Ferdinand Jahn

Ferdinand Jahn (1804–1859) in der Zeit um 1839. Zeichnung von Samuel Friedrich Diez.

Ferdinand Jahn (* 28. Mai 1804 in Meiningen; † 30. Mai 1859 ebenda) war ein deutscher Mediziner und Medizinhistoriker.

Leben

Ferdinand Jahn war ein Sohn des Mediziners Friedrich Jahn (1766–1813). Der Apotheker und Pomologe Franz Jahn (1806–1867) war sein jüngerer Bruder.

Ferdinand Jahn studierte Medizin und wirkte nach seiner Promotion 1825 in Würzburg als Arzt am Georgenkrankenhaus in Meiningen sowie als Badearzt in Liebenstein. Später wurde er Leibarzt des Herzogs von Sachsen-Meiningen. Ferdinand Jahn wurde zum Regierungs-Medizinalrat ernannt und in die Medizinaldeputation der herzoglichen Regierung berufen.

Ferdinand Jahn setzte sich mit theoretischen Fragen und medizinhistorischen Themen auseinander und gilt als Vertreter einer naturgeschichtlichen oder phylogenetischen Interpretation der Krankheiten.

Ab 1830 gab er gemeinsam mit Carl Hohnbaum das Medicinische Conversationsblatt heraus.

Im September 1834 wurde er als ordentlicher Professor der speziellen Therapie und Klinik an die Universität Bern berufen.

Am 3. August 1839 wurde er mit dem akademischen Beinamen Gaubius unter der Matrikel-Nr. 1467 als Mitglied in die Kaiserliche Leopoldino-Carolinische Akademie der Naturforscher aufgenommen.

Orden und Ehrenzeichen

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ernennungen. In: Intelligenzblatt für die Stadt Bern. 10. September 1834, abgerufen am 5. September 2025.
  2. ↑ Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 267 Digitalisat
Personendaten
NAME Jahn, Ferdinand
ALTERNATIVNAMEN Gaubius
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mediziner und Medizinhistoriker
GEBURTSDATUM 28. Mai 1804
GEBURTSORT Meiningen
STERBEDATUM 30. Mai 1859
STERBEORT Meiningen