| Fernsehserie | |
| Titel | Father Ted |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich, Irland |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Sitcom |
| Länge | 24 Minuten |
| Episoden | 25 in 3 Staffeln |
| Idee | Arthur Mathews, Graham Linehan |
| Musik | Neil Hannon |
| Erstausstrahlung | 21. Apr. 1995 – 1. Mai 1998 auf Channel 4 |
| Besetzung | |
Nebendarsteller:
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Father Ted ist eine in den 1990er Jahren produzierte Sitcom über das Leben dreier Priester auf der fiktiven, abgelegenen Insel Craggy Island vor der Westküste Irlands. Die erste Episode wurde am 21. April 1995 auf Channel 4 ausgestrahlt, später in Irland auf Radio Telefís Éireann. Die letzte Episode lief am 1. Mai 1998. Father Ted wurde von Arthur Mathews und Graham Linehan geschrieben.
Die Idee für die Serie entstammt einem Drehbuch aus dem Jahr 1990, das Arthur Mathews und Graham Linehan für die nie verfilmte Mockumentaryserie Irish Lives über sechs archetypische irische Biografien schrieben. Eine Episode sollte vom Priester Ted Crilly handeln, der als „stets gut gelaunter und recht trauriger Mann, der durch einen schrecklichen Schicksalsschlag im Priestertum gelandet ist“ beschrieben wird. Drehbuchautor Mathews griff dabei auf Kindheitserfahrungen mit einem Onkel, der Priester war, zurück. Nachdem klar wurde, dass kein Interesse bestand die Serie zu produzieren, wurde auf Anregung von Geoffrey Perkins um die Figur Ted Crilly eine Sitcom entwickelt. Diese wurde ab 1994 in Irland (Außenszenen) und London (LWT Studios) gedreht.
Während man die meisten Rollen mit erfahrenen Bühnen- und Filmschauspielern besetzte, vergab man die Hauptrolle an den Stand-up-Comedian Dermot Morgan. Er starb am Tag nach Drehende der dritten Staffel an einem Herzinfarkt im Alter von 45 Jahren; Frank Kelly, der Darsteller von Father Jack Hackett, starb tagesgenau 18 Jahre später.
Die Serie karikiert vor allem das Priestertum und die katholische Kirche; sie nimmt damit in der irischen Gegenwartskultur eine Vorreiterrolle ein. Doch auch die zeitgenössische Kultur, Personen und Ereignisse werden satirisch betrachtet und z. T. grotesk überzeichnet. Father Ted geriet zum Überraschungserfolg und wurde, ebenso wie die Hauptdarsteller (außer Frank Kelly), u. a. mit BAFTA Awards ausgezeichnet. Zahlreiche namhafte irische Schauspieler (z. B. Dervla Kirwan, Graham Norton, Jim Norton, Maria Doyle, Gerard McSorley, Peter Caffrey, Zara Turner) traten in der Serie als Nebenfiguren auf.
Ted ist ein intelligenter Mann und anscheinend der einzige Priester auf Craggy Island, der sein Amt ernst nimmt. Er scheint jedoch ziemlich (ehr)geizig zu sein.
Anschuldigungen gegen Ted sind der Grund dafür, dass er sein Dasein auf Craggy Island fristen muss: Ihm wird vorgeworfen, Geld veruntreut zu haben, das er für die Fahrt eines kranken Kindes nach Lourdes verwenden sollte. Er habe mit dem Geld eine Reise nach Las Vegas finanziert. Ted behauptet indes, er habe das Geld wegen der Zinsen nur auf seinem Konto „ruhen“ lassen.
Dougal ist ein junger Priester im Alter von 25 Jahren, fühlt sich aber von Ted wie 24 behandelt. Er hat erhebliche Probleme, die Realität von seiner ausufernden Fantasie zu unterscheiden. Sein Gemüt ist kindlich, seine Intelligenz kann getrost als niedrig bezeichnet werden. Dabei ist er jedoch freundlich und hilfsbereit, was regelmäßig zu Widrigkeiten und Katastrophen führt. Dougal findet es zwar meist großartig, Priester zu sein. Er beherrscht aber die gängigsten Liturgien nicht ansatzweise und hält auch nichts von „organisierter Religion“. Darüber hinaus glaubt er weder an Auferstehung noch ewiges Leben, dafür aber an Dinge wie Spinnenbabys (mit dem Körper einer Spinne und dem Verstand eines Babys) oder an Außerirdische.
Dougal wurde insbesondere aufgrund des ominösen Blackrock-Vorfalls, bei dem einige Nonnen zu Schaden kamen, nach Craggy Island verbannt.
