| Falcatifolium | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Falcatifolium | ||||||||||||
| de Laub. |
Falcatifolium ist eine Pflanzengattung in der Familie der Steineibengewächse (Podocarpaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der fünf oder sechs Arten liegt auf einigen Inseln, die beispielsweise zu Indonesien, den Molukken, den Philippinen gehören und auf Borneo sowie auf Neukaledonien.
Falcatifolium-Arten sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Sowohl die Rinde als auch die Blätter enthalten Harz. Die Borke ist dünn, faserig, zeigt verstreute Korkporen und kann abblättern. Die Verzweigung in monopodialen Bäumen erfolgt in Scheinwirteln und ist bei Sträuchern unregelmäßig. Belaubte Zweige enden in lockeren Knospen, die durch schmal dreieckige Schuppenblätter gebildet werden.
Das Holz ist weich, leicht, duftend und hellbraun und zeigt nur geringe Unterschiede zwischen Kern- und Splintholz. Es ist fein und gleichmäßig gemasert, Wachstumsringe sind nur undeutlich ausgebildet. Harzkanäle fehlen, jedoch werden einzelne Harzzellen gebildet.
Die Blätter sind zweigestaltig, es werden Schuppenblätter und Laubblätter unterschieden. Die Schuppenblätter wachsen mehr oder weniger angedrückt an Haupttrieben und zapfentragenden Trieben. Die Laubblätter wachsen mehr oder weniger zweireihig angeordnet, sie sind zweiseitig seitlich abgeflacht, haben also eine linke und rechte Seite, und schief lanzettlich-sichelförmig. Die Blätter sind einnervig, deutlich größer als die Schuppenblätter, jedoch sehr unterschiedlich in der Größe. Sie bilden auf beiden Blattseiten Spaltöffnungen.
Falcatifolium-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).
Die Pollenzapfen sind zylindrisch bis kätzchenförmig. Sie wachsen meist einzeln seltener in Gruppen, achselständig an schuppigen Stielen. Die Mikrosporophylle sind klein, dreieckig oder zugespitzt und zeigen zwei rundliche Pollensäcke, die mit zwei Luftkammern versehene Pollen enthalten.
Die Samenzapfen wachsen einzeln, seitenständig oder seltener endständig auf beschuppten Stielen. Die Samenzapfen bestehen aus acht bis zwölf spiralig angeordneten Deckschuppen, die anschwellen, fleischig werden und sich rot färben und zusammen mit der Zapfenachse ein unregelmäßig geformtes „Podocarpium“ bilden. Nahe der Spitze des Podocarpiums wächst eine fertile Samenschuppe, welche auf der adaxialen Seite die einzelne Samenanlage trägt. Die flügellosen Samen sind eiförmig, jedoch mehr oder weniger abgeflacht und zeigen zwei seitliche Grate. Sie stehen aufgerichtet schief zur Achse des Podocarpium und sind an der Basis vom angeschwollenen Epimatium, das aus einem oder zwei angeschwollenen Samenschuppen gebildet wird, umgeben.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10.
Die Gattung Falcatifolium wurde 1969 durch David John de Laubenfels in Journal of the Arnold Arboretum, Volume 50, Seite 308 aufgestellt. Typusart ist Falcatifolium falciforme (Parl.) de Laub.
Die Gattung Falcatifolium gehört zur Familie Podocarpaceae innerhalb der Ordnung Coniferales. Arten, die zuvor den Harzeiben (Dacrydium) zugeordnet waren, wurden in die neue Gattung Falcatifolium gestellt. Die Arten der Gattung Falcatifolium unterscheiden sich von denen der Gattung Dacrydium durch die Position der Zapfen, die Form des Epimatiums und die unterschiedliche Form der Blätter. Genetische Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Arten der Gattungen Falcatifolium und Dacrydium nah miteinander verwandt sind, näher als die später von den Harzeiben abgetrennten Gattungen Halocarpus, Lagarostrobos, Lepidothamnus und Manoao.
Das Verbreitungsgebiet der Falcatifolium-Arten liegt in Melanesien, auf Borneo, Sulawesi, den Philippinen, auf den Molukken, in Neuguinea und auf Neukaledonien.
Die Arten der Gattung Falcatifolium sind untereinander eng verwandt, sie unterscheiden sich vor allem durch die Größe und die Form der Laubblätter. Aljos Farjon 2010 unterscheidet folgende sechs Arten:
James Eckenwalder sieht 2009 Falcatifolium sleumeri nur als Synonym für Falcatifolium papuanum. Er gibt für die restlichen fünf Arten folgende Unterscheidungsmerkmale an, wobei das Podocarpium nur zur Unterscheidung von Falcatifolium papuanum und Falcatifolium taxoides ausschlaggebend und für zwei Arten nicht bekannt ist.
Es gibt nur wenige fossile Funde, Funde aus dem Eozän Südostaustraliens weisen ein Alter von etwa 45 Millionen Jahren auf. Die Abspaltung von den anderen Gattungen muss also schon davor erfolgt sein. Aus dem Eozän und dem jüngeren Oligozän Tasmaniens kennt man Funde mit ähnlicher Blattform jedoch anderer Oberflächenstruktur, die einer eigenen Gattung Sigmaphyllum zugeordnet werden.
Die Arten der Gattung werden kaum kultiviert, und es gibt auch keine bekannten Kultivare. Das Holz von Falcatifolium falciforme und Falcatifolium papuanum wird zusammen mit dem Holz anderer Vertreter der Steineibengewächse wirtschaftlich genutzt.