Felix Christen

Felix Christen (* 1977 in Basel) ist ein Schweizer Literaturwissenschaftler. Er ist Privatdozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Zürich und Heidelberg. Seit 2026 hat er eine Heisenberg-Stelle am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Leben und akademische Laufbahn

Christen studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Basel, Nottingham und Baltimore. 2010 wurde er an der Universität Zürich promoviert; 2019 habilitierte er sich dort mit einer Arbeit zur Theorie der Unverständlichkeit zwischen Philosophie und Literatur. 2021 wurde er an der Universität Heidelberg zum Privatdozenten ernannt und erhielt die Venia legendi für Neuere deutsche Literaturwissenschaft.

Er lehrte und forschte unter anderem an der ETH Zürich und der Queen Mary University of London und nahm Gastprofessuren an der Brown University, der Johns Hopkins University und der Seijō-Universität in Tokio wahr. Von 2014 bis 2016 war er Forschungsstipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin. Seit 2024 wird er im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Christen ist mit der schwedischen Literaturkritikerin Rebecka Kärde verheiratet.

Forschung und Publikationen

Seine Forschungsschwerpunkte sind deutschsprachige Literatur vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, das Verhältnis von Literatur und Philosophie, Schreibprozessforschung und Textkritik, Theorie der Lyrik, literarische Ethik, Übersetzung sowie Geschichte und Theorie der Philologie.

Zu seinen Monographien zählen Das Jetzt der Lektüre. Zur Edition und Deutung von Friedrich Hölderlins „Ister“-Entwürfen (2013) und „ins Sprachdunkle“. Theoriegeschichte der Unverständlichkeit 1870–1970 (2021). Seit dem Band 2020–2021 gibt er gemeinsam mit Martin Vöhler das Hölderlin-Jahrbuch heraus. Er war außerdem an Editionen von Werken Friedrich Nietzsches und Gottfried Sempers beteiligt.

Ämter und Mitgliedschaften

Christen ist seit 2022 Vorstandsmitglied der Hölderlin-Gesellschaft und war von 2025 bis 2026 Vorsitzender der Jury für deren Forschungspreis. Seit 2026 gehört er der Jury des Lyrikpreises Meran an.

Schriften (Auswahl)

Monographien

Herausgeberschaften

Einzelnachweise

  1. ↑ Profil von Felix Christen auf der Website des Deutschen Seminars der Universität Zürich.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 PD Dr. Felix Christen. Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg, abgerufen am 23. Oktober 2026.
  3. ↑ Profil von Felix Christen auf der Website der Humboldt-Universität zu Berlin.
  4. ↑ Felix Christen: Lebenslauf. Deutsches Seminar der Universität Zürich.
  5. ↑ People. Department of German Studies der Brown University.
  6. ↑ Felix Christen. ORCID-Profil.
  7. ↑ People. TextJP.
  8. ↑ Priv.-Doz. Dr. Felix Christen. Alexander von Humboldt-Stiftung.
  9. ↑ Unverständlichkeit. Untersuchungen zur obscuritas. Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung.
  10. ↑ Felix Christen: Forschungsschwerpunkte. Deutsches Seminar der Universität Zürich.
  11. ↑ Jahrbuch. Hölderlin-Gesellschaft.
  12. ↑ Mitglieder des Vorstands. Hölderlin-Gesellschaft.
Personendaten
NAME Christen, Felix
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Literaturwissenschaftler
GEBURTSDATUM 1977
GEBURTSORT Basel