Felicia Sanders (geb. Felice Schwartz; * 26. April 1921 in Mount Vernon, New York; † 7. Februar 1975 in Manhattan, New York City) war eine Sängerin und Musikerin. Sie wurde in den 1950er Jahren mit Traditional-Pop-Songs bekannt.
Sanders wurde in Mount Vernon, New York, geboren und wuchs im südlichen Kalifornien auf. Bereits in den 1940ern sang sie in Big Bands. Sie studierte Merchandising an der University of Southern California.
Sie heiratete Michael Snider, einen Soldaten. Mit ihm hatte sie einen Sohn, Jefferson. Das Paar ließ sich scheiden und während des Zweiten Weltkrieges beschloss Sanders, „es mit dem Singen zu versuchen“ („decided to give singing a try“), da sie es als ihre Pflicht ansah, in Lagern und Krankenhäusern zu singen.
1950 Sanders sang im Café Gala, einem Nachtclub in Hollywood. Etwa zur gleichen Zeit nahm sie einige Probebänder für Bandleader Jerry Fielding auf. Diese gab sie ihrem Freund, dem Jazzmusiker und Bandleader Benny Carter, der von ihrem Talent so überzeugt war, dass er sie Mitch Miller, dem Künstler- und Repertoiredirektor (artist and repertory director) von Columbia Records, empfahl. 1953 wählte Percy Faith, Columbias bedeutendster Orchesterleiter, sie aus, um den Gesang für ein Lied zu übernehmen, das er gerade aufnehmen wollte. Es stammte aus dem Film „Moulin Rouge“, einer Filmbiografie über Henri de Toulouse-Lautrec.
„The Song from Moulin Rouge“ wurde am 22. Januar 1953 als B-Seite der Single „Swedish Rhapsody“ aufgenommen. Es war Sanders’ zweite Single, die von Columbia Records unter dem Labelnamen „Percy Faith and his Orchestra featuring Felicia Sanders“ veröffentlicht wurde. Sie erhielt lediglich den Tariflohn der Gewerkschaft (Pay scale), und ihr Name erschien in kleinerer Schrift unter Faiths Namen. Dennoch erreichte die Single Platz eins der Billboard- und Cash Box- Musikcharts. Es sollte Sanders’ größter Erfolg werden. Billboard kürte die Aufnahme zum erfolgreichsten Song des Jahres 1953.
Kurz vor der Veröffentlichung der Platte wurde Sanders vom berühmten New Yorker Blue Angel Supper Club engagiert, wo sie ein längeres Engagement hatte. Sie war die erste Sängerin, die den Popstandard „In Other Words (Fly Me to the Moon)“ interpretierte, obwohl Kaye Ballard als Erste eine Aufnahme machte. Sanders nahm „In Other Words“ 1959 für Decca Records auf, mit „Summer Love“ (komponiert von Victor Young) auf der B-Seite. In den 1960er Jahren sang sie regelmäßig im Cabaret „The Bon Soir“ in der West 8th Street.
1955 veröffentlichte Sanders ihr erstes Columbia-Album, Felicia Sanders at the Blue Angel.
Miller fand immer wieder neue Lieder, die sie aufnehmen konnte, aber nur ein weiteres schaffte es unter die Top 30: „Blue Star“, basierend auf dem Titelsong der NBC-Fernsehserie Medic.
Sanders’ Ehe mit Snider wurde geschieden. Später heiratete sie den Musiker Irving Joseph. Mitte der 1960er Jahre gründeten sie Special Edition Records; die erste Veröffentlichung enthielt Gesang von Sanders.
Felicia Sanders starb in ihrer Wohnung in Manhattan am 7. Februar 1975 an Krebs im Alter von 53 Jahren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sanders, Felicia |
| ALTERNATIVNAMEN | Schwartz, Felice |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Sängerin |
| GEBURTSDATUM | 26. April 1921 |
| GEBURTSORT | Mount Vernon (New York), New York (Bundesstaat) |
| STERBEDATUM | 7. Februar 1975 |
| STERBEORT | Manhattan, New York City |