Ferdinand Knecht (* 27. Juli 1832 in Eberbach; † 6. April 1892 in Neustadt an der Haardt) war ein deutscher Wirtschaftsjurist und Weinhändler sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Ferdinand Knecht absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er zum Dr. jur. promovierte. Als Direktor leitete er von 1871 an die Geschicke des Verbands der pfälzischen Kreditvereine und war sowohl partei- als auch verbandspolitisch aktiv. Er trat den Nationalliberalen bei und hatte vom 21. November 1877 an als Nachfolger des ausgetretenen Abgeordneten Jakob Keller ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Bereits am 16. Juli 1878 beantragte er aus geschäftlichen und familiären Gründen den Austritt aus dem Parlament, der am 17. Juli 1878 genehmigt wurde. Sein Nachfolger wurde Adolph Trauth.
1887 wurde er erneut in die Kammer der Abgeordneten gewählt. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn im September 1891 zur Mandatsniederlegung. Die Nachwahl wurde auf den 4. November 1891 festgesetzt. Sein Amtsnachfolger wurde Karl Spies.
Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 16. Wahlperiode)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Knecht, Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftsjurist, Mitglied des Bayerischen Landtags (Nationalliberal) |
| GEBURTSDATUM | 27. Juli 1832 |
| GEBURTSORT | Eberbach |
| STERBEDATUM | 6. April 1892 |
| STERBEORT | Neustadt an der Haardt |