Fernanda von Sachsen

Maria Fernanda Desirée Prinzessin von Sachsen Gessaphe (* 4. Juni 1999 in München) ist eine deutsche Jazzmusikerin (Gesang, Liedtexte, Komposition).

Leben und Wirken

Von Sachsen, deren Eltern der Jurist Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe und die im Chor der Bayerischen Staatsoper singende Opernsängerin Karen von Sachsen sind, wuchs in München auf. Mit fünf Jahren begann sie, Klavier zu spielen und im Chor zu singen. Nach dem Erwerb ihrer Bachelors in Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München 2020 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie mit dem Bachelor im Hauptfach Jazzgesang abschloss und zunächst im Master Jazz-Komposition bei Gregor Hübner studierte, um ab Herbst 2025 ihr Studium in Hamburg fortzusetzen. Zwischen 2021 und 2023 gehörte sie dem Landesjugendjazzorchester Bayern an. Weiterhin hat sie Schauspielerfahrung, zum Beispiel an den Münchner Kammerspielen.

Zu von Sachsens Projekten gehörte die Band Jazz D’Apartment, mit der sie u. a. im Jazzclub Unterfahrt und dem bayerischen Landtag konzertierte, sowie das Fernanda von Sachsen Quartett, mit dem sie auch beim Jazzweekend Regensburg, im Münchner Lustspielhaus und in der Isarphilharmonie auftrat und neben eigenen Songs Lieder von Werner Richard Heymann in eigenen Arrangements neu interpretierte. 2026 stellte sie in einem Studiokonzert mit ihrem Quartett aus Pablo Struff (Piano), Sebastian Claas (Kontrabass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) ihr Debütalbum vor. Weiterhin arbeitet sie auch im Duo und mit Streichern. Sie ist bereits in mehreren Ländern Europas, sowie in Brasilien und Südkorea aufgetreten.

Preise und Auszeichnungen

Mit ihrem Fernanda von Sachsen Quartett hat sie 2025 den 2. Preis beim »Jungen Münchner Jazzpreis« gewonnen. Fernanda von Sachsen erhielt dort außerdem den Solisten- und Kompositionspreis. 2025 wurde sie zudem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und gewann den 1. Preis beim Kurt-Maas-Award; 2026 erhielt sie neben Ida Koch und Edi May den BMW Young Artist Jazz Award.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Fernanda von Sachsen. In: livemusicnow-muenchen.de. Abgerufen am 7. November 2026.
  2. ↑ Oliver Hochkeppel: Werner Richard Heymann – der Vergessene, den jeder kennt. In: Jazzzeitung. 18. Juni 2024, abgerufen am 7. November 2026.
  3. ↑ Oliver Hochkeppel: Kommender Jazz-Adel. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Oktober 2025 (sueddeutsche.de).
  4. 1 2 Robert Fischer: Fernanda von Sachsen präsentiert Debütalbum im Studiokonzert. In: jazz-fun.de. 5. Juni 2026, abgerufen am 7. November 2026.
  5. ↑ Fernanda von Sachsen und Pablo Struff gewinnen Preise beim »Jungen Münchner Jazzpreis«. In: hmtm.de. 25. November 2025, abgerufen am 7. November 2026.
  6. ↑ Ida Koch, Edi May und Fernanda von Sachsen mit BMW Young Artist Jazz Award 2026 ausgezeichnet. In: hmtm.de. 26. September 2026, abgerufen am 7. November 2026.