Fascinum

Fascina aus Bronze (Musée Saint-Remi, Reims)

Fascinum (Plural: Fascina) bzw. Fascinatio bezeichneten in der römischen Antike ursprünglich „Beschreiung“ und „Behexung“, später die Darstellung eines erigierten Penis als Mittel gegen den Bösen Blick.

Etymologie

Die Etymologie des Wortes war bereits in der Antike strittig: Aulus Gellius zitiert Cloatius Verus, der es vom griechischen βασκανία ableitet, was „Verleumdung“, aber auch „Behexung“ bedeutet. Entsprechend ist βασκάνιον ein Mittel gegen Behexung. Bei Sextus Pompeius Festus wird Fascinum und Fas dagegen von fari („künden“, „sprechen“) abgeleitet.

Apotropäischer Phallus

Nimmt man an, dass die Ableitung aus dem Griechischen richtig ist, so ist der Bedeutungswandel von Fascinum von einer Bezeichnung des Bösen Blicks zu einem Mittel zur Abwendung desselben nicht groß. Dieses Mittel nahm dabei speziell die Form eines meist grotesk vergrößerten erigierten Penis an, das

Literatur

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Einzelnachweise

  1. ↑ Gellius Noctes Atticae 16.12.4: item "fascinum" appellatum quasi "bascanum" et "fascinare" esse quasi "bascinare".
  2. ↑ Paulus Diaconus epitome ex Festus 88.16: Fascinum et fas a fando nominantur.