Das Feingold-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von Mikrozephalus, Gesichtsauffälligkeiten an Augen und Ohren, Fehlbildungen an Händen und Füßen sowie Speiseröhren- oder Dünndarmfistel, daher auch lateinisch als Okulo-Digito-Ösophago-Duodenal-Syndrom (ODED) bezeichnet.
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1975 durch den US-amerikanischenHumangenetikerMurray Feingold (1930–2015).
Verbreitung
Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant. Bislang wurden weniger als 100 Patienten beschrieben.
Ursache
Je nach den der Erkrankung zugrunde liegenden Mutationen werden folgende Formen unterschieden:
Anomalien der Hände und Füße, an den Händen Brachymesophalangie mit Beugedeformität des Mittelfingers und Klinodaktylie des Zeige- und Kleinfingers als Folge einer Hypoplasie der Mittelphalanx, Daumenhypoplasie; an den Füßen beidseitige Syndaktylie der Zehen II/III und IV/V
selten weitere Fehlbildungen wie Wirbelanomalien oder Analatresie
Literatur
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↑M. Feingold, B. D. Hall, Y. Lacassie, M. L. Martínez-Frías: Syndrome of microcephaly, facial and hand abnormalities, tracheoesophageal fistula, duodenal atresia, and developmental delay. In: American journal of medical genetics, März 1997, Band 69, Nr. 3, S.245–249, PMID 9096752.
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