenschaften und Einrichtungen einschließlich aller hierfür notwendigen Prozesse und erreicht dadurch eine ganzheitliche und umfassende Immobilien-, Einrichtungs- und Infrastrukturerstellung, -bereitstellung und -bewirtschaftung mit dem Ziel, den Ertrag langfristig zu steigern, die Qualität zu sichern und Wert zu erhalten.

Dazu hat sich der Leistungsumfang des Facilitymanagements erweitert. Neben klassischen Bewirtschaftungsaufgaben umfasst er zunehmend datenbasierte Steuerungs- und Analyseprozesse. Die systematische Erfassung von Flächen-, Energie-, und Wartungsdaten bildet die Grundlage für Kennzahlenmodelle und Performance-Messsysteme. Dadurch können Optimierungspotentiale im Gebäudebetrieb identifiziert und strategische Entscheidungen evidenzbasiert getroffen werden. Darüber hinaus gewinnen Nachhaltigkeitsaspekte im Leistungsportfolio an Bedeutung. Energieeffizienzmaßnahmen, CO2-Reduktioinsstrategien sowie die Integration von ESG-Kriterien sind Bestandteile moderner Facilitymanagement Konzepte. German Facility Management Association

Operatives Facilitymanagement

Es kennzeichnet Maßnahmen aus allen Bewirtschaftungskernaufgaben einer Liegenschaft und beinhaltet Hauptteile des klassischen Gebäudemanagements. Es sieht das Gebäude jedoch aus ganzheitlicher Sicht über dessen gesamte Lebensdauer und Nutzungsbestimmung in Abstimmung mit der strategischen Unternehmensausrichtung.

Dabei gibt es die Eigentümersicht, die den Gebäudebetrieb zu garantieren hat, und die Nutzersicht – alle Unternehmungen vom Singlehaushalt über Verwaltung, Produktion bis zum Altenheim. Die Eigentümersicht ES wird geprägt durch alle Leistungen des Immobilien- und Gebäudemanagements und die Nutzersicht NS durch die Organisation aller Bedarfe im Rahmen des Facilitymanagement rund um die Wertschöpfung, die in der jeweiligen Immobilie durchgeführt wird. Ist der Eigentümer = Nutzer integriert das Facilitymanagement das Immobilien- und Gebäudemanagement.

Hierfür werden verschiedene Bereiche, Aufgaben und Programme unterschieden.

Strategisches Facilitymanagement

Die Ausrichtung des strategischen Facilitymanagements leitet sich direkt aus der jeweiligen Unternehmensstrategie ab.

Die Strategie bestimmt, in welchen Geschäftsfeldern ein Unternehmen tätig sein soll, wie der Wettbewerb in diesen Geschäftsfeldern zu bestreiten ist und was die langfristige Erfolgsbasis oder Kernkompetenz des Unternehmens darstellt. Während in fast allen Unternehmensbereichen schon seit vielen Jahren Maßnahmen zur Strategieumsetzung getroffen werden, erfolgt dieses im Facilitymanagement nur unzureichend. Dies zeigt, dass das Facilitymanagement erst in geringem Maße als strategische Ressource von den meisten Unternehmen erkannt wird, obwohl dadurch ein zunehmend erfolgskritischer Wettbewerbsfaktor latent vorhanden ist. Auch wird im Instrument der Wertkettenanalyse von Porter die Bedeutung der Liegenschaftsaktivitäten zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen nur unzureichend berücksichtigt. Diese Vernachlässigung einer wertorientierten Betrachtung des Immobilienvermögens gerade in non-property-companies basiert auf der Unterschätzung seiner Relevanz auf den Gesamtunternehmenserfolg durch das Top-Management.