Father Jack verbringt seinen Lebensabend auf Craggy Island. Er erfüllt eine meist stumme Rolle, hat aber von Zeit zu Zeit, wenn er gestört wird oder sich genervt fühlt, Gewaltausbrüche, zumeist gegen Ted, oder er stößt wilde Flüche aus. Sein Vokabular besteht größtenteils aus den Interjektionen „Feck!“, „Feck off!“, „Drink!“, „Arse!“ und „Girls!“. Darüber hinaus ist er in der Lage, Unmengen an Alkohol zu trinken, was auch seinen teils abwesenden Geisteszustand und seine Artikulationsprobleme erklärt, laut Ted ist er etwa alle zwölf Jahre mal nüchtern. Beim Trinken gerät er manchmal auch an WC-Reinigungsmittel, Motorenöl oder Batteriesäure. Außerdem legt Father Jack wenig Wert auf Hygiene, sein priesterliches Gewand ist mit Flecken übersät und um seinen Mund finden sich oft Krümel und verkrustete Reste.
Bevor Father Jack nach Craggy Island kam, war er ein äußerst strenger Priester, der allerdings gerne jungen Frauen hinterhersah. Dafür hat er fürchterliche Angst vor Nonnen. Jack muss bei einer Hochzeit etwas Unverzeihliches angestellt haben, so dass er nach Craggy Island versetzt wurde.
Mrs. Doyle ist die gewöhnungsbedürftige Haushälterin der drei Priester. Nichts auf der Welt liebt sie mehr, als Tee, Kuchen und Berge von dreieckigen Sandwiches zu servieren. Sie hat manch altmodische Ansichten und opfert sich auf für die drei. Ihre Vergangenheit bleibt weitestgehend im Dunklen; sie ist anscheinend verheiratet gewesen. Mrs. Doyles Vorname ist nicht bekannt, in der Episode „The Mainland“ wird ihr voller Name von einem Polizisten genannt, aber der Vorname wird übertönt und ist nicht hörbar.
Verantwortlich für das Exil der Priester ist der kompromisslose Bischof Leonard Brennan, von Dougal zum Missfallen des Bischofs gern Len genannt. Seine Besuche auf der Insel kommen meist ungelegen und verheißen nichts Gutes für Ted. Bischof Brennan ist ein strenger Vorgesetzter, der es aber selbst nicht zu ernst nimmt mit den Regeln der Kirche, da er trotz Zölibat einen Sohn in den USA hat.
Father Noel ist wohl eine der anstrengendsten Personen im Umkreis von Ted und Dougal. Er redet ohne Unterbrechung und singt gerne. Er versucht, seine Mitmenschen für seine Themen und Lieder zu begeistern, was ihm allerdings nicht gelingt.
Ein Running Gag in der zweiten Staffel sind die Auftritte von Father Larry Duff. Ted hält Treffen mit Larry für einen Riesenspaß, weshalb er hin und wieder versucht, Larry auf dessen Handy zu erreichen. Dabei erwischt er ihn immer in einer misslichen Lage, die durch das Telefonklingeln zu einem Unglück führt, bei dem Larry meist schwer verletzt wird.
Father Dick Byrne, Priester auf Rugged Island (vermutlich eine Nachbarinsel von Craggy Island), ist Teds Erzfeind. Auch er lebt mit zwei anderen Priestern (Father Cyril MacDuff und Father Jim Johnson) zusammen, die beide ähnliche Züge wie Dougal und Jack tragen. Father Byrne fordert Ted gerne heraus, sobald sich die Gelegenheit zu einem Wettbewerb ergibt, und Ted kann nie widerstehen, seine Herausforderungen anzunehmen. Sie wetten dabei gerne um Geldbeträge im einstelligen Pfund-Bereich – für Ted ein halbes Vermögen.
John und Mary sind in den Augen von Ted und Dougal ein wunderbares Ehepaar. Doch die heile Welt ist in Wirklichkeit nur Schein: Sobald kein Priester in Reichweite ist, beschimpfen sich John und Mary und attackieren sich sogar mit Waffen.
Tom trägt immer ein T-Shirt mit dem Aufdruck „I shot JR“. Er ist eine zwielichtige Figur mit deutlich psychotisch-aggressiven Zügen und hat laut eigener Aussage bereits jemanden umgebracht. Er hat das Postamt überfallen und ist zumindest zeitweise als Fahrer bei der Kanalreinigung von Craggy Island angestellt.
Sergeant Hodgins vertritt die Polizei auf Craggy Island. Ihm ist meist langweilig und er wünscht sich daher einen Mord oder wenigstens ein falsch geparktes Auto auf der Insel. Er ist immer mit Feuereifer dabei, wenn seine Hilfe beim Einfangen von Jack oder beim Aufklären eines Trillerpfeifendiebstahls benötigt wird.
