César Ferioli

César Ferioli Pelaez (* 22. Juli 1959 in Barcelona) ist ein spanischer Comiczeichner, der als Nachfolger Floyd Gottfredsons bezeichnet wird und für Disney zeichnet.

Leben

Am 22. Juli 1959 in Barcelona geboren, war Ferioli das einzige Kind eines italienischen Vaters und einer spanischen Mutter und zeichnete während des Schulunterrichtes. Nachdem er das Abitur abgeschlossen hatte, begann er ein Biologie-Studium und hatte am Anfang seiner Zeichenkarriere nur wenig Rechte, bevor er seine eigenen Storys schreiben und zeichnen durfte.

Im Laufe seines Lebens zeichnete Ferioli unter anderem für „Pif et Hercule“ oder das französische „Journal de Mickey“. Seit 1989 schließlich zeichnet er ausschließlich für Egmont.

Stil und Vorbilder

Inspiration erhält Ferioli von Floyd Gottfredson oder Daniel Branca. Er ist dafür bekannt, seine Figuren sehr lebendig zu zeichnen und Micky Maus genauso zu beherrschen wie die Ducks.

Arbeiten für das Journal de Mickey (Auswahl)

Von 1986 bis 1989 zeichnete Ferioli für den französischen Verlag Hachette Filipacchi Médias Disney-Comics, die dann im Journal de Mickey erschienen. Unter diesen Geschichten finden sich auch zwei Geschichten um die Figur James Goof. sowie vier Geschichten um die Erlebnisse von Klarabella als Reporterin. Geschichten von Ferioli erschienen u. a. in den folgenden Nummern des Journal de Mickey:

keine deutsche Veröffentlichung
auf Deutsch unter dem Titel Sir Micky und das Ungeheuer in Mickyvision 6/1988
keine deutsche Veröffentlichung
auf Deutsch unter dem Titel Kater Karlos Weihnachtswunsch in Mickyvision 25/1989
auf Deutsch unter dem Titel Der Mann mit dem Spielzeugfimmel in Minnie 12/1990
auf Deutsch unter dem Titel Ein Urlaub mit Knalleffekt in Minnie 2/1989
auf Deutsch unter dem Titel Der aufgelöste Agent in MM 14/1991
keine deutsche Veröffentlichung
auf Deutsch unter dem Titel Der Tortenkrieg in Minnie 3/1993
auf Deutsch unter dem Titel Starfotograf in Nöten in Minnie 11/1993

Die großen Zyklen

Zusammen mit dem Texterehepaar Pat und Carol McGreal schuf Ferioli für Egmont mehrere Zyklen, die länger waren als die Zwei- oder Dreiteiler, die Egmont üblicherweise ihre Autoren produzieren ließ. Es handelt sich um die folgenden Zyklen:

Der Mauslor-Zyklus

Der Mauslor-Zyklus entstand von 1997 bis 2001. In diesem Fantasy-Zyklus verschlägt es Micky Maus in eine Parallelwelt namens Mauslor (im Original: Shambor), in der er verschiedene Abenteuer erlebt. Es gibt insgesamt vier Teile:

auf Deutsch unter dem Titel Das Schwert von Mauslor in MM 34 und 35/1998
auf Deutsch unter dem Titel Die Rückkehr nach Mauslor in MM 7 und 8/2001
auf Deutsch unter dem Titel Kampf um Mauslor in MM 37 und 38/2001
auf Deutsch unter dem Titel Der Hüter von Mauslor in MM 1 - 3/2007

Die Insel der Mythen

Der Zyklus um die Insel der Mythen (im Original: Mythos Island), entstanden direkt nach dem Mauslor-Zyklus, ist insofern bemerkenswert, als er Mäuse (also Micky, Goofy usw.) und Enten (also Donald, Dagobert usw.) in einer Geschichte aufeinandertreffen lässt. Im Regelfall werden in den Disney-Geschichten nämlich Mäuse und Enten strikt voneinander getrennt.

In dem neunteiligen Zyklus verschlägt es Mäuse und Enten nach und nach alle auf die titelgebende Insel, auf der alle mythologischen Wesen und Kreaturen der Menschheitsgeschichte ihren Ursprung haben. Leider droht der Insel die Zerstörung, da eine magische Maschine mutwillig zerstört wurde. Die neun Teile sind:

auf Deutsch unter dem Titel Fabelhafte Fabelwesen in MM 28/2003
auf Deutsch unter dem Titel Schlacht der Fabelwesen in MM 32/2003
auf Deutsch unter dem Titel Flieg, Fohlen, flieg! in MM 34/2003
auf Deutsch unter dem Titel Das Horn der Erinnerung in MM 39/2003
auf Deutsch unter dem Titel Drachendrama in MM 41/2003
auf Deutsch unter dem Titel Das perfekte Team in MM 43/2003
auf Deutsch unter dem Titel Meister Mythos in MM 45/2003
auf Deutsch unter dem Titel Ankunft der Erfinder in MM 48/2003
auf Deutsch unter dem Titel Auf der Flucht in MM 49 und 50/2003

Trivia

Einzelnachweise

  1. ↑ César Ferioli - César Ferioli Pelaez. In: lambiek.net. Lambiek - Comiclopedia, 17. Oktober 2012, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).
  2. ↑ Feriolikin kertoo kuulumisiaan (Interview mit César Ferioli). In: ankkalinnake.blogspot.de. Ankkalinnake, 4. August 2009, abgerufen am 13. März 2016 (finnisch).
  3. ↑ Frankreich: Le Journal de Mickey. In: coa.inducks.org. Inducks, 1. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2016.
  4. ↑ James Goof. In: coa.inducks.org. Inducks, 1. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2016.
  5. ↑ Reporter Les années folles de Clarabelle. In: coa.inducks.org. Inducks, 1. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2016.
  6. ↑ Shambor-Serie. In: coa.inducks.org. Inducks, 1. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2016.
  7. ↑ Mythos Island. In: coa.inducks.org. Inducks, 1. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2016.
Personendaten
NAME Ferioli, César
ALTERNATIVNAMEN Ferioli Pelaez, César
KURZBESCHREIBUNG spanischer Comiczeichner
GEBURTSDATUM 22. Juli 1959
GEBURTSORT Barcelona, Spanien