Ferdinand Reisner (* 12. September 1721 in Rain; † 12. Januar 1789 in Pasenbach) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Schriftsteller.
Benedikt Ferdinand Reisner war der Sohn von Johann Georg Reisner und seiner Ehefrau Maria Franziska. Er trat 1742 in das Jesuitenkolleg von Landsberg am Lech ein. Seine philosophische Ausbildung erhielt er in Augsburg, bevor er Theologie an der Universität Ingolstadt studierte. Wann er zum Doktor der Theologie promoviert wurde, ist nicht bekannt. Seine Priesterweihe erhielt er 1752 in Eichstätt. Nachdem er zwischen 1753 und 1760 unter anderem als Professor der Rhetorik am Jesuitenkolleg St. Salvator in Augsburg unterrichtet hatte, wurde ihm eine Stelle als Professor und Präfekt am Akademischen Gymnasium Innsbruck übertragen. Dort lehrte er bis zur Aufhebung des Jesuitenordens 1773. Anschließend ernannte ihn der Kurfürst Maximilian III. Joseph von Bayern zum Professor der Theologie am hochschulischen Lyzeum in München.
Reisner wurde 1778 zum Professor und Regens des bischöflichen Priesterseminars in Dorfen ernannt. Außerdem erhielt er den Titel eines bischöflichen Geistlichen Rats. In Dorfen blieb er über mehrere Jahre tätig, bis er sich schließlich 1780 als Benefiziat in Pasenbach niederließ. Dort erinnert heute ein Epitaph in der Kirche an ihn.
Reisner erlangte insbesondere durch seine Schriften Bekanntheit. Seine Schauspiele wurden mehrfach aufgeführt und erfreuten sich des Beifalls des Publikums.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reisner, Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 12. September 1721 |
| GEBURTSORT | Rain |
| STERBEDATUM | 12. Januar 1789 |
| STERBEORT | Pasenbach |