Die nachfolgenden Zahlen verdeutlichen jedoch den Stellenwert der Immobilien für den Unternehmenserfolg, welcher sich aus der Kapitalbindung ergibt:

Das Top-Management, welches Immobilien als Teil der Unternehmensstrategie begreift und behandelt, kann durch einen aktiven und ergebnisorientierten Umgang mit ihnen einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis erwirtschaften und so die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Die Unternehmen erreichen dadurch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Deshalb ist die Bedeutung des Facility-Managements auch und gerade für Non-property-Unternehmen so wichtig. Trotzdem verfügen die meisten Unternehmen noch nicht einmal über ein Informationssystem, das aktuelle, grundstücks- und gebäudebezogene Daten bereithält.

Marktvolumen und Anbieter

Im Jahr 2017 ist das Marktvolumen für Facility Services deutlich langsamer als in den Vorjahren gewachsen. Nach Wachstumsraten von 5 Prozent im Jahr 2015 und 4,2 Prozent im Jahr 2016, betrug das Wachstum im Jahr 2017 nur 1,5 Prozent. Die Facility Management-Branche trug im Jahr 2016 laut GEFMA über 134 Milliarden Euro zur deutschen Bruttowertschöpfung bei.

In den Jahren 2016 und 2017 bestimmten die folgenden Unternehmen maßgeblich den deutschen Markt für Facility Services:

Umsatz in Deutschland in Mio. Euro Mitarbeiter in Deutschland
RangUnternehmenim Jahr 2016im Jahr 2017im Jahr 2016im Jahr 2017
1Spie GmbH1.4001.5009.70010.800
2Apleona GmbH1.433,91.477,913.09013.540
3Wisag Facility Service Holding1.016,31.067,431.14132.102
4Strabag Property and Facility Services99399411.70011.704
5Dussmann Service Deutschland89087022.40023.500
6Gegenbauer Holding65766716.99317.212
7Compass Group Deutschland66664615.00015.000
8Engie Deutschland5576282.3022.524
9Piepenbrock Facility Management50356426.00626.600
10Kötter Unternehmensgruppe54554918.90018.600

In der Schweiz war im Jahr 2019 die ISS Facility Services AG aus Zürich (Tochterunternehmen des Dänischen Konzerns ISS A/S) mit einem Umsatz von mehr als 800 Millionen Schweizer Franken der dominierende Anbieter. Auf Rang zwei folgt Bouygues Energies & Services vor Vebego, CBRE, CHF Engie und Honegger.

Techniken

Computer-Aided Facility Management (CAFM) bezeichnet die Unterstützung des Facility Managements durch Informationstechnik. CAFM-Systeme dienen insbesondere der Verwaltung von Gebäuden, Flächen, Anlagen, Arbeitsplätzen, Wartungsprozessen und weiteren betrieblichen Ressourcen.

Im Gebäudebetrieb werden CAFM-Lösungen häufig mit anderen technischen Systemen verbunden, beispielsweise mit der Gebäudeautomation, Brandmeldeanlagen, Videoüberwachung oder elektroakustische Anlagen. Dadurch können Informationen aus unterschiedlichen Quellen zentral erfasst und für betriebliche Prozesse genutzt werden.

Die Gebäudeautomation übernimmt dabei die automatische Steuerung, Überwachung und Optimierung technischer Anlagen in Gebäuden. Hierzu werden Sensoren, Aktoren, Bedienelemente und weitere technische Komponenten über Kommunikationsnetzwerke miteinander verbunden. Auf dieser Grundlage lassen sich unterschiedliche Betriebsabläufe automatisieren und zu gemeinsamen Steuerungs- und Überwachungsszenarien zusammenfassen.

Fachbestandteile

Von der GEFMA sind in den Richtlinien 600ff Berufsbilder im Facilitymanagement veröffentlicht worden.

Die fachlichen Bestandteile weisen folgende Struktur auf:

Kompetenzbereiche

Aus Sicht der IFMA beschäftigt sich das Facilitymanagement mit den Kompetenzbereichen Betrieb und Instandhaltung, Immobilien und Liegenschaften, Mitarbeiter- und Umweltfaktoren, Planung und Projektmanagement, Facility Function, Finanzierung, Qualitätsbewertung und Innovation, Kommunikation sowie Technik.

