Rumpffläche

Auch Rumpfflächen wie das Bergische Land können durch tief eingeschnittene Flusstäler große Höhenunterschiede aufweisen (Beispiel: Wupper bei Müngsten)

Als Rumpffläche (Peneplain, Fastebene) wird in der Geomorphologie eine besondere Form von Abtragungsfläche eines Rumpfgebirges bezeichnet. Das Besondere an ihrer Entstehung ist, dass die jeweils anstehenden Untergrundgesteine ohne Rücksicht auf ihre morphologisch wirksame Gesteinshärte, ihre Lagerung oder Faltung im Laufe von Jahrmillionen gleichmäßig eingeebnet wurden. Die Entstehung von Rumpfflächen wird hauptsächlich in wechselfeucht-tropischen Klimaten vermutet.

Biogeographisch reichen die Fastebenen heute zumeist von der Planarstufe bis zur kollinen Höhenstufe bis etwa 300 m Meereshöhe.

Rumpfflächen gehören zu den großen Landformen, die das Makrorelief der Erde bilden.

Verbreitung

Rumpfflächenlandschaften mit typischen aus der Fläche herausragenden Inselbergen und flach eingetieften Flachmuldentälern finden sich weltweit in alten Gebirgen, die sich im Laufe der Erdgeschichte unter dem Einfluss tropischen Klimas befanden. In Deutschland finden sich Rumpfflächen vor allem im Rheinischen Schiefergebirge (Eifel, Bergisches Land, Sauerland), im Harz und im Erzgebirge. Im Gegensatz zu jungen Faltengebirgen oder Schichtstufenlandschaften ist der Formenschatz in Rumpfflächenlandschaften wesentlich weicher. Größere Stufen sind meist das Ergebnis tektonischer Vorgänge oder quartärer fluviatiler Erosion.

Entstehungstheorien

Geomorphologische Einordnung

Rumpfflächen werden zu den Skulpturformen gezählt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Harald Zepp: Geomorphologie. (= Grundriss Allgemeine Geographie). Paderborn 2002, ISBN 3-506-97013-5.
  2. ↑ Julius Büdel: Klimageomorphologie. Borntraeger, Stuttgart 1981, ISBN 3-443-01017-2.
  3. ↑ Peter Felix-Henningsen: Die mesozoisch-tertiäre Verwitterungsdecke (MTV) im Rheinischen Schiefergebirge - Aufbau, Genese und quartäre Überprägung. (= Relief, Boden, Paläoklima. Band 6). Berlin/Stuttgart 1990, ISBN 3-443-09006-0.