| Faricimab (INN) | ||
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| Andere Namen |
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| Masse/Länge Primärstruktur | 149 KDa | |
| Bezeichner | ||
| Externe IDs |
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| Arzneistoffangaben | ||
| ATC-Code | S01LA09 | |
| DrugBank | DB15303 | |
Faricimab ist ein Arzneistoff zur Behandlung bestimmter Erkrankungen der Netzhaut des Auges. Unter dem Handelsnamen Vabysmo (Hersteller: Genentech) wurde Faricimab von der amerikanischen Behörde FDA im Januar 2022 in den USA zugelassen für die Therapie der neovaskulären (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration (neovascular (wet) age-related macular degeneration, nAMD) und des diabetischen Makulaödems (diabetic macular edema, DME).
Faricimab ist ein monoklonaler Antikörper, der bispezifisch wirkt.
Das Medikament wird in den Glaskörper des Auges (intravitreal) injiziert.
Faricimab ist ein humanisierter bispezifischer Immunglobulin G1(IgG1)-Antikörper, dessen kristallisierbare Fragmentregion (Fc-Region) durch Punktmutationen derart modifiziert wurde, dass die Bindungsinteraktionen mit Fcγ- und FcRn-Rezeptoren aufgehoben wurden.
Faricimab bindet sowohl an den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor A (VEGF-A) als auch an das Angiopoetin-2 (Ang2) und hemmt dadurch zwei unterschiedliche Signalwege:
Faricimab wird durch rekombinante DNA-Technologie unter Verwendung von Zelllinien aus Ovarien des Chinesischen Zwerghamsters (CHO-Zellen) hergestellt.
Die Zulassung beruht auf den Ergebnissen der Studien TENAYA und LUCERNE (Behandlung von nAMD) und YOSEMITE und RHINE (Behandlung von DME). Alle vier Studien – an denen insgesamt mehr als 3.000 Personen teilnahmen – erreichten ihre primären Endpunkte und ergaben einen nicht schlechteren Sehgewinn im Vergleich zur Behandlung mit Aflibercept, wobei das Behandlungsintervall bei einem Teil der Patienten auf bis vier Monate ausgedehnt werden konnte.
Die häufigste unerwünschte Wirkung, die bei 7 % der mit Faricimab behandelten Patienten auftrat, war eine Bindehautblutung.