Aus- und Weiterbildung

Das Facilitymanagement kann in Deutschland sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen sowie im Fernstudium in speziellen Studiengängen studiert werden. Darüber hinaus gibt es andere Studienfächer, etwa Bauingenieurwesen, Architektur oder Immobilienwirtschaft, in denen das Facilitymanagement als Vertiefungsrichtung angeboten wird.

Des Weiteren werden die Inhalte von Facilitymanagements auch in diversen Fortbildungsmaßnahmen gelehrt. Hierzu gehört die Fortbildung zum Fachwirt für Gebäude- und Facility Management ein integriertes Ausbildungskonzept in Zusammenarbeit den Handwerkskammern und des IntegrationsModell Bayreuth - IMB. Anzumerken ist, dass der Abschluss „Fachwirt/in für Gebäudemanagement (HWK) und Facility Management (IMB)“ bundesweit anerkannt ist, was reine „Verbandszertifikate“ nicht sind. Der Lehrgang steht unter staatlicher Aufsicht in Körperschaft der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Aus dem Stundenumfang und der inhaltlichen Tiefe des Lehrgangs in Verbindung mit der bundesweiten Anerkennung und der ZFU-Zulassung resultiert die Zuordnung des Abschlusses zur „Meister-plus-Ebene“ durch das „Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst“.

Das Gebäudemanagement ist ein Teilbereich des Facilitymanagement das sich mit der Bewirtschaftung von bestehenden Gebäuden und technischen Anlagen beschäftigt. Dagegen betrachtet das Facilitymanagement die Immobilie in ihrem gesamten Lebenszyklus. Eine ähnliche Fortbildung ist dabei das Seminar der GEFMA mit dem Verbandsinternen Zertifikat zum Fachwirt Facility Management (GEFMA), welcher vielfältige Aspekte innerhalb des Gebäudemanagements untersucht und von verschiedenen Weiterbildungsträgern wie der Technische Akademie Wuppertal angeboten wird.

