
Ferdinand Emmerich, auch Ferdinand Emmerich-Hoegen (* 8. Juli 1858 in Viersen-Hamm; † 2. August 1930 in Pasing) war ein deutscher Forscher, Abenteurer und Reiseschriftsteller.
Seine Kindheit und Jugend verbrachte Emmerich in Hamm. In seinem Elternhaus verkehrte der Völkerkundler Adolf Bastian, durch den er seine ersten Eindrücke von fernen Ländern erhielt. Weitere Anregungen erhielt er durch den Schriftsteller Friedrich Gerstäcker, mit dem er bereits als Knabe im Briefwechsel stand.
Sein Studium brach er zunächst ab und reiste als Schiffsjunge nach China, von wo aus er die Inselwelt der Südsee kennenlernte. Er hatte 1886 in Palermo ein Medizinstudium abgeschlossen. In den folgenden Jahren war er als Weltreisender unterwegs. Wohl im Auftrag wissenschaftlicher Institutionen bereiste er Südamerika, Mexiko, Nordamerika, Java, Borneo, China, Tibet und Ceylon. Er nahm am Burenkrieg teil und hoffte von Burma aus in das noch unerforschte Südtibet vorzudringen, was aber durch den Ausbruch des Weltkrieges verhindert wurde.
So kehrte er 1915 nach Deutschland zurück und begann dann mit der schriftstellerischen Auswertung seiner Reisen. Nach einigen kürzeren Artikeln publizierte er seit 1918 in Buchform. Er verfasste überwiegend Jugendromane im Stil von Expeditions- und Abenteuerberichten. Zwischen 1923 und 1925 erschien eine zwölfbändige Reihe Weltreisen und Forscher-Abenteuer. Der Wahrheitsgehalt seiner Werke ist umstritten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Emmerich, Ferdinand |
| ALTERNATIVNAMEN | Emmerich-Hoegen, Ferdinand (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Forscher, Weltreisender und Reiseschriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 8. Juli 1858 |
| GEBURTSORT | Viersen-Hamm |
| STERBEDATUM | 2. August 1930 |
| STERBEORT | Pasing |