Fanel
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Vogelinseln im Naturschutzgebiet Fanel | ||
| Lage | am Nordufer des Lac de Neuchâtel, in den Kantonen Bern und Neuenburg | |
| Fläche | 4,85 km² | |
| WDPA-ID | 168508 | |
| Geographische Lage | 46° 59′ N, 7° 3′ O | |
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| Meereshöhe | 430 m | |
| Einrichtungsdatum | 1967 | |
| Verwaltung | Naturschutzinspektorat des Kantons Bern und Berner Ala | |
| Besonderheiten | erstes Ramsar-Projekt der Schweiz | |
Das Fanel ist ein Naturschutzgebiet in den Kantonen Bern und Neuenburg. Es liegt am Nordostufer des Neuenburgersees und ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet. Auf der Südseite wird es durch den Broyekanal begrenzt, welcher zugleich die Berner Kantonsgrenze zum Kanton Waadt bildet.
Das Fanel wurde am 14. März 1967 auf Beschluss des Regierungsrates zu einem kantonalen Naturschutzgebiet erklärt. Betreut und gepflegt wird es von den Mitgliedern der Berner Ala und dem Naturschutzinspektorat des Kantons Bern.
1976 wurde das Fanel gemeinsam mit den Schutzgebieten „Bas-Lac“ und „Chablais de Cudrefin“ als erstes Ramsar-Objekt der Schweiz ausgewiesen. Als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung stellt es eines der wichtigsten Brut- und Überwinterungsgebiete für Wasservögel in der Schweiz dar. Es liegt im nördlichsten Bereich des grössten zusammenhängenden Schweizer Schilfgebiets, der Grande Cariçaie. Bisher wurden im Gebiet über 300 Vogelarten nachgewiesen, darunter zahlreiche Limikolenarten. Die Landschaft befindet sich 430 m über dem Meeresspiegel und umfasst einen Bereich von 485 ha.
Zur Vogelbeobachtung steht im Bereich der Lagune ein Beobachtungsturm der Berner Ala zur Verfügung. Das Gebiet ist in drei Schutzzonen eingeteilt:
Seit den 1950er Jahren hat der TCS im nördlichen Abschnitt des Fanel auf dem Gebiet der Gemeinde Gampelen einen Campingplatz betrieben, welcher im Oktober 2024 wegen einer bevorstehenden Renaturierung geschlossen wurde. Anschliessend erfolgt ein gestaffelter Rückbau, der bis Ende 2025 erfolgen sollte, sich aber wegen fehlender Baubewilligung verzögert.
Der Landstreifen zwischen dem Broyekanal und den Flachmooren der Lagune soll ab Dezember 2023 revitalisiert werden. Die an das Moor angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen werden renaturiert.