Felix Escher

Felix Escher (* 8. März 1945 in Berlin; † 1. Januar 2026 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Hochschullehrer.

Leben

1965 begann Escher sein Studium an der Freien Universität Berlin in den Fächern Geschichte und Geographie und schloss dieses 1973 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Von 1974 bis 1979 war er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Historische Landeskunde an der FU Berlin beschäftigt und war ab 1974/75 Mitglied einer Arbeitsgruppe mit dem Forschungsprojektschwerpunkt „Zisterzienser“ (ab 1980 „Vergleichende Ordensforschung“) am Friedrich-Meinecke-Institut. 1979 wurde Escher von Heinz Quirin promoviert und war Mitarbeiter in der interdisziplinären Arbeitsgruppe Germania Slavica an der FU Berlin.

Von 1986 bis 1996 war Escher wissenschaftlicher Angestellter bei der Historischen Kommission zu Berlin und anschließend Mitarbeiter in DFG-Projekten. Zudem war er von 1992 bis 2006 Vorsitzender der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V. In den Jahren 1999 und 2000 arbeitete er zudem als wissenschaftlicher Angestellter des Jüdischen Museums Berlin. Seit 1999 war er Lehrbeauftragter an der TU Berlin, wo er seit dem Wintersemester 2006/2007 als außerplanmäßiger Professor für Mittelalterliche Geschichte lehrte. Seit 2002 war er gemeinsam mit Eckart Henning Herausgeber und Schriftleiter des Jahrbuchs für brandenburgische Landesgeschichte. Seit 2006 war er zudem Mitglied der Historischen Kommission zu Berlin und der Brandenburgischen Historischen Kommission.

Sein Forschungsschwerpunkt war die Berliner und brandenburgische Landesgeschichte.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Ehrungen

Am 7. Oktober 1999 verlieh ihm die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg anlässlich seiner 25-jährigen Zugehörigkeit für „seine bisherige wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Geschichte Berlins und Brandenburg-Preußens“ die Fontane-Plakette.

Am 9. Februar 2006 verlieh ihm die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg „in Würdigung seiner großen Verdienste als langjähriger Vorsitzender sowie seiner herausragenden Beiträge zur brandenburgischen Landesgeschichte“ die Ehrenmitgliedschaft.

Am 25. Februar 2017 ernannte ihn die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg zum Ehrenvorsitzenden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Vademekum der Geschichtswissenschaften. Ausgabe 10.2012/2013. Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10079-3, S. 348.
  2. ↑ Ehrenvorsitzender Dr. Felix Escher verstorben. Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V., 3. Januar 2026, abgerufen am 4. Januar 2026.
  3. ↑ Hans Axthelm: Fontane-Plakette für Dr. Felix Escher; in: Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg. Mitteilungsblatt 101 (2000), S. 35–36.
  4. ↑ Peter Bahl: Laudatio auf das neue Ehrenmitglied Dr. Felix Escher; in: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte 57 (2006), S. 284–286, hier S. 284.
  5. ↑ Gerhard Weiduschat: Laudatio auf den neuen Ehrenvorsitzenden Dr. Felix Escher; in: Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg. Mitteilungsblatt 118 (2017), S. 199–201, hier S. 199.