
Ein Feature-Phone (auch Featurephone oder Feature Phone, ironisch auch Dumbphone) ist ein Mobiltelefon, das weniger als ein Smartphone leistet, jedoch mehr als nur telefonieren kann. Typischerweise verfügt ein solches Telefon zusätzlich beispielsweise über eine Kamera, einen Radioempfänger, einen Organizer und MP3-Spieler sowie einfache Spiele und auch einen Webbrowser, die sich über eine Grafische Benutzeroberfläche ansteuern lassen.
Feature-Phones finden großen Absatz in Entwicklungs- und Schwellenländern, wie z. B. das JioPhone in Indien. Im Jahr 2013 wurden weltweit erstmals mehr Smartphones als Feature-Phones verkauft.
Feature-Phones werden unter anderem von Unternehmen wie Nokia, Samsung und LG vertrieben.
Die wichtigsten Unterschiede zu Smartphones sind das Fehlen eines Touchscreens und eine geringere Leistungsfähigkeit der Hardware. Häufig haben Feature-Phones keine eingebauten Empfänger für globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) zur Positionsbestimmung. Anstelle des verbreiteten Androids oder iOS verwenden Feature-Phones speziell angepasste leistungsschwächere Betriebssysteme, z. B. KaiOS oder Symbian-OS. Dadurch laufen auf Feature-Phones nicht alle Mobile Apps. Es fehlen die üblichen Sensoren von Smartphones, die von vorinstallierter und Drittanbieter-Software genutzt werden können, zum Beispiel ein Magnetometer, ein Näherungsschalter, ein Barometer, ein Gyroskop, ein Beschleunigungsmesser, Lichtsensoren und mehr. Ein Vorteil von Feature-Phones gegenüber Smartphones ist die längere Laufzeit des Akkus.

In den Industrieländern sind Feature-Phones hauptsächlich auf Nischenmärkte beschränkt oder sind zu einer reinen Frage der persönlichen Vorliebe geworden – aufgrund bestimmter Kombinationen von Eigenschaften, die bei anderen Geräten nicht verfügbar sind, wie beispielsweise Erschwinglichkeit, Langlebigkeit und Einfachheit.
Ein Telefon mit genau festgelegten Funktionen kann in industriellen Umgebungen und im Freien, an Arbeitsplätzen, an denen spezielle Kameras verboten sind, sowie als Notruftelefon verwendet werden. Verschiedene Modelle sind mit Hardware-Funktionen wie UKW-Radio und Taschenlampe ausgestattet, die verhindern, dass das Gerät im Falle einer größeren Katastrophe unbrauchbar wird oder völlig veraltet ist, wenn die 2G-Netzinfrastruktur abgeschaltet wird. Andere Feature-Phones sind speziell für ältere Menschen konzipiert, wieder andere für religiöse Zwecke. In Pakistan und anderen Ländern Südasiens nutzen viele Mobilfunk-Verkaufsstellen Mobiltelefone mit Funktionen zur Guthabenübertragung, die als Easyload bezeichnet werden.
Ende der 2010er und Anfang der 2020er Jahre wurden zahlreiche neue Unternehmen gegründet, die sich speziell auf die Herstellung und den Verkauf solcher Telefone in Nordamerika und Europa konzentrierten. Diese Unternehmen verzeichneten im Jahr 2023 und Anfang 2024 ein rasantes Wachstum, das vor allem von denjenigen vorangetrieben wurde, die moderne Smartphones als zu süchtig machend empfinden – darunter auch Eltern, die sich Sorgen über die Entstehung solcher Abhängigkeiten machen.
Der Begriff Dumbphone [] (engl. dumb „dumm“, Gegenteil von smart, und phone „Telefon“) ist eine Umkehrung der Bezeichnung Smartphone (engl. smart „schlau“ und phone „Telefon“). Es wird vereinzelt auch im deutschen Sprachraum verwendet.