Fernand Van Steenberghen

Chanoine Fernand Emmanuel Joseph Van Steenberghen (* 13. Februar 1904 in Sint-Joost-ten-Node bei Brüssel, Belgien; † 16. April 1993 in Jette) war ein katholischer Philosophiehistoriker mit verschiedenen Forschungsschwerpunkten in mittelalterlicher Philosophie und Theologie, vor allem des 13. Jahrhunderts. Er ist zudem als Verfasser von einerseits thomistisch, andererseits phänomenologisch geprägten Lehrbüchern zur Epistemologie und Ontologie bekannt, ferner durch mehrere vielzitierte Stellungnahmen, zum Beispiel für seine Kritik des Begriffs „Christliche Philosophie“.

Leben

Van Steenberghen promovierte 1923 in Philosophie in Löwen, studierte dort dann Theologie und wurde 1926 zum Priester geweiht. 1931 legte er eine Monographie und Edition über Siger von Brabant vor („Siger de Brabant d’après ses oeuvres inédites“), 1938 einen weiteren Band über Siger und 1942 erschien der zweite Band des vorbenannten Werks. Mit dieser Arbeit wurde ihm 1931 der Grad eines Maître-Agrégé de l’École Saint-Thomas d’Aquin zuteil, seither lehrte er Philosophiegeschichte in Löwen am Institut supérieur de philosophie de l’Université catholique de Louvain. Er war Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien. 1974 wurde er emeritiert. Am 9. November 1972 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Salzburg verliehen.

Werke (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Van Steenberghen, Fernand
ALTERNATIVNAMEN Van Steenberghen, Chanoine Fernand Emmanuel Joseph (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG belgischer katholischer Philosophiehistoriker
GEBURTSDATUM 13. Februar 1904
GEBURTSORT Sint-Joost-ten-Node bei Brüssel, Belgien
STERBEDATUM 16. April 1993
STERBEORT Jette