Feldstudie

Eine Feldstudie (auch: Freilandstudie) ist eine systematische wissenschaftliche Beobachtung unter natürlichen Bedingungen, also außerhalb des Labors im Biotop des beobachteten Objekts. Sie kann rein beobachtend und beschreibend sein, sie kann dazu dienen, bei Laborstudien gewonnene Resultate zu überprüfen und/oder kombiniert sein mit manipulativen Experimentreihen. Im Gegensatz zum Feldexperiment wird hierbei bewusst auf die Manipulation der unabhängigen Variablen verzichtet.

Geschichte

Wichtige historische Untersuchungen unter anderem in Medizin und Biologie sind fast immer Feldstudien, weil moderne Labor- und Studienstandards erst seit den letzten Jahrzehnten allgemein angewandt werden. Die Relevanz der Ergebnisse war und ist am meisten von der Fragestellung, Durchführung und Interpretation bestimmt.

Überlegungen zu einer Studie

Ethnographische Feldforschung im Kontext der Erziehungswissenschaft versteht sich als eine Forschungstradition, "die Menschen in ihrem Alltag untersucht, um Einblicke in ihre Lebenswelten und Lebensweisen zu gewinnen sowie ihre Sinndeutungen und Praktiken kulturanalystisch zu erschließen". Zentral ist dabei der "offene Zugang zur sozialen Realität" unter Verzicht von "vorab entwickelten Kategorien, die den Blick auf das Forschungsfeld einengen, weil sie dem Bedeutungs- und Bewertungskontext des Forschenden entstammen" (ebd., S. 305).

Fachgebiete, in denen häufig Feldstudien eingesetzt werden

Beispiele bekannter Feldstudien

Siehe auch

Wiktionary: Feldstudie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Feldversuch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Barbara Friebertshäuser, Argyro Panagiotopoulou: Ethnografische Feldforschung. In: Barbara Friebertshäuser, Antje Langer, Annedore Prengel (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. 4., durchgesehene Auflage. Beltz Juventa, Weinheim / Basel 2013, ISBN 978-3-7799-5112-4, S. 301.