Organisationen, Verbände, Vereine

Normen und Richtlinien

Literatur

Siehe auch

Wiktionary: Facilitymanagement – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Property and facility management – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 DIN EN ISO 41011. Beuth, Berlin April 2019, S. 6.
  2. ↑ DIN EN ISO 41011. Beuth, Berlin April 2019, S. 8.
  3. ↑ DIN EN ISO 41001:2018-09, Facility Management - Managementsysteme - Anforderungen mit Anleitung für die Anwendung (ISO_41001:2018); Deutsche Fassung EN_ISO_41001:2018. DIN Media GmbH, doi:10.31030/2811705.
  4. ↑ Anlage 15 HOAI Einzelnorm. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  5. ↑ Karl-Werner Schulte, Verena Sturm, Matthias Wiffler: 1 Volkswirtschaftslehre und Immobilienökonomie. In: Immobilienökonomie. OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG, München, S. 1–26, doi:10.1524/9783486843408.1.
  6. ↑ Barry P. Haynes, Nick Nunnington, Timothy Eccles: Corporate Real Estate Asset Management. 2. Auflage. Routledge, 2017, ISBN 978-1-138-91507-7, S. 5–6 (englisch).
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  8. ↑ Agenda für die Weiterentwicklung des Corporate Real Estate Managements. Zentraler Immobilien Ausschuss e. V., 2015, S. 10, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2019; abgerufen am 19. Dezember 2019.
  9. 1 2 Rick Best, Gerard de Valence, Craig Langston: Workplace Strategies and Facilities Management. 1. Auflage. Routledge, 2007, ISBN 978-0-08-052129-9, S. 402 (englisch).
  10. ↑ S. Zeckhauser, R. Silverman: Rediscover your company's real estate. In: Harvard Business Review 61. Band 1, 1983, S. 111 ff. (englisch).
  11. ↑ Jens Nävy, Wolfgang Löwen: Facility Management. Grundlagen, Computerunterstützung, Systemeinführung, Anwendungsbeispiele. 4. Auflage. Springer, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-642-32568-7, S. 40.
  12. ↑ Jörn Krimmling: Facility Management, Strukturen und methodische Instrumente. 5. Auflage. Fraunhofer IRB, 2017, ISBN 978-3-8167-9812-5, S. 13.
  13. ↑ Hanspeter Gondring, Thomas Wagner: Facility Management: Handbuch für Studium und Praxis. 3. Auflage. Vahlen, 2018, ISBN 978-3-8006-5590-8, S. 3 f.
  14. ↑ Dieter Lochmann: Facility Management: Strategisches Immobilienmanagement in der Praxis. 1. Auflage. Gabler, 1998, ISBN 978-3-409-18860-9, S. 44 f.
  15. ↑ Hanspeter Gondring, Thomas Wagner: Facility Management: Handbuch für Studium und Praxis. 3. Auflage. Vahlen, 2018, ISBN 978-3-8006-5590-8, S. 3 f.
  16. ↑ Jens Nävy, Matthias Schröter: Facility Services: Die operative Ebene des Facility Managements. 1. Auflage. Springer, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-39544-4, S. 27.
  17. ↑ GEFMA und IFMA vereinbaren Zusammenarbeit. In: facility-management.de. Bauverlag BV GmbH, abgerufen am 20. Dezember 2019.
  18. ↑ Paul Stadlöder: Einheitliches FM-Verständnis. In: facility-manager.de. Januar 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2021; abgerufen am 20. Dezember 2019.
  19. ↑ Martin Mohrmann: Facility Management mithilfe der Balanced Scorecard neu denken. 2. Auflage. BoD – Books on Demand GmbH, 2011, ISBN 978-3-8334-7112-4, S. 2.
  20. 1 2 Operatives Facility Management und strategisches Property Management. instandhaltung.de, abgerufen am 19. November 2022.
  21. 1 2 Vgl. Martin Mohrmann: Facilitymanagement mithilfe der Balanced Scorecard neu denken, Books on Demand GmbH, August 2007
  22. ↑ Strategisches Facility Management. Abgerufen am 19. November 2022.
  23. 1 2 Lünendonk-Liste 2018: Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  24. ↑ Julia Hubert: Statistiken zu Facility Services. 6. August 2019, abgerufen am 18. Dezember 2019.
  25. ↑ Robert Altmannshofer: Internationale Dienstleister dominieren Schweizer Facility-Services-Markt. 4. Juli 2019, abgerufen am 30. September 2021.
  26. ↑ Michael Marchionini, Joachim Hohmann, Michael May: Zum Verhältnis von Facility Management und CAFM. In: CAFM-Handbuch: Digitalisierung im Facility Management erfolgreich einsetzen. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-21357-2, S. 5–14, doi:10.1007/978-3-658-21357-2_2.
  27. ↑ GEFMA Richtlinien. Abgerufen am 18. Dezember 2019.
  28. ↑ Gebäudemanagement / Fachwirt (HWK) / Facility Management, auf meisterschulen.de
  29. ↑ Fachwirt/in für Gebäudemanagement und Facility Management, auf fm-hwk.de
  30. ↑ Corenet Global. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Dezember 2019; abgerufen am 18. Dezember 2019 (englisch).
  31. ↑ EuroFM. Abgerufen am 18. Dezember 2019 (englisch).
  32. ↑ Facility Management Association of Australia. Abgerufen am 18. Dezember 2019 (englisch).
  33. ↑ fmpro. Abgerufen am 18. Dezember 2019.
  34. ↑ GEFMA. Abgerufen am 18. Dezember 2019.
  35. ↑ IFMA. Abgerufen am 18. Dezember 2019 (englisch).
  36. ↑ RealFM e. V. Abgerufen am 18. Dezember 2019.
  37. ↑ Verband Beratender Ingenieure - VBI. Abgerufen am 18. Dezember 